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Altes Testament
17 Geschichtsbücher

5 Lehrbücher

17 Prophetische Bücher
Neues Testament
5 Geschichtsbücher

21 Lehrbücher

1 Prophetisches Buch
P T H 1 Genesis (1. Mose)
P T H 2 Exodus (2. Mose)
P T H 3 Levitikus (3. Mose)
P T H 4 Numeri (4. Mose)
P T H 5 Deuteronomium (5. Mose)
P T H 6 Josua
P T H 7 Richter
P T H 8 Ruth
P T H 9 1. Samuel
P T H 10 2. Samuel
P T H 11 1. Könige
P T H 12 2. Könige
P T H 13 1. Chronik
P T H 14 2. Chronik
P T H 15 Esra
P T H 16 Nehemia
P T H 17 Ester
P T H 18 Hiob
P T H 19 Psalmen
P T H 20 Sprüche
P T H 21 Prediger
P T H 22 Hohelied
P T H 23 Jesaja
P T H 24 Jeremia
P T H 25 Klagelieder
P T H 26 Hesekiel
P T H 27 Daniel
P T H 28 Hosea
P T H 29 Joel
P T H 30 Amos
P T H 31 Obadja
P T H 32 Jona
P T H 33 Micha
P T H 34 Nahum
P T H 35 Habakuk
P T H 36 Zephanja
P T H 37 Haggai
P T H 38 Sacharja
P T H 39 Maleachi
P T G 40 Matthäus
P T G 41 Markus
P T G 42 Lukas
P T G 43 Johannes
P T G 44 Apostelgeschichte
P T G 45 Römer
P T G 46 1. Korinther
P T G 47 2. Korinther
P T G 48 Galater
P T G 49 Epheser
P T G 50 Philipper
P T G 51 Kolosser
P T G 52 1. Thessalonicher
P T G 53 2. Thessalonicher
P T G 54 1. Timotheus
P T G 55 2. Timotheus
P T G 56 Titus
P T G 57 Philemon
P T G 58 Hebräer
P T G 59 Jakobus
P T G 60 1. Petrus
P T G 61 2. Petrus
P T G 62 1. Johannes
P T G 63 2. Johannes
P T G 64 3. Johannes
P T G 65 Judas
P T G 66 Offenbarung

Hesekiel (Ezechiel)

Inhaltsübersicht I
Inhaltsübersicht II

Teil 1: Überblick zum ganzen Buch (1-11)

Kapitel 1

1 Und es geschah im dreissigsten Jahre {vermutlich, als er 30 Jahre alt war, sein Lebensalter.} {EXE: Den Juden war die Lektüre bis zum 30. Lebensalter verboten.}, im vierten Monat, am Fünften des Monats, als ich inmitten der Weggeführten war, am Flusse Kebar {"der grosse Fluss".}, da taten sich die Himmel auf, und ich sah Gesichte Gottes.2 Am Fünften des Monats, das war das fünfte Jahr der Wegführung des Königs Jojakin {Vergl. 2.Kön. 24,15.},3 geschah das Wort Jahwes ausdrücklich zu Hesekiel {"Gott macht Stark".}, dem Sohne Busis, dem Priester, im Lande der Chaldäer, am Flusse Kebar; und daselbst kam die Hand Jahwes über ihn.

Vision: Der Thron Gottes [keine Maschine, lebendig!] (1-3)

4 Und ich sah: und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, eine grosse Wolke und ein Feuer, sich ineinander schlingend {Eig. zusammengeballtes Feuer; nur hier und 2. Mose 9,24.}, und ein Glanz rings um dieselbe; und aus seiner Mitte, aus der Mitte des Feuers her, strahlte es wie der Anblick von glänzendem Metall.

Vier lebendige Wesen

5 Und aus seiner Mitte hervor erschien die Gestalt {Eig. eine Ähnlichkeit; so auch nachher.} von vier lebendigen Wesen; und dies war ihr Aussehen: Sie hatten die Gestalt eines Menschen.6 Und jedes hatte vier Angesichter, und jedes von ihnen hatte vier Flügel {EXE: Flügel überwinden Hindernisse. Nichts und niemand kann Gott aufhalten.}.7 Und ihre Füsse waren gerade Füsse, und ihre Fusssohlen wie die Fusssohle eines Kalbes; und sie funkelten wie der Anblick von leuchtendem {Viell. geglättetem.} Erze.8 Und Menschenhände waren unter ihren Flügeln an ihren vier Seiten; und die vier hatten ihre Angesichter und ihre Flügel.9 Ihre Flügel waren verbunden {Eig. sich verbindend; d.h. der rechte Flügel des einen Cherubs rührte an den linken Flügel des anderen (vergl. Kap. 3,13 und 1,23), indem die Cherubim paarweise einander gegenüber standen und ein Ganzes bildeten (Vergl. V.22; Kap. 9,3; 10,2. 4.15.).} einer mit dem anderen;
sie wandten sich nicht, wenn sie gingen: Sie gingen ein jeder stracks vor sich hin.10 Und die Gestalt ihres Angesichts war eines Menschen Angesicht; und rechts hatten die vier eines Löwen Angesicht, und links hatten die vier eines Stieres Angesicht, und eines Adlers Angesicht {nämlich an ihrer Hinterseite.} hatten die vier.11 Und ihre Angesichter und ihre Flügel waren oben getrennt; jedes hatte zwei Flügel miteinander verbunden {Eig. sich verbindend; d.h. der rechte Flügel des einen Cherubs rührte an den linken Flügel des anderen (vergl. Kap. 3,13 und 1,23), indem die Cherubim paarweise einander gegenüber standen und ein Ganzes bildeten (Vergl. V.22; Kap. 9,3; 10,2. 4.15.).}, und zwei, welche ihre Leiber bedeckten.12 Und sie gingen ein jedes stracks vor sich hin; wohin der Geist gehen wollte, gingen sie;
sie wandten sich nicht, wenn sie gingen.
13 Und die Gestalt der lebendigen Wesen: ihr Aussehen war wie brennende Feuerkohlen, wie das Aussehen von Fackeln. Das Feuer {Eig. es.} fuhr umher zwischen den lebendigen Wesen; und das Feuer hatte einen Glanz, und aus dem Feuer gingen Blitze hervor.14 Und die lebendigen Wesen liefen hin und her wie das Aussehen von Blitzstrahlen {Eig. von Zickzack des Blitzes.}.

Lebendige Wesen (Cherubim) mit Geist (1,15ff)

Lebendige Wesen, die straks geradeaus einem Ziel entgegen laufen, alles steht unter den Zielen Gottes (1,15ff)

Räder: alles bewegt sich, tätig, steht nie still, straks geradeaus dem Ziel entgegen (1,15ff)

Augen: Alles hat einen Sinn, geht auf das Ziel, das Gott will, entgegen! - Gott kennt die Zukunft besser als du deine Vergangenheit (1,15ff)

Es soll uns genügen, dass Gott weiss, was er tut. Das heisst Glauben.

15 Und ich sah die lebendigen Wesen, und siehe, da war ein Rad auf der Erde neben den lebendigen Wesen, nach ihren vier Vorderseiten {d.h. neben der Vorderseite eines jeden Cherubs.}.16 Das Aussehen der Räder und ihre Arbeit war wie der Anblick eines Chrysoliths {O. eines Topases; so auch nachher.}, und die vier hatten einerlei Gestalt; und ihr Aussehen und ihre Arbeit war, wie wenn ein Rad inmitten eines Rades wäre.17 Wenn sie gingen, so gingen sie nach ihren vier Seiten hin: sie wandten sich nicht, wenn sie gingen.18 Und ihre Felgen, sie waren hoch und furchtbar {hoch und furchtbar: im Hebräischen: Höhe und Schrecken.}; und ihre Felgen waren voll Augen ringsum bei den vieren.19 Und wenn die lebendigen Wesen gingen, so gingen die Räder neben ihnen; und wenn die lebendigen Wesen sich von der Erde erhoben, so erhoben sich die Räder.20 Wohin der Geist gehen wollte, gingen sie, dahin, wohin der Geist gehen wollte; und die Räder erhoben sich neben ihnen {Eig. gleichlaufend mit ihnen.}, denn der Geist des lebendigen Wesens war in den Rädern.21 Wenn sie gingen, gingen auch sie, und wenn sie stehen blieben, blieben auch sie stehen; und wenn sie sich von der Erde erhoben, so erhoben sich die Räder neben ihnen {Eig. gleichlaufend mit ihnen.}; denn der Geist des lebendigen Wesens war in den Rädern.

Ausdehnung (siehe auch 1.Mose 1) (1,22ff)

22 Und über den Häuptern des lebendigen Wesens war das Gebilde {Eig. eine Ähnlichkeit; so auch nachher.} einer Ausdehnung {O. eines Firmaments; d.h. einer dem Himmelsgewölbe ähnlichen Wölbung.}, wie der Anblick eines wundervollen {O. erschreckenden.} Kristalls, ausgebreitet oben über ihren Häuptern.23 Und unter der Ausdehnung waren ihre Flügel gerade {d.h. waagerecht.} gerichtet, einer gegen den anderen; ein jedes von ihnen hatte zwei Flügel, welche ihre Leiber bedeckten {Eig. ein jedes von ihnen hatte zwei, bedeckend, und ein jedes von ihnen hatte zwei, bedeckend ihre Leiber; hieraus erhellt, dass die Cherubim in zwei Paare geteilt waren.}.24 Und wenn sie gingen, hörte ich das Rauschen ihrer Flügel wie das Rauschen grosser Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, das Rauschen eines Getümmels, wie das Rauschen eines Heerlagers. Wenn sie still standen, liessen sie ihre Flügel sinken.25 Und es kam eine Stimme {O. ein Donner.} von oberhalb der Ausdehnung, die über ihren Häuptern war. Wenn sie still standen, liessen sie ihre Flügel sinken.

Die Herrlichkeit des Herrn

26 Und oberhalb der Ausdehnung, die über ihren Häuptern war, war die Gestalt eines Thrones wie das Aussehen eines Saphirsteines; und auf der Gestalt des Thrones eine Gestalt wie das Aussehen eines Menschen oben darauf.27 Und ich sah wie den Anblick von glänzendem Metall, wie das Aussehen von Feuer innerhalb desselben ringsum; von seinen Lenden {Eig. von dem Aussehen seiner Lenden.} aufwärts und von seinen Lenden {Eig. von dem Aussehen seiner Lenden.} abwärts sah ich wie das Aussehen von Feuer; und ein Glanz war rings um denselben.

Regenbogen, Gnadenbund (1,28ff)

28 Wie das Aussehen des Bogens, der am Regentage in der Wolke ist, also war das Aussehen des Glanzes ringsum. Das war das Aussehen des Bildes der Herrlichkeit Jahwes.
- Und als ich es sah, fiel ich nieder auf mein Angesicht; und ich hörte die Stimme eines Redenden.

Kapitel 2

1 Und er sprach zu mir: 2 Und als er zu mir redete, kam der Geist in mich und stellte mich auf meine Füsse; und ich hörte den, der zu mir redete.3 Und er sprach zu mir:

Die Botschaft von Gott (2,7)

Klagen, Seufzer, Wehe schriftlich direkt von Gott und seinem Gottes Thron / Exegese: Wir sind nicht Briefträger, sondern Briefe! (2,9ff)

9 Und ich sah: Und siehe, eine Hand war gegen mich ausgestreckt; und siehe, in derselben war eine Buchrolle.10 Und er breitete sie vor mir aus, und sie war auf der Vorder- und auf der Hinterseite beschrieben; und es waren darauf geschrieben Klagen und Seufzer und Wehe. -

Kapitel 3

1 Und er sprach zu mir: 2 Und ich öffnete meinen Mund, und er gab mir diese Rolle zu essen.

Gott rüstet seinen Propheten aus (3,3ff)

3 Und er sprach zu mir: Und ich ass sie, und sie war in meinem Munde süss wie Honig.4 Und er sprach zu mir: 10 Und er sprach zu mir: 12 Und der Geist hob mich empor; und ich hörte hinter mir den Schall eines starken Getöses: 13 und das Rauschen der Flügel der lebendigen Wesen, welche einander berührten, und das Sausen der Räder neben ihnen {Eig. gleichlaufend mit ihnen.}, und den Schall eines starken Getöses.14 Und der Geist hob mich empor und nahm mich hinweg; und ich fuhr dahin, erbittert in der Glut meines Geistes; und die Hand Jahwes war stark auf mir.

Wächteramt, Verantwortung (3,15ff)

15 Und ich kam nach Tel-Abib zu den Weggeführten, die am Flusse Kebar wohnten; und daselbst, wo sie sassen, dort sass ich sieben Tage betäubt {O. entsetzt; eig. hinstarrend vor Entsetzen.} in ihrer Mitte.16 Und es geschah am Ende von sieben Tagen, da geschah das Wort Jahwes zu mir also: {also:. Hebräisch "lemor", so überall im Buch Hesekiel.}22 Und die Hand Jahwes kam daselbst über mich, und er sprach zu mir: 23 Und ich machte mich auf und ging hinaus in das Tal; und siehe, daselbst stand die Herrlichkeit Jahwes, gleich der Herrlichkeit, die ich am Flusse Kebar gesehen hatte; und ich fiel nieder auf mein Angesicht.24 Und der Geist kam in mich und stellte mich auf meine Füsse. Und er redete mit mir und sprach zu mir:

Teil 2: Weissagungen über Israel und Juda (4-24)

Kapitel 4

Der Prophet muss im kleinen das durchleiden und im "Sandkasten" vormachen, was ganz Israel und Jude durchleiden wird (4,1ff)

Zeichenhandlung: Die Belagerung anhand des Sandkasten (41,ff)

Essvorragt - Hunger und Angst anstatt Milch und Honig / Gottes Volk wird gerade noch am Leben erhalten... (9-17)

13 Und Jahwe sprach: 14 Da sprach ich: 15 Und er sprach zu mir: 16 Und er sprach zu mir:

Kapitel 5

Zeichenhandlung: Das Gericht: Schwert, Feuer, Zerstörung (5)

Kapitel 6

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:

Gnade für den Überrest (6,8)

EXE: Gott sieht die erste Ursache aller Dinge - wir sehen nur immer die 2. oder 3. (nicht: Oh, Mann! - Sondern: Gott, wehe mir!) (6,8ff)

Sie liegen tot, verstreut um ihre Altäre und um ihre Götzen (6,13ff)

Das Ende kommt über Juda und Jerusalem ist gewiss und begründet (7)

Kapitel 7

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:

* Das Gericht ist: unaufhaltbar, unentrinnbar (7,13ff)

* Das Gericht ist: unentrinnbar (7,15ff)

* Das Gericht ist: unentrinnbar (7,19ff)

* Gott wendet sein Angesicht ab (7,22ff)

:-) Das Gesicht vom Bild der Eifersucht am Heiligen Ort / Das Gericht fällt wenn das Mass der Sünde voll ist (8)

Kapitel 8

1 Und es geschah im sechsten Jahre, im sechsten Monat, am Fünften des Monats {13 Monate später, siehe Kapitel 1,2.}: Ich sass in meinem Hause, und die Ältesten von Juda sassen vor mir, - da fiel daselbst die Hand des Herrn {die Hand des Herrn: Das ist der Geist Gottes.}, Jahwes, auf mich.2 Und ich sah: und siehe, eine Gestalt {Eig. eine Ähnlichkeit.} wie das Aussehen von Feuer: von ihren Lenden {Eig. von dem Aussehen ihrer Lenden.} abwärts Feuer; und von ihren Lenden {Eig. von dem Aussehen ihrer Lenden.} aufwärts wie das Aussehen eines Lichtglanzes, wie der Anblick von glänzendem Metall.3 Und er streckte das Gebilde einer Hand aus und nahm mich beim Haarschopf meines Hauptes; und der Geist hob mich zwischen Erde und Himmel empor und brachte mich in Gesichten Gottes nach Jerusalem, an den Eingang des Tores des inneren Vorhofs, welches gegen Norden sieht, wo der Standort des Bildes der Eifersucht war, welches zum Eifer {O. zur Eifersucht.} reizt.4 Und siehe, daselbst war die Herrlichkeit des Gottes Israels, gleich dem Gesicht, welches ich im Tale gesehen hatte {Vergl. Kap. 3,22.}.

* Das Bild der Eifersucht / Die Sünde gegen das 1. Gebot (Gott allein) (8,5-6)

5 Und er sprach zu mir: Und ich hob meine Augen auf gegen Norden, und siehe, nördlich vom Tore des Altars war dieses Bild der Eifersucht, am Eingang.6 Und er sprach zu mir:

* Die Bilderkammern (Ikonen), der Ältesten in Israels / Die Sünde gegen das 2. Gebot (kein Bild) (8,7-13)

7 Und er brachte mich an den Eingang des Vorhofs; und ich sah: Und siehe, ein Loch war in der Mauer.8 Und er sprach zu mir: Und ich durchbrach die Mauer; und siehe, da war eine Tür.9 Und er sprach zu mir: 10 Und ich ging hinein und sah: und siehe, da waren allerlei Gebilde von scheusslichem Gewürm und Vieh, und allerlei Götzen des Hauses Israel, ringsumher an die Wand gezeichnet.11 Und siebzig Männer von den Ältesten des Hauses Israel, und Jaasanja, der Sohn Schaphans, in ihrer Mitte stehend, standen davor, jeder mit seinem Räucherfass in seiner Hand; und der Duft einer Weihrauchwolke stieg empor.12 Und er sprach zu mir: 13 Und er sprach zu mir:

* Die Frauen, die den Tammuz beweinen (Naturkult) (8,14-15)

14 Und er brachte mich an den Eingang des Tores des Hauses Jahwes, das gegen Norden ist; und siehe, dort sassen die Weiber, welche den Tammuz {Diese Gottheit stellte in der babylonischen Mythologie die absterbende und wiederauflebende Sonne dar.} beweinten.15 Und er sprach zu mir:

* Die Sonnenanbeter (8,16-18)

16 Und er brachte mich in den inneren Vorhof des Hauses Jahwes; und siehe, am Eingang des Tempels Jahwes, zwischen der Halle und dem Altar, waren 25 Männer, ihre Rücken gegen den Tempel Jahwes und ihre Angesichter gegen Osten gerichtet; und sie bückten sich gegen Osten hin vor der Sonne.17 Und er sprach zu mir:

:-) Das Gesicht vom Mann mit dem Schreibzeug / Das Gesicht von den Gerichtsvollstrecker (9)

Kapitel 9

1 Und er rief vor meinen Ohren mit lauter Stimme und sprach: 2 Und siehe, sechs Männer kamen des Weges vom oberen Tore, welches gegen Norden sieht, ein jeder mit seinem Werkzeug zum Zerschlagen in seiner Hand; und ein Mann war in ihrer Mitte, in Linnen gekleidet, mit einem Schreibzeug an seiner Hüfte; und sie kamen und stellten sich neben den ehernen Altar. -

Schonung für die Bussfertigen / Die Herrlichkeit des Herrn verlässt das Allerheiligste zur .. (Schritt 1) (9,3ff)

3 Und die Herrlichkeit des Gottes Israels erhob sich von dem Cherub, über welchem sie war, zu der Schwelle des Hauses hin. Und er rief dem in Linnen gekleideten Manne, der das Schreibzeug an seiner Hüfte hatte,4 und Jahwe sprach zu ihm: 5 Und zu jenen sprach er vor meinen Ohren: Und sie fingen an bei den alten Männern, welche vor dem Hause {d.h. dem Tempel.} waren. -
7 Und er sprach zu ihnen: Und sie gingen hinaus und schlugen in der Stadt.

Die Führbitte des Propheten (9,8-11)

8 Und es geschah, als sie schlugen, und ich allein übrigblieb, da fiel ich nieder auf mein Angesicht und schrie und sprach:

Die Begründung des Gerichts (9,9ff)

9 Und er sprach zu mir: 11 Und siehe, der in Linnen gekleidete Mann, welcher das Schreibzeug an seiner Hüfte hatte, brachte Antwort und sprach:

:-) Das Gesicht von den Cherubim und den Feuerkohlen (10)

Kapitel 10

Gesicht: Gericht durch Feuer vom Thron Gottes aus (10,1-8)

1 Und ich sah: Und siehe, auf der Ausdehnung {S. d. Anm. zu Kap. 1,22.}, die über dem Haupte der Cherubim war, war es wie ein Saphirstein, wie das Aussehen der Gestalt eines Thrones, der über ihnen erschien.2 Und er sprach zu dem in Linnen gekleideten Manne und sagte: Geh hinein zwischen den Räderwirbel unterhalb des Cherubs {Der Ausdruck "Cherub" oder das "das lebendige Wesen" (V.15) bezeichnet die gesamte Erscheinung der Cherubim; s. die Anm. zu Kap. 1,9.}, und fülle deine Hände mit Feuerkohlen von dem Raume {Eig. von heraus.} zwischen den Cherubim, und streue sie über die Stadt hin. Und er ging vor meinen Augen hinein.3 Die Cherubim aber standen zur rechten Seite des Hauses, als der Mann hineinging; und die Wolke erfüllte den inneren Vorhof.4 Und die Herrlichkeit Jahwes hatte sich von dem Cherub auf die Schwelle des Hauses hin erhoben; und das Haus war von der Wolke erfüllt, und der Vorhof war voll von dem Glanze der Herrlichkeit Jahwes.5 Und das Rauschen der Flügel der Cherubim wurde bis in den äusseren Vorhof gehört wie die Stimme Gottes {El.}, des Allmächtigen, wenn er redet.6 Und es geschah, als er dem in Linnen gekleideten Manne gebot und sprach: Nimm Feuer zwischen dem Räderwirbel, zwischen den Cherubim weg, und er hineinging und zur Seite des Rades trat,7 da streckte ein Cherub seine Hand zwischen den Cherubim hervor, zu dem Feuer hin, welches zwischen den Cherubim war, und hob es ab und gab es in die Hände dessen, der in Linnen gekleidet war; der nahm es und ging hinaus.8 Und es erschien an den Cherubim das Gebilde einer Menschenhand unter ihren Flügeln. -

Thronwagen Gottes (10,9ff)

9 Und ich sah: und siehe, vier Räder waren neben den Cherubim, je ein Rad neben je einem Cherub. Und das Aussehen der Räder war wie der Anblick eines Chrysolithsteines;10 und ihr Aussehen: die vier hatten einerlei Gestalt, wie wenn ein Rad inmitten eines Rades wäre.11 Wenn sie gingen, so gingen sie nach ihren vier Seiten hin: Sie wandten sich nicht, wenn sie gingen; denn nach dem Orte, wohin das Vorderteil gerichtet war, folgten sie demselben: sie wandten sich nicht, wenn sie gingen.12 Und ihr ganzer Leib und ihr Rücken und ihre Hände und ihre Flügel und die Räder waren voll Augen ringsum; alle vier hatten ihre Räder.13 Die Räder, sie wurden vor meinen Ohren "Wirbel" genannt.14 Und ein jedes hatte vier Angesichter; das Angesicht {nämlich das dem Propheten zugekehrte.} des ersten war das Angesicht eines Cherubs, und das Angesicht des zweiten das Angesicht eines Menschen, und des dritten das Angesicht eines Löwen, und des vierten das Angesicht eines Adlers.15 Und die Cherubim hoben sich empor. Das war das lebendige Wesen, welches ich am Flusse Kebar gesehen hatte.16 Und wenn die Cherubim gingen, so gingen die Räder neben ihnen; und wenn die Cherubim ihre Flügel erhoben, um sich von der Erde emporzuheben, so wandten sich die Räder auch nicht von ihrer Seite.17 Wenn sie stehen blieben, blieben auch sie stehen; und wenn sie sich emporhoben, hoben sie sich mit ihnen empor; denn der Geist des lebendigen Wesens war in ihnen. -

Die Herrlichkeit des Herrn verlässt das Haus Gottes (10,18ff)

18 Und die Herrlichkeit Jahwes begab sich von der Schwelle des Hauses hinweg und stellte sich über die Cherubim.

D (Schritt 2: Ans Osttor) (10,19)

19 Und die Cherubim erhoben ihre Flügel und hoben sich vor meinen Augen von der Erde empor, als sie sich hinwegbegaben; und die Räder waren neben ihnen {S. die Anm. zu Kap. 1,20.}. Und sie stellten sich an den Eingang des östlichen Tores des Hauses Jahwes, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben über ihnen.20 Das war das lebendige Wesen, welches ich unter dem Gott Israels am Flusse Kebar gesehen hatte; und ich erkannte, dass es Cherubim waren.21 Jeder hatte vier Angesichter, und jeder hatte vier Flügel, und das Gebilde von Menschenhänden war unter ihren Flügeln.22 Und was die Gestalt ihrer Angesichter betrifft, so waren es die Angesichter, welche ich am Flusse Kebar gesehen hatte, ihr Aussehen und sie selbst. Sie gingen ein jeder stracks vor sich hin.

:-) Das Gesicht von den Fürsten Jerusalems und der weichenden Herrlichkeit (11)

Kapitel 11

Gottes Gericht über die Selbstsicheren Bewohner Jerusalems (11,1ff)

1 Und der Geist hob mich empor und brachte mich zum östlichen Tore des Hauses Jahwes, welches gegen Osten sieht. Und siehe, an dem Eingang des Tores waren 25 Männer; und ich sah in ihrer Mitte Jaasanja, den Sohn Assurs, und Pelatja, den Sohn Benajas, die Fürsten {O. Obersten.} des Volkes.2 Und er sprach zu mir: Menschensohn, das sind die Männer, welche Unheil sinnen und bösen Rat erteilen in dieser Stadt,3 die da sprechen: Es ist nicht an der Zeit {O. Es eilt nicht.}, Häuser zu bauen {Vergl. Jer. 29,5-11.}; sie ist der Topf, und wir sind das Fleisch {d.h. die Stadt soll sie vor dem Verderben schützen, wie der Topf das Fleisch vor dem Verbrennen; vergl. V.11.}.4 Darum weissage wider sie; weissage, Menschensohn! -5 Und der Geist Jahwes fiel auf mich und sprach zu mir: Sprich: So spricht Jahwe: Also sprechet ihr, Haus Israel; und was in eurem Geiste aufsteigt, das weiss ich.6 Ihr habt eurer Erschlagenen viele gemacht in dieser Stadt und ihre Strassen mit Erschlagenen gefüllt.7 Darum, so spricht der Herr, Jahwe: Eure Erschlagenen, die ihr in ihrer Mitte hingestreckt habt, die sind das Fleisch, und sie ist der Topf; euch aber wird man aus ihrer Mitte hinausführen.8 Ihr fürchtet das Schwert; und das Schwert werde ich über euch bringen, spricht der Herr, Jahwe.9 Und ich werde euch aus ihrer Mitte hinausführen und euch in die Hand der Fremden geben, und werde Gerichte an euch üben.10 Durch das Schwert sollt ihr fallen: an der Grenze Israels werde ich euch richten. Und ihr werdet wissen {O. erkennen, erfahren.}, dass ich Jahwe bin.11 Sie wird euch nicht der Topf {Eig. als Topf ... als Fleisch.}, und ihr werdet in ihrer Mitte nicht das Fleisch {Eig. als Topf ... als Fleisch.} sein: an der Grenze Israels werde ich euch richten.
12 Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin, ich, in dessen Satzungen ihr nicht gewandelt und dessen Rechte ihr nicht getan habt; sondern ihr habt nach den Rechten der Nationen getan, welche rings um euch her sind. -13 Und es geschah, als ich weissagte, da starb Pelatja, der Sohn Benajas. Und ich fiel nieder auf mein Angesicht und schrie mit lauter Stimme und sprach: Ach, Herr, Jahwe! willst du dem Überrest Israels den Garaus machen?14 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:15 Menschensohn, deine Brüder, deine Brüder, die Männer deiner Verwandtschaft, sind es und das ganze Haus Israel insgesamt, zu welchen die Bewohner von Jerusalem sprechen: Bleibet fern von Jahwe; uns ist das Land zum Besitztum gegeben!16 Darum sprich: So spricht der Herr, Jahwe: Obgleich ich sie unter die Nationen entfernt, und obgleich ich sie in die Länder zerstreut habe, so bin ich ihnen doch {And. üb.: fürwahr, ich habe sie ... entfernt, und fürwahr, ich habe sie ... zerstreut; doch bin ich ihnen.} ein wenig zum Heiligtum geworden in den Ländern, wohin sie gekommen sind.17 Darum sprich: So spricht der Herr, Jahwe: Ja, ich werde {O. Auch werde ich.} euch aus den Völkern sammeln und euch zusammenbringen aus den Ländern, in welche ihr zerstreut worden seid, und werde euch das Land Israel geben.18 Und sie werden dorthin kommen und alle seine Scheusale und alle seine Greuel daraus entfernen.19 Und ich werde ihnen ein Herz geben, und werde einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus ihrem Fleische wegnehmen und ihnen ein fleischernes Herz geben:20 auf dass sie in meinen Satzungen wandeln und meine Rechte bewahren und sie tun; und sie werden mein Volk, und ich werde ihr Gott sein.21 Deren Herz aber nach dem Herzen {d.h. nach dem Sinne.} ihrer Scheusale und ihrer Greuel wandelt: denen will ich ihren Weg auf ihren Kopf bringen, spricht der Herr, Jahwe.

Gottes Herrlichkeit verlässt den Tempel, die Stadt und die Erde (11,22-24)

22 Und die Cherubim erhoben ihre Flügel, und die Räder waren neben ihnen; und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben über ihnen.

Schritt 3: Aus der Mitte der Stadt zum Oelberg (11,23)

23 Und die Herrlichkeit Jahwes erhob sich aus der Mitte der Stadt und stellte sich auf den Berg, welcher gegen Osten der Stadt ist {d.i. auf den Ölberg; vergleiche Sacharia 14,4.}.24 Und der Geist hob mich empor und brachte mich im Gesicht durch den Geist {O. im Geiste.} Gottes zu den Weggeführten nach Chaldäa; und das Gesicht, welches ich gesehen hatte, hob sich von mir weg.
25 Und ich redete zu den Weggeführten alle Worte Jahwes, die er mich hatte sehen lassen. -

Teil 3: (12-48)

Kapitel 12

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, du wohnst inmitten des widerspenstigen Hauses, welche Augen haben zu sehen und nicht sehen, Ohren haben zu hören und nicht hören; denn ein widerspenstiges Haus sind sie.3 Und du, Menschensohn, mache dir Auswanderergeräte und wandere bei Tage vor ihren Augen aus, und du sollst vor ihren Augen von deinem Orte zu einem anderen Orte auswandern: Ob sie vielleicht sehen möchten; denn ein widerspenstiges Haus sind sie.4 Und trage deine Geräte wie Auswanderergeräte bei Tage vor ihren Augen hinaus; und du, ziehe am Abend vor ihren Augen aus, wie man auszieht, um auszuwandern.5 Vor ihren Augen durchbrich dir die Mauer, und trage sie dadurch hinaus;6 vor ihren Augen nimm sie auf die Schulter, in dichter Finsternis trage sie hinaus; du sollst dein Angesicht verhüllen, damit du das Land nicht sehest. Denn ich habe dich zu einem Wahrzeichen gemacht für das Haus Israel. -7 Und ich tat also, wie mir geboten war. Meine Geräte trug ich wie Auswanderergeräte bei Tage hinaus, und am Abend durchbrach ich mir die Mauer mit der Hand; in dichter Finsternis trug ich sie hinaus, ich nahm sie vor ihren Augen auf die Schulter. -8 Und das Wort Jahwes geschah zu mir am Morgen also:9 Menschensohn, hat nicht das Haus Israel, das widerspenstige Haus, zu dir gesagt: Was tust du?10 Sprich zu ihnen: So spricht der Herr, Jahwe: Den Fürsten in Jerusalem betrifft dieser Ausspruch und das ganze Haus Israel, in dessen Mitte sie sind.11 Sprich: Ich bin ein Wahrzeichen für euch {Eig. Ich bin euer Wahrzeichen.}; gleichwie ich getan habe, also soll ihnen getan werden: in die Verbannung, in die Gefangenschaft werden sie gehen.12 Und der Fürst, der in ihrer Mitte ist, wird es {d.h. was auf der Flucht mitgenommen wird.} in dichter Finsternis auf die Schulter nehmen und ausziehen; sie werden die Mauer durchbrechen, um es {d.h. was auf der Flucht mitgenommen wird.} dadurch hinauszutragen; er wird sein Angesicht verhüllen, auf dass er mit seinen Augen das Land nicht sehe.13 Und ich will mein Netz über ihn ausbreiten, und in meinem Garne wird er gefangen werden; und ich will ihn nach Babel bringen, in das Land der Chaldäer, aber sehen wird er es nicht; und er wird daselbst sterben.14 Und alle, die um ihn her sind, seine Hilfe und alle seine Scharen, will ich in alle Winde zerstreuen und das Schwert ziehen hinter ihnen her.15 Und sie werden wissen {O. erkennen, erfahren; so auch V.16 u. 20. und weiterhin.}, dass ich Jahwe bin, wenn ich sie unter die Nationen versprenge und sie in die Länder zerstreue.
16 Und ich werde von ihnen einige Leute übriglassen vom Schwert, vom Hunger und von der Pest, auf dass sie alle ihre Greuel erzählen unter den Nationen, wohin sie kommen werden. Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin.
17 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:18 Menschensohn, mit Beben sollst du dein Brot essen, und mit Zittern und in Angst dein Wasser trinken.19 Und sprich zu dem Volke des Landes: So spricht der Herr, Jahwe, von den Bewohnern Jerusalems im Lande Israel: In Angst werden sie ihr Brot essen und in Entsetzen ihr Wasser trinken, weil ihr Land veröden wird von seiner Fülle wegen der Gewalttat aller seiner Bewohner.20 Und die bewohnten Städte werden wüst, und das Land wird eine Einöde werden. Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin.
21 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:22 Menschensohn, was ist das für ein Spruch, den ihr im Lande Israel habt, indem ihr sprechet: Die Tage werden sich in die Länge ziehen, und jedes Gesicht wird zunichte werden?23 Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr, Jahwe: Ich will diesem Spruche ein Ende machen, und man soll ihn nicht mehr als Spruch gebrauchen in Israel; sondern rede zu ihnen: Nahe sind die Tage und das Wort eines jeden Gesichts.24 Denn kein eitles {O. nichtiges, falsches.} Gesicht und keine schmeichlerische Wahrsagung wird mehr sein inmitten des Hauses Israel.25 Denn ich bin Jahwe, ich rede; das Wort, das ich rede, wird auch geschehen, es wird nicht mehr hinausgeschoben werden. Denn in euren Tagen, widerspenstiges Haus, rede ich ein Wort und tue es auch, spricht der Herr, Jahwe.26 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:27 Menschensohn, siehe, das Haus Israel spricht: Das Gesicht, welches dieser schaut, ist auf viele Tage hin; und auf ferne Zeiten hin weissagt er.28 Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr, Jahwe: Keines meiner Worte soll mehr hinausgeschoben werden; das Wort, das ich rede, wird auch geschehen, spricht der Herr, Jahwe.

Kapitel 13

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, weissage über die Propheten Israels, die da weissagen, und sprich zu denen, welche aus ihrem Herzen weissagen {Eig. zu den Propheten aus ihrem Herzen.}: Höret das Wort Jahwes!3 So spricht der Herr, Jahwe: Wehe den törichten {Zugl.: ruchlosen, gottlosen.} Propheten, welche ihrem eigenen Geiste nachgehen und dem, was sie nicht gesehen haben!4 Wie Füchse in den Trümmern sind, Israel, deine Propheten geworden.5 In die Risse seid ihr nicht getreten, und die Mauer habt ihr nicht vermauert um das Haus Israel her, um standzuhalten im Streit am Tage Jahwes.6 Sie schauten Eitles {O. Nichtiges, Falsches.} und Lügenwahrsagung, die da sagen: "Spruch Jahwes!", obwohl Jahwe sie nicht gesandt hat; und sie liessen hoffen, dass ihr {W. das.} Wort erfüllt würde.7 Schautet ihr nicht ein eitles {O. nichtiges, falsches.} Gesicht, und sprachet ihr nicht Lügenwahrsagung, als ihr sagtet: "Spruch Jahwes!", und ich hatte doch nicht geredet?

Falsche Propheten, die Friede versprachen (13,8ff)

8 Darum spricht der Herr, Jahwe, also:

Sturmwind (13,11ff)

11 sprich zu den Übertünchern: Sie soll fallen! Es kommt ein überschwemmender Regen; und ihr Hagelsteine, ihr werdet fallen, und ein Sturmwind wird losbrechen;12 und siehe, die Mauer fällt. Wird man euch nicht sagen: Wo ist das Getünchte, das ihr getüncht habt? -13 Darum, so spricht der Herr, Jahwe: Ich will {Eig. Und so will ich.} einen Sturmwind losbrechen lassen in meinem Grimm, und ein überschwemmender Regen wird kommen in meinem Zorn, und Hagelsteine im Grimm, zur Vernichtung.14 Und ich will die Mauer abbrechen, die ihr mit Tünche bestrichen habt, und sie zur Erde niederwerfen, dass ihr Grund entblösst werde; und sie {bezieht sich auf die Stadt Jerusalem.} soll fallen, und ihr werdet in ihrer {bezieht sich auf die Stadt Jerusalem.} Mitte umkommen. Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin.
15 Und so werde ich meinen Grimm vollenden an der Mauer und an denen, die sie mit Tünche bestreichen; und ich werde zu euch sagen: Die Mauer ist nicht mehr, und die sie tünchten, sind nicht mehr -16 die Propheten Israels, welche über Jerusalem weissagen und für dasselbe Gesichte des Friedens schauen, obwohl kein Friede da ist, spricht der Herr, Jahwe.17 Und du, Menschensohn, richte dein Angesicht wider die Töchter deines Volkes, welche aus ihrem Herzen weissagen; und weissage wider sie18 und sprich: So spricht der Herr, Jahwe: Wehe denen, welche Binden zusammennähen über alle Gelenke der Hände {Im hebr. Text steht: meiner Hände.} und Kopfhüllen machen für Häupter {Eig. nach dem Haupte.} jedes Wuchses, um Seelen zu fangen! Die Seelen meines Volkes fanget ihr, und eure Seelen erhaltet ihr am Leben?19 Und ihr entheiliget mich bei meinem Volke für einige Hände voll Gerste und für einige Bissen Brotes, indem ihr Seelen tötet, die nicht sterben, und Seelen am Leben erhaltet, die nicht leben sollten; indem ihr mein Volk belüget, das auf Lügen hört? -20 Darum spricht der Herr, Jahwe, also: Siehe, ich will an eure Binden, mit welchen ihr fanget, will die Seelen wegfliegen lassen und sie von euren Armen wegreissen; und ich will die Seelen freilassen, die ihr fanget, die Seelen, dass sie wegfliegen.21 Und ich werde eure Kopfhüllen zerreissen und mein Volk aus eurer Hand erretten, damit sie nicht mehr zur Beute werden in eurer Hand. Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin.
22 Weil ihr das Herz des Gerechten mit Lüge kränket, da ich ihn doch nicht betrübt habe, und weil ihr die Hände des Gesetzlosen stärket, damit er von seinem bösen Wege nicht umkehre, um sein Leben zu erhalten:23 darum sollt ihr nicht mehr Eitles {O. Nichtiges, Falsches.} schauen und nicht ferner Wahrsagerei treiben; und ich werde mein Volk aus eurer Hand erretten. Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin.

Kapitel 14

1 Und es kamen Männer von den Ältesten Israels zu mir, und sie setzten sich vor mir nieder.2 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:3 Menschensohn, diese Männer haben ihre Götzen in ihrem Herzen aufkommen lassen und den Anstoss zu ihrer Missetat vor ihr Angesicht gestellt; sollte ich mich wohl von ihnen befragen lassen?4 Darum rede mit ihnen und sprich zu ihnen: So spricht der Herr, Jahwe: Jedermann aus dem Hause Israel, der seine Götzen in seinem Herzen aufkommen lässt und den Anstoss zu seiner Missetat vor sein Angesicht stellt, und zu dem Propheten kommt - ich, Jahwe, werde ihm demgemäss antworten, gemäss der Menge seiner Götzen:5 damit ich das Haus Israel an seinem Herzen fasse, weil sie allesamt durch ihre Götzen von mir abgewichen sind. -6 Darum sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr, Jahwe: Kehret um, und wendet euch ab von euren Götzen, und wendet von allen euren Greueln euer Angesicht ab!7 Denn jedermann aus dem Hause Israel und von den Fremdlingen, die in Israel weilen, welcher sich {Eig. wenn er.} von mir {Eig. von hinter mir.} trennt und seine Götzen in seinem Herzen aufkommen lässt und den Anstoss zu seiner Missetat vor sein Angesicht stellt, und zu dem Propheten kommt, um mich für sich zu befragen - ich, Jahwe, werde ihm in meiner Weise {Eig. mir gemäss.} antworten.8 Und ich werde mein Angesicht wider selbigen Mann richten, und werde ihn zu einem Denkzeichen und zu Sprichwörtern machen {And. l.: und werde ihn zum Ersetzen machen, zu einem Denkzeichen und zu Sprichwörtern.}; und ich werde ihn ausrotten aus der Mitte meines Volkes. Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin. -
9 Wenn aber der Prophet sich bereden lässt und ein Wort redet, so habe ich, Jahwe, diesen Propheten beredet; und ich werde meine Hand wider ihn ausstrecken und ihn aus der Mitte meines Volkes Israel vertilgen.10 Und so sollen sie ihre Schuld tragen; wie die Schuld des Fragenden, also wird die Schuld des Propheten sein:11 damit das Haus Israel nicht mehr von mir { Eig. von hinter mir.} abirre und sie sich nicht mehr durch alle ihre Übertretungen verunreinigen; und sie werden mein Volk, und ich werde ihr Gott sein, spricht der Herr, Jahwe.12 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:13 Menschensohn, wenn ein Land gegen mich sündigt, indem es Treulosigkeit begeht, und ich meine Hand wider dasselbe ausstrecke, und ihm den Stab {d.i. die Stütze.} des Brotes zerbreche und Hunger darein sende, und Menschen und Vieh darin ausrotte,14 und diese drei Männer wären in demselben: Noah, Daniel und Hiob - sie würden durch ihre Gerechtigkeit nur ihre eigene Seele erretten, spricht der Herr, Jahwe. -15 Wenn ich böse Tiere in das Land bringe, damit sie es entvölkern und es eine Wüste werde, so dass wegen der Tiere niemand hindurchzieht:16 wären diese drei Männer in demselben, so wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, sie würden weder Söhne noch Töchter erretten können; sie allein würden errettet, das Land aber würde eine Wüste werden. -17 Oder wenn ich das Schwert über selbiges Land bringe und spreche: Schwert, fahre durch das Land! und Menschen und Vieh darin ausrotte,18 und diese drei Männer wären in demselben: so wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, sie würden weder Söhne noch Töchter erretten können; sondern sie allein würden errettet werden. -19 Oder wenn ich die Pest in selbiges Land sende, und meinen Grimm in Blut über dasselbe ausgiesse, um Menschen und Vieh darin auszurotten,20 und Noah, Daniel und Hiob wären in demselben: so wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, sie würden weder Sohn noch Tochter erretten können; sie würden durch ihre Gerechtigkeit nur ihre eigene Seele erretten.21 Denn so spricht der Herr, Jahwe: Wieviel mehr, wenn ich meine vier bösen Gerichte, Schwert und Hunger und böse Tiere und die Pest, gegen Jerusalem entsenden werde, um Menschen und Vieh darin auszurotten!22 Doch siehe, Entronnene sollen darin übrigbleiben, die herausgeführt werden, Söhne und Töchter; siehe, sie werden zu euch hinausziehen, und ihr werdet ihren Weg und ihre Handlungen sehen; und ihr werdet euch trösten über das Unglück, welches ich über Jerusalem gebracht, alles, was ich über dasselbe gebracht habe.23 Und sie werden euch trösten, wenn ihr ihren Weg und ihre Handlungen sehen werdet; und ihr werdet erkennen, dass ich nicht ohne Ursache alles getan habe, was ich an ihm getan, spricht der Herr, Jahwe.

Kapitel 15

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, was ist das Holz des Weinstocks mehr als alles andere Holz, die Rebe, welche unter den Bäumen des Waldes war?3 Wird Holz davon genommen, um es zu einer Arbeit zu verwenden? oder nimmt man davon einen Pflock, um irgend ein Gerät daran zu hängen?4 Siehe, es wird dem Feuer zur Speise gegeben. Hat das Feuer seine beiden Enden verzehrt und ist seine Mitte versengt, wird es zu einer Arbeit taugen?5 Siehe, wenn es unversehrt ist, wird es zu keiner Arbeit verwendet; wieviel weniger, wenn das Feuer es verzehrt hat und es versengt ist, kann es noch zu einer Arbeit verwendet werden! -6 Darum, so spricht der Herr, Jahwe: Wie das Holz des Weinstocks unter den Bäumen des Waldes, welches ich dem Feuer zur Speise gebe, also gebe ich die Bewohner von Jerusalem dahin;7 und ich werde mein Angesicht wider sie richten: aus dem Feuer kommen sie heraus, und Feuer wird sie verzehren. Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin, wenn ich mein Angesicht wider sie richte.8 Und ich werde das Land zur Wüste machen, weil sie Treulosigkeit begangen haben, spricht der Herr, Jahwe.

Kapitel 16

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, tue Jerusalem seine Greuel kund3 und sprich: So spricht der Herr, Jahwe, zu Jerusalem: Dein Ursprung und deine Abstammung {O. Geburt; wie V.4.} ist aus dem Lande der Kanaaniter; dein Vater war ein Amoriter, und deine Mutter eine Hethiterin.4 Und was deine Geburt betrifft - an dem Tage, da du geboren wurdest, wurde dein Nabel nicht abgeschnitten, und du wurdest nicht in Wasser gebadet zur Reinigung, und nicht mit Salz abgerieben, und nicht in Windeln gewickelt.5 Kein Auge blickte mitleidig auf dich hin, um dir eines dieser Dinge zu tun, um sich deiner zu erbarmen; und du wurdest auf das freie Feld geworfen, vor Abscheu an deinem Leben, an dem Tage, da du geboren wurdest. -6 Da ging ich an dir vorüber und sah dich zappeln in deinem Blute; und ich sprach zu dir: In deinem Blute lebe! und ich sprach zu dir: In deinem Blute lebe!7 Zu Zehntausenden, wie das Gewächs des Feldes, machte ich dich; und du wuchsest heran und wurdest gross, und du gelangtest zu höchster Anmut; die Brüste rundeten sich, und dein Haar wuchs; aber du warst nackt und bloss.8 Und ich ging an dir vorüber und sah dich, und siehe, deine Zeit war die Zeit der Liebe; und ich breitete meinen Zipfel über dich aus, und bedeckte deine Blösse; und ich schwur dir und trat in einen Bund mit dir, spricht der Herr, Jahwe, und du wurdest mein.9 Und ich badete dich in Wasser, und spülte dein Blut von dir ab, und salbte dich mit Öl.10 Und ich bekleidete dich mit Buntgewirktem und beschuhte dich mit Seekuhfellen, und ich umwand dich mit Byssus und bedeckte dich mit Seide;11 und ich schmückte dich mit Schmuck: ich legte Armringe an deine Hände und eine Kette um deinen Hals,12 und legte einen Reif in deine Nase und Ringe in deine Ohren, und setzte eine Prachtkrone auf dein Haupt.13 Und so wurdest du mit Gold und Silber geschmückt, und deine Kleidung war Byssus und Seide und Buntgewirktes; du assest Feinmehl und Honig und Öl. Und du warst überaus schön und gelangtest zum Königtum.14 Und dein Ruf ging aus unter die Nationen wegen deiner Schönheit; denn sie war vollkommen durch meine Herrlichkeit, die ich auf dich gelegt hatte, spricht der Herr, Jahwe.15 Aber du vertrautest auf deine Schönheit, und du hurtest auf deinen Ruf hin und gossest deine Hurereien aus über jeden Vorübergehenden: ihm ward sie.16 Und du nahmst von deinen Kleidern und machtest dir bunte Höhen, und du hurtest auf denselben - was nicht vorkommen und nicht geschehen sollte.17 Und du nahmst deine prächtigen Geschmeide von meinem Golde und von meinem Silber, welches ich dir gegeben hatte, und machtest dir Mannsbilder und hurtest mit ihnen.18 Und du nahmst deine buntgewirkten Kleider und bedecktest sie damit; und mein Öl und mein Räucherwerk setztest du ihnen vor;19 und meine Speise, die ich dir gegeben: Feinmehl und Öl und Honig, womit ich dich gespeist hatte, die setztest du ihnen vor zum lieblichen Geruch. Und das ist geschehen, spricht der Herr, Jahwe. -20 Und du nahmst deine Söhne und deine Töchter, die du mir geboren, und opfertest sie ihnen zum Frass.21 War es zu wenig an deiner Hurerei, dass du meine Kinder schlachtetest und sie hingabst, indem du sie ihnen durch das Feuer gehen liessest?22 Und bei allen deinen Greueln und deinen Hurereien gedachtest du nicht der Tage deiner Jugend, als du nackt und bloss warst, zappelnd in deinem Blute lagst. -23 Und es geschah, nach aller deiner Bosheit (wehe, wehe dir! spricht der Herr, Jahwe)24 bautest du dir Gewölbe und machtest dir Höhen auf allen Strassen;25 an jedem Scheidewege bautest du deine Höhen, und du schändetest deine Schönheit und spreiztest deine Füsse gegen jeden Vorübergehenden; und du mehrtest deine Hurerei.26 Du hurtest mit den Söhnen Ägyptens, deinen Nachbarn, die gross an Fleisch sind; und du mehrtest deine Hurerei, um mich zu reizen.27 Und siehe, ich streckte meine Hand wider dich aus und verkürzte das dir Bestimmte; und ich gab dich hin der Gier derer, die dich hassen, der Töchter der Philister, die sich vor deinem unzüchtigen {O. lasterhaften.} Wege schämen.28 Und du hurtest mit den Söhnen Assurs, weil du nie satt werden kannst; und du hurtest mit ihnen und wurdest auch nicht satt.29 Und du mehrtest deine Hurerei nach dem Krämerlande Chaldäa hin; und auch davon wurdest du nicht satt.30 Wie schmachtend ist dein Herz! spricht der Herr, Jahwe, indem du dieses alles tust, das Tun eines ausgelassenen Hurenweibes,31 indem du deine Gewölbe baust an jedem Scheidewege und deine Höhen auf allen Strassen machst. Und du warst nicht einmal wie eine Hure, indem du den Lohn verschmähtest;32 das ehebrecherische Weib nimmt statt ihres Mannes {Eig. unter ihrem Manne stehend; vergl. Kap. 23,5; 4. Mose 5,19.} Fremde an!33 Allen Huren gibt man Geschenke; du aber gabst deine Geschenke allen deinen Buhlen, und du beschenktest sie, damit sie von ringsumher zu dir kämen, um Hurerei mit dir zu treiben {Eig. um deiner Hurereien willen.}.34 Und es geschah bei dir das Umgekehrte von den Weibern bei deinen Hurereien, dass man nicht dir nachhurte; denn indem du Lohn gabst und dir kein Lohn gegeben wurde, bist du das Umgekehrte gewesen.35 Darum, Hure, höre das Wort Jahwes!36 So spricht der Herr, Jahwe: Weil deine Unreinigkeit ausgegossen und deine Blösse aufgedeckt worden ist in deinen Hurereien mit deinen Buhlen, und wegen all deiner greuelhaften Götzen und wegen des Blutes {Eig. und gemäss dem Blute.} deiner Kinder, die du ihnen gegeben hast:37 darum, siehe, werde ich alle deine Buhlen sammeln, denen du gefielst, und alle, die du geliebt, samt allen, die du gehasst hast. Und ich werde sie von ringsumher wider dich sammeln und deine Blösse vor ihnen aufdecken, so dass sie deine ganze Blösse sehen werden.38 Und ich werde dich richten nach den Rechten der Ehebrecherinnen und der Blutvergiesserinnen, und dich machen zum Blute des Grimmes und der Eifersucht.39 Und ich werde dich in ihre Hand geben, damit sie deine Gewölbe zerstören und deine Höhen niederreissen, und dir deine Kleider ausziehen und deine prächtigen Geschmeide nehmen und dich nackt und bloss liegen lassen.40 Und sie werden eine Versammlung wider dich heraufführen und dich steinigen, und werden dich mit ihren Schwertern durchbohren.41 Und sie werden deine Häuser mit Feuer verbrennen und Gerichte an dir üben vor den Augen vieler Weiber. Und so werde ich dich aufhören lassen, eine Hure zu sein, und du wirst auch keinen Lohn mehr geben.42 Und ich werde meinen Grimm an dir stillen, und mein Eifer wird von dir weichen; und ich werde ruhig sein und mich nicht mehr kränken. -43 Darum, dass du nicht gedacht hast der Tage deiner Jugend und mich durch alles dieses gereizt hast, siehe, so habe auch ich deinen Weg auf deinen Kopf gebracht, spricht der Herr, Jahwe, damit du nicht mehr diese Schandtat begehest {O. damit du nicht mehr Unzucht begehest.} zu allen deinen Greueln hinzu.44 Siehe, jeder Spruchredner wird über dich das Sprichwort reden und sprechen: Wie die Mutter, so ihre Tochter.45 Du bist die Tochter deiner Mutter, die ihren Mann und ihre Kinder verschmähte; und du bist die Schwester deiner Schwestern, die ihre Männer und ihre Kinder verschmähten. Eure Mutter war eine Hethiterin, und euer Vater ein Amoriter.46 Und deine grössere Schwester ist Samaria mit ihren Töchtern {d.i. Tochterstädten; so auch nachher.}, die zu deiner Linken wohnt; und deine Schwester, die kleiner ist als du, und die zu deiner Rechten wohnt, ist Sodom mit ihren Töchtern.47 Aber nicht auf ihren Wegen hast du gewandelt, und nicht nur ein wenig nach ihren Greueln getan; denn du hast verderbter gehandelt als sie auf allen deinen Wegen.48 So wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, Sodom, deine Schwester, sie und ihre Töchter haben nicht getan, wie du getan hast, du und deine Töchter!49 Siehe, dies war die Missetat Sodoms, deiner Schwester: Hoffart, Fülle von Brot und sorglose Ruhe hatte sie mit ihren Töchtern, aber die Hand des Elenden und des Armen stärkte sie nicht;50 und sie waren hochmütig und verübten Greuel vor meinem Angesicht. Und ich tat sie hinweg, sobald ich es sah.51 Und Samaria hat nicht gesündigt gleich der Hälfte deiner Sünden; und du hast deiner Greuel mehr gemacht als sie {d.i. Sodom und Samaria.}, und hast deine Schwestern gerechtfertigt durch alle deine Greuel, die du verübt hast.52 So trage auch du deine Schmach, welche du deinen Schwestern zuerkannt hast; durch deine Sünden, die du greulicher begangen hast als sie, sind sie gerechter als du. Und so werde auch du zu Schanden und trage deine Schmach, weil du deine Schwestern gerechtfertigt hast.53 Und ich werde ihre Gefangenschaft wenden, die Gefangenschaft Sodoms und ihrer Töchter und die Gefangenschaft Samarias und ihrer Töchter, und die Gefangenschaft deiner Gefangenen {O. und deine eigene Gefangenschaft.} in ihrer Mitte:54 auf dass du deine Schmach tragest und dich schämest alles dessen, was du getan hast, indem du sie tröstest.55 Und deine Schwestern, Sodom und ihre Töchter, werden zurückkehren zu ihrem früheren Stande; und Samaria und ihre Töchter werden zurückkehren zu ihrem früheren Stande; und auch du und deine Töchter, ihr werdet zurückkehren zu eurem früheren Stande.56 Und Sodom, deine Schwester, wurde nicht erwähnt {O. wurde nicht zur Predigt, Lehre.} in deinem Munde am Tage deiner Hoffärtigkeiten,57 ehe deine Bosheit aufgedeckt wurde, wie zur Zeit des Hohnes der Töchter Syriens und aller seiner Umgebungen, der Töchter der Philister, die dich verachteten ringsumher.58 Deine Unzucht und deine Greuel, du wirst sie tragen, spricht Jahwe.59 Denn so spricht der Herr, Jahwe: Ja, ich will dir tun, so wie du getan, die du den Eid verachtet und den Bund gebrochen hast {Eig. indem du den Bund brachtest.}. -60 Doch ich will gedenken {O. Doch gedenken will ich.} meines Bundes mit dir in den Tagen deiner Jugend, und will dir einen ewigen Bund errichten.61 Und du wirst deiner Wege gedenken und dich schämen, wenn du deine Schwestern empfangen wirst, die grösser sind als du, samt denen, die kleiner sind als du, und ich sie dir zu Töchtern geben werde, aber nicht infolge deines Bundes.62 Und ich werde meinen Bund mit dir errichten, und du wirst wissen, dass ich Jahwe bin:63 auf dass du eingedenk seiest und dich schämest, und den Mund nicht mehr auftuest wegen deiner Schmach, wenn ich dir alles vergebe, was du getan hast, spricht der Herr, Jahwe.

Kapitel 17

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, gib ein Rätsel auf und rede ein Gleichnis zu dem Hause Israel,3 und sprich: So spricht der Herr, Jahwe: Ein grosser Adler mit grossen Flügeln, langen Schwingen, voll buntfarbigen Gefieders, kam zum Libanon und nahm den Wipfel einer Zeder.4 Den obersten ihrer Schösslinge brach er ab und brachte ihn in ein Krämerland, in eine Stadt von Kaufleuten setzte er ihn.5 Und er nahm von dem Samen {d.h. von den Setzlingen.} des Landes und setzte ihn in ein Saatfeld, er brachte ihn zu vielen Wassern, behandelte ihn wie eine Weide {W. setzte ihn als Weide.}.6 Und er wuchs und wurde zu einem üppigen Weinstock von niedrigem Wuchse, damit seine Ranken sich zu ihm hin {d.h. zu dem Adler hin.} wendeten und seine Wurzeln unter ihm wären; und er wurde zu einem Weinstock und trieb Äste und breitete sein Laubwerk aus. -7 Und da war ein anderer grosser Adler mit grossen Flügeln und vielem Gefieder. Und siehe, von den Beeten seiner Pflanzung aus streckte dieser Weinstock seine Wurzeln lechzend zu ihm hin und breitete seine Ranken nach ihm aus, damit er ihn tränke.8 In ein gutes Feld, an vielen Wassern war er gepflanzt, um Zweige zu treiben und Frucht zu tragen, um zu einem herrlichen Weinstock zu werden.9 Sprich: So spricht der Herr, Jahwe: Wird er gedeihen? Wird man nicht seine Wurzeln ausreissen und seine Frucht abschneiden, so dass er verdorrt? Alle frischen Blätter seines Triebes werden verdorren; und nicht mit grossem Arme und zahlreichem Volke wird es möglich sein, ihn von seinen Wurzeln emporzuheben {d.h. ihm wieder aufzuhelfen; vergl. V.17.}.10 Und siehe, wenngleich er gepflanzt ist, wird er gedeihen? Wird er nicht, sobald der Ostwind ihn berührt, ganz verdorren? Auf den Beeten, wo er wächst, wird er verdorren.11 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:12 Sprich doch zu dem widerspenstigen Hause: Wisset ihr nicht, was das ist? Sprich: Siehe, der König von Babel {Vergl. 2. Kön. 24,11 usw.; Jer. 24,1; 29,2.} ist nach Jerusalem gekommen, und hat seinen König und seine Fürsten weggenommen und hat sie zu sich nach Babel geführt.13 Und er hat von dem königlichen Samen genommen und einen Bund mit ihm gemacht, und hat ihn einen Eid eingehen lassen; die Mächtigen des Landes aber hat er mitgenommen,14 damit das Königreich niedrig wäre, auf dass es sich nicht erhöbe, und damit er seinen Bund hielte, auf dass es bestände.15 Aber er empörte sich wider ihn, indem er seine Boten nach Ägypten sandte, damit es ihm Rosse und viel Volks gäbe. Wird er gedeihen? Wird er, der solches getan hat, entrinnen? Da er den Bund gebrochen hat, sollte er entrinnen?16 So wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, wenn er nicht an dem Orte des Königs, der ihn zum König gemacht hat, dessen Eid er verachtet und dessen Bund er gebrochen hat, bei ihm in Babel sterben wird!17 Und nicht wird der Pharao mit einem grossen Heere und mit einer zahlreichen Schar für ihn etwas ausrichten im Kriege, wenn man einen Wall aufschüttet und Belagerungstürme baut, um viele Seelen auszurotten {Vergl. Jer. 34. 21; 37,5.}.18 Da er den Eid verachtet und den Bund gebrochen hat - und siehe, er hatte seine Hand darauf gegeben und tat dennoch alles dieses, - so wird er nicht entrinnen.19 Darum spricht der Herr, Jahwe, also: So wahr ich lebe, wenn ich nicht meinen Eid, den er verachtet, und meinen Bund, den er gebrochen hat, ihm auf seinen Kopf bringe!20 Und ich will mein Netz über ihn ausbreiten, und in meinem Garne wird er gefangen werden; und ich will ihn nach Babel bringen und daselbst mit ihm rechten wegen seiner Treulosigkeit, die er gegen mich begangen hat.21 Und alle seine Flüchtlinge unter allen seinen Scharen, sie werden durchs Schwert fallen, und die Übriggebliebenen in alle Winde zerstreut werden. Und ihr werdet wissen, dass ich, Jahwe, geredet habe.22 So spricht der Herr, Jahwe: Und ich werde von dem Wipfel der hohen Zeder einen Schössling nehmen und ihn setzen; von dem obersten ihrer Schösslinge werde ich einen zarten abbrechen und ihn pflanzen auf einen hohen und erhabenen Berg.23 Auf den hohen Berg {Vergl. Kap. 20,40.} Israels werde ich ihn pflanzen; und er wird Zweige treiben und Frucht tragen und zu einer herrlichen Zeder werden; und unter ihr werden alle Vögel wohnen, alles Geflügelte: Im Schatten ihrer Zweige werden sie wohnen.24 Und alle Bäume des Feldes werden erkennen, dass ich, Jahwe, den hohen Baum erniedrigt, den niedrigen Baum erhöht habe, den grünen Baum verdorren und den dürren Baum grünen {Eig. treiben, blühen.} liess. Ich, Jahwe, habe geredet und werde es tun.

Kapitel 18

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Was habt ihr, dass ihr diesen Spruch im Lande Israel gebrauchet und sprechet: Die Väter essen Herlinge, und die Zähne der Söhne werden stumpf?3 So wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, wenn ihr ferner diesen Spruch in Israel gebrauchen sollt!4 Siehe, alle Seelen sind mein; wie die Seele des Vaters, so auch die Seele des Sohnes: Sie sind mein; die Seele, welche sündigt, die soll sterben {Vergl. Jer. 31,29. 30.}.5 Und wenn jemand gerecht ist und Recht und Gerechtigkeit übt,6 auf den Bergen nicht isset und seine Augen nicht erhebt zu den Götzen des Hauses Israel, und das Weib seines Nächsten nicht verunreinigt und dem Weibe in ihrer Unreinigkeit nicht naht,7 und niemand bedrückt, sein Schuldpfand zurückgibt, keinen Raub begeht, sein Brot dem Hungrigen gibt und den Nackten mit Kleidung bedeckt,8 auf Zins nicht gibt und Wucher {Eig. Aufschlag bei der Rückerstattung entlehnter Naturerzeugnisse; so auch V.13.} nicht nimmt, seine Hand vom Unrecht zurückhält, der Wahrheit gemäss zwischen Mann und Mann richtet,9 in meinen Satzungen wandelt und meine Rechte hält, um nach Wahrheit zu handeln: der ist gerecht; er soll gewisslich leben, spricht der Herr, Jahwe. -10 Zeugt er aber einen gewalttätigen Sohn, der Blut vergiesst und irgend eines von diesen tut -11 er selbst aber hat alles dieses nicht getan - wenn er sogar auf den Bergen isset, und das Weib seines Nächsten verunreinigt,12 den Elenden und den Armen bedrückt, Raub begeht, das Pfand nicht zurückgibt, und seine Augen zu den Götzen erhebt, Greuel verübt,13 auf Zins gibt und Wucher nimmt: sollte er leben? Er soll nicht leben! Alle diese Greuel hat er verübt: er soll gewisslich getötet werden, sein Blut soll auf ihm sein. -14 Und siehe, es zeugt einer einen Sohn, und dieser sieht alle Sünden seines Vater, die er tut; er sieht sie und tut nicht dergleichen:15 er isset nicht auf den Bergen und erhebt nicht seine Augen zu den Götzen des Hauses Israel, er verunreinigt nicht das Weib seines Nächsten,16 und er bedrückt niemand, nimmt kein Pfand und begeht keinen Raub, er gibt dem Hungrigen sein Brot und bedeckt den Nackten mit Kleidung,17 er hält seine Hand von dem Elenden zurück, nimmt weder Zins noch Wucher, er tut meine Rechte, wandelt in meinen Satzungen: der wird nicht wegen der Ungerechtigkeit seines Vaters sterben; er soll gewisslich leben.18 Sein Vater, weil er Erpressung {O. Gewalttat.} verübt, Raub am Bruder begangen, und was nicht gut war inmitten seines Volkes getan hat: siehe, der soll wegen seiner Ungerechtigkeit sterben.19 Und sprechet ihr: Warum trägt der Sohn die Ungerechtigkeit des Vaters nicht mit? Der Sohn hat ja Recht und Gerechtigkeit geübt, hat alle meine Satzungen gehalten und sie getan: er soll gewisslich leben.20 Die Seele, welche sündigt, die soll sterben. Ein Sohn soll nicht die Ungerechtigkeit des Vaters mittragen, und ein Vater nicht die Ungerechtigkeit des Sohnes mittragen; die Gerechtigkeit des Gerechten soll auf ihm sein, und die Gesetzlosigkeit des Gesetzlosen soll auf ihm sein.21 Wenn aber der Gesetzlose umkehrt von allen seinen Sünden, die er getan hat, und alle meine Satzungen hält und Recht und Gerechtigkeit übt, so soll er gewisslich leben, er soll nicht sterben.22 Aller seiner Übertretungen, die er begangen hat, soll ihm nicht gedacht werden; wegen seiner Gerechtigkeit, die er geübt hat, soll er leben.23 Habe ich irgendwie Gefallen an dem Tode des Gesetzlosen, spricht der Herr, Jahwe? nicht vielmehr daran, dass er von seinen Wegen umkehre und lebe?24 Wenn aber ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit umkehrt und unrecht tut, nach all den Greueln tut, die der Gesetzlose verübt hat, sollte er leben? aller seiner gerechten Taten {W. Gerechtigkeiten.}, die er getan hat, soll nicht gedacht werden; wegen seiner Treulosigkeit, die er begangen, und wegen seiner Sünde, die er getan hat, wegen dieser soll er sterben. -25 Und ihr sprechet: Der Weg des Herrn ist nicht recht. Höret doch, Haus Israel: Ist mein Weg nicht recht? Sind nicht vielmehr eure Wege nicht recht?26 Wenn ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit umkehrt und unrecht tut, und um deswillen stirbt, so stirbt er wegen seines Unrechts, das er getan hat.27 Wenn aber ein Gesetzloser umkehrt von seiner Gesetzlosigkeit, die er begangen hat, und Recht und Gerechtigkeit übt: er wird seine Seele am Leben erhalten.28 Sieht er es ein und kehrt er um von allen seinen Übertretungen, die er begangen hat, so soll er gewisslich leben, er soll nicht sterben. -29 Aber das Haus Israel spricht: Der Weg des Herrn ist nicht recht. Sind meine Wege nicht recht, Haus Israel? Sind nicht vielmehr eure Wege nicht recht?30 Darum werde ich euch richten, Haus Israel, einen jeden nach seinen Wegen, spricht der Herr, Jahwe. Kehret um, und wendet euch ab von allen euren Übertretungen, dass es euch nicht ein Anstoss zur Missetat werde;31 werfet von euch alle eure Übertretungen, womit ihr übertreten habt, und schaffet euch ein neues Herz und einen neuen Geist! denn warum wollt ihr sterben, Haus Israel?32 Denn ich habe kein Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der Herr, Jahwe. So kehret um und lebet!

Kapitel 19

1 Und du, erhebe ein Klagelied über die Fürsten Israels2 und sprich: Welch eine Löwin war deine Mutter! Zwischen Löwen lagerte sie, unter jungen Löwen zog sie ihre Jungen gross {O. Warum lagerte deine Mutter, eine Löwin, zwischen Löwen, zog unter ... gross?.}.3 Und sie zog eines von ihren Jungen auf, es wurde ein junger Löwe; und er lernte Raub rauben, er frass Menschen.4 Und die Völker {Anderswo mit "Nationen" übersetzt.} hörten von ihm, in ihrer Grube wurde er gefangen; und sie brachten ihn mit Nasenringen {Eig. Haken (welche durch die Nase gezogen wurde); dasselbe Wort wie Hiob 40,21.} in das Land Ägypten.5 Und als sie sah, dass ihre Hoffnung dahin, verloren war, da nahm sie ein anderes von ihren Jungen, machte es zu einem jungen Löwen.6 Und es wandelte unter Löwen, wurde ein junger Löwe; und er lernte Raub rauben, er frass Menschen.7 Und er zerstörte ihre Paläste {So mit geringer Veränderung. Im hebr. Text steht: Und er kannte ihre Paläste (oder Schlösser).}, verheerte ihre Städte; und das Land und seine Fülle entsetzte sich {O. verödete.} vor der Stimme seines Gebrülls.8 Da stellten sich gegen ihn die Völker {Anderswo mit "Nationen" übersetzt.} ringsum aus den Landschaften; und sie breiteten ihr Netz über ihn aus, in ihrer Grube wurde er gefangen.9 Und sie setzten ihn mit Nasenringen {Eig. Haken (welche durch die Nase gezogen wurde); dasselbe Wort wie Hiob 40,21.} in den Käfig und brachten ihn zu dem König von Babel; sie brachten ihn in eine der Festen, auf dass seine Stimme nicht mehr gehört würde auf den Bergen Israels.10 Deine Mutter war wie ein Weinstock, gleich dir {And. üb.: zur Zeit deiner Ruhe.} an Wassern gepflanzt; von vielen Wassern wurde er fruchtbar und voll Ranken.11 Und er bekam starke Zweige zu Herrscherzeptern, und sein Wuchs erhob sich bis zwischen die Wolken; und er wurde sichtbar durch seine Höhe, durch die Menge seiner Äste.12 Da wurde er ausgerissen im Grimm, zu Boden geworfen, und der Ostwind dörrte seine Frucht; seine starken Zweige wurden abgerissen und dürr, Feuer verzehrte sie.13 Und nun ist er in die Wüste gepflanzt, in ein dürres und durstiges Land.14 Und ein Feuer ist ausgegangen vom Gezweige seiner Ranken, hat seine Frucht verzehrt; und an ihm ist kein starker Zweig mehr, kein Zepter zum Herrschen. Das ist ein Klagelied und wird zum Klageliede.

Kapitel 20

1 Und es geschah im siebten Jahre, im fünften Monat, am Zehnten des Monats, da kamen Männer von den Ältesten Israels, um Jahwe zu befragen; und sie setzten sich vor mir nieder.2 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:3 Menschensohn, rede zu den Ältesten Israels und sprich zu ihnen: So spricht der Herr, Jahwe: Um mich zu befragen, seid ihr gekommen? So wahr ich lebe, wenn ich mich von euch befragen lasse! spricht der Herr, Jahwe.4 Willst du sie richten? willst du richten, Menschensohn? Tue ihnen kund die Greuel ihrer Väter5 und sprich zu ihnen: So spricht der Herr, Jahwe: An dem Tage, da ich Israel erwählte, und ich meine Hand dem Samen des Hauses Jakob erhob {d.h. zum Schwure.}, und ihnen im Lande Ägypten mich kundgab, und meine Hand ihnen erhob und sprach: Ich bin Jahwe, euer Gott -6 an jenem Tage erhob ich ihnen meine Hand, dass ich sie aus dem Lande Ägypten führen würde in ein Land, welches ich für sie erspäht hatte, das von Milch und Honig fliesst; die Zierde ist es von allen Ländern.7 Und ich sprach zu ihnen: Werfet ein jeder die Scheusale seiner Augen weg, und verunreiniget euch nicht mit den Götzen Ägyptens; ich bin Jahwe, euer Gott.8 Aber sie waren widerspenstig gegen mich und wollten nicht auf mich hören; keiner warf die Scheusale seiner Augen weg, und von den Götzen Ägyptens liessen sie nicht. Da gedachte ich meinen Grimm über sie auszugiessen, meinen Zorn an ihnen zu vollenden mitten im Lande Ägypten.9 Aber ich handelte um meines Namens willen, auf dass er nicht entweiht würde vor den Augen der Nationen, in deren Mitte sie waren, vor deren Augen ich mich ihnen kundgegeben hatte, um sie aus dem Lande Ägypten zu führen;10 und ich führte sie aus dem Lande Ägypten und brachte sie in die Wüste.11 Und ich gab ihnen meine Satzungen und tat ihnen meine Rechte kund, durch welche der Mensch, wenn er sie tut, leben wird.12 Und auch meine Sabbate gab ich ihnen, damit sie zum Denkzeichen wären zwischen mir und ihnen, auf dass sie wissen {O. erkennen, erfahren; so auch nachher.} möchten, dass ich Jahwe bin, der sie heiligt {O. dass ich, Jahwe, sie heilige.}. -13 Aber das Haus Israel war widerspenstig gegen mich in der Wüste; sie wandelten nicht in meinen Satzungen und verwarfen meine Rechte, durch welche der Mensch, wenn er sie tut, leben wird; und sie entweihten meine Sabbate sehr. Da gedachte ich meinen Grimm über sie auszugiessen in der Wüste, um sie zu vernichten.14 Aber ich handelte um meines Namens willen, auf dass er nicht entweiht würde vor den Augen der Nationen, vor deren Augen ich sie ausgeführt hatte.15 Und ich erhob ihnen auch {Eig. Und ich, derselbe, erhob ihnen; so auch V.23.} meine Hand in der Wüste, dass ich sie nicht in das Land bringen würde, welches ich ihnen gegeben hatte, das von Milch und Honig fliesst; die Zierde ist es von allen Ländern:16 weil sie meine Rechte verwarfen und in meinen Satzungen nicht wandelten und meine Sabbate entweihten; denn ihr Herz wandelte ihren Götzen nach.17 Aber mein Auge schonte ihrer, dass ich sie nicht verderbte und ihnen nicht den Garaus machte in der Wüste.18 Und ich sprach zu ihren Kindern in der Wüste: Wandelt nicht in den Satzungen eurer Väter, und haltet ihre Rechte nicht, und verunreiniget euch nicht mit ihren Götzen.19 Ich bin Jahwe, euer Gott: wandelt in meinen Satzungen, und haltet meine Rechte und tut sie;20 und heiliget meine Sabbate, damit sie zum Denkzeichen seien zwischen mir und euch, auf dass ihr wisset, dass ich Jahwe bin, euer Gott. -21 Aber die Kinder waren widerspenstig gegen mich; sie wandelten nicht in meinen Satzungen und hielten meine Rechte nicht, um sie zu tun, durch welche der Mensch, wenn er sie tut, leben wird; sie entweihten meine Sabbate. Da gedachte ich, meinen Grimm über sie auszugiessen, meinen Zorn an ihnen zu vollenden in der Wüste.22 Aber ich zog meine Hand zurück, und handelte um meines Namens willen, auf dass er nicht entweiht würde vor den Augen der Nationen, vor deren Augen ich sie ausgeführt hatte.23 Auch erhob ich ihnen meine Hand in der Wüste, dass ich sie unter die Nationen versprengen und sie in die Länder zerstreuen würde,24 weil sie meine Rechte nicht taten und meine Satzungen verwarfen und meine Sabbate entweihten, und ihre Augen hinter den Götzen ihrer Väter her waren.25 Und auch ich gab ihnen Satzungen, die nicht gut waren, und Rechte, durch welche sie nicht leben konnten.26 Und ich verunreinigte sie durch ihre Gaben, indem sie alles, was die Mutter bricht, durch das Feuer gehen liessen: auf dass ich sie verwüstete {O. zum Entsetzen brächte.}, damit sie wissen möchten, dass ich Jahwe bin.27 Darum, Menschensohn, rede zum Hause Israel und sprich zu ihnen: So spricht der Herr, Jahwe: Auch noch dadurch haben eure Väter mich geschmäht {O. verlästert.}, als sie Treulosigkeit gegen mich begingen:28 Als ich sie in das Land gebracht, welches ihnen zu geben ich meine Hand erhoben hatte, ersahen sie jeden hohen Hügel und jeden dichtbelaubten Baum; und sie opferten daselbst ihre Schlachtopfer, und gaben daselbst ihre Ärger erregenden Opfergaben {W. die Kränkung (oder Reizung) ihrer Opfergaben.}, und brachten daselbst den Duft ihrer Wohlgerüche dar, und spendeten daselbst ihre Trankopfer.29 Und ich sprach zu ihnen: Was ist das für eine Höhe, wohin ihr gehet? Und ihr Name wird Bama {Höhe.} genannt bis auf diesen Tag. -30 Darum sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr, Jahwe: Wie? ihr verunreiniget euch auf dem Wege eurer Väter und huret ihren Scheusalen nach;31 und ihr verunreiniget euch bis auf diesen Tag an allen euren Götzen durch das Darbringen {Eig. Erheben.} eurer Gaben, indem ihr eure Kinder durch das Feuer gehen lasset! und ich sollte mich von euch befragen lassen, Haus Israel? So wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, wenn ich mich von euch befragen lasse!32 Und was in eurem Geiste aufgestiegen ist, wird keineswegs geschehen, dass ihr sprechet: Wir wollen sein wie die Nationen und wie die Geschlechter der Länder, indem wir Holz und Stein dienen.33 So wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, wenn ich nicht mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit ausgegossenem Grimm über euch regieren werde!34 Und ich werde euch herausführen aus den Völkern und euch aus den Ländern sammeln, in welche ihr zerstreut worden seid, mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit ausgegossenem Grimm.35 Und ich werde euch in die Wüste der Völker bringen und daselbst mit euch rechten von Angesicht zu Angesicht;36 wie ich mit euren Vätern gerechtet habe in der Wüste des Landes Ägypten, also werde ich mit euch rechten, spricht der Herr, Jahwe.37 Und ich werde euch unter dem Stabe hindurchziehen lassen {wie der Hirt, um die Schafe zu zählen; vergl. 3. Mose 27,32; Jer. 33,13.}, und euch in das Band des Bundes bringen.38 Und ich werde die Empörer und die von mir Abgefallenen von euch ausscheiden; ich werde sie herausführen aus dem Lande ihrer Fremdlingschaft, aber in das Land Israel soll keiner von ihnen kommen. Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin.39 Ihr denn, Haus Israel, so spricht der Herr, Jahwe: Gehet hin, dienet ein jeder seinen Götzen. Aber nachher - wahrlich, ihr werdet auf mich hören, und werdet meinen heiligen Namen nicht mehr entweihen mit euren Gaben und mit euren Götzen.40 Denn auf meinem heiligen Berge, auf dem hohen Berge Israels, spricht der Herr, Jahwe, daselbst wird mir das ganze Haus Israel insgesamt dienen im Lande; daselbst werde ich sie wohlgefällig annehmen, und daselbst werde ich eure Hebopfer fordern und die Erstlinge eurer Gaben, in allen euren geheiligten Dingen.41 Als einen lieblichen Geruch werde ich euch wohlgefällig annehmen, wenn ich euch aus den Völkern herausführe und euch aus den Ländern sammle, in welche ihr zerstreut worden seid, und ich mich vor den Augen der Nationen an euch heilige {d.h. mich heilig erweise.}.42 Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin, wenn ich euch in das Land Israel bringe, in das Land, welches euren Vätern zu geben ich meine Hand erhoben habe.43 Und ihr werdet daselbst eurer Wege und all eurer Handlungen gedenken, durch welche ihr euch verunreinigt habt; und ihr werdet Ekel an euch selbst empfinden wegen all eurer Übeltaten, die ihr begangen habt.44 Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin, wenn ich mit euch handle um meines Namens willen, und nicht nach euren bösen Wegen und nach euren verderbten Handlungen, Haus Israel, spricht der Herr, Jahwe.

Kapitel 21

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, richte dein Angesicht gegen Süden und rede {Eig. träufle deine Worte.} gegen Mittag, und weissage über den Wald des Gefildes im Süden {Das hebr. Wort bezeichnet stets den Süden Palästinas.}3 und sprich zu dem Walde des Südens: Höre das Wort Jahwes! So spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich will in dir ein Feuer anzünden, welches jeden grünen Baum und jeden dürren Baum in dir verzehren wird; die lodernde Flamme wird nicht erlöschen, und vom Süden bis zum Norden werden alle Angesichter dadurch versengt werden.4 Und alles Fleisch soll sehen, dass ich, Jahwe, es angezündet habe; es wird nicht erlöschen.5 Und ich sprach: Ach, Herr, Jahwe! sie sagen von mir: Redet er nicht in Gleichnissen?6 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:7 Menschensohn, richte dein Angesicht gegen Jerusalem und rede {Eig. träufle deine Worte.} über die Heiligtümer, und weissage über das Land Israel;8 und sprich zu dem Lande Israel: So spricht Jahwe: Siehe, ich will an dich, und will mein Schwert aus seiner Scheide ziehen; und ich will aus dir ausrotten den Gerechten und den Gesetzlosen!9 Darum, weil ich aus dir den Gerechten und den Gesetzlosen ausrotten will, darum soll mein Schwert aus seiner Scheide fahren wider alles Fleisch vom Süden bis zum Norden.10 Und alles Fleisch wird wissen, dass ich, Jahwe, mein Schwert aus seiner Scheide gezogen habe; es soll nicht wieder zurückkehren.11 Und du, Menschensohn, seufze, dass die Hüften brechen {Eig. mit Brechen der Hüften, d.h. mit einem Schmerze, der die Hüften brechen könnte.}, und mit bitterem Schmerze seufze vor ihren Augen!12 Und es soll geschehen, wenn sie zu dir sprechen: Warum seufzest du? so sollst du sprechen: Wegen des kommenden Gerüchtes {W. Wegen des Gerüchtes, weil es kommt.}; und jedes Herz wird zerschmelzen, und alle Hände werden erschlaffen, und jeder Geist wird verzagen, und alle Knie werden zerfliessen wie Wasser; siehe, es kommt und wird geschehen, spricht der Herr, Jahwe.13 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:14 Menschensohn, weissage und sprich: So spricht der Herr: Sprich: Ein Schwert, ein Schwert, geschärft und auch geschliffen!15 Damit es eine Schlachtung anrichte, ist es geschärft; damit es blitze, ist es geschliffen. Oder sollen wir uns freuen und sagen: Das Zepter meines Sohnes verachtet alles Holz?16 Aber man hat es zu schleifen gegeben, um es in der Hand zu führen. Das Schwert, geschärft ist es und geschliffen, um es in die Hand des Würgers zu geben.17 Schreie und heule, Menschensohn! denn es ist gegen mein Volk, es ist gegen alle Fürsten Israels: samt meinem Volke sind sie dem Schwerte verfallen; darum schlage dich auf die Lenden.18 Denn die Probe ist gemacht; und was? wenn sogar das verachtende Zepter nicht mehr sein wird {O. zu nichts wird.}? spricht der Herr, Jahwe. -19 Und du, Menschensohn, weissage und schlage die Hände zusammen; denn das Schwert, das Schwert der Erschlagenen, wird sich ins Dreifache vervielfältigen; es ist das Schwert des erschlagenen Grossen {Vergl. V.30.}, welches sie umkreist.20 Damit das Herz zerfliesse und viele hinstürzen {W. und die Anstösse sich mehren.}, habe ich das schlachtende Schwert wider alle ihre Tore gerichtet. Wehe! Zum Blitzen ist es gemacht, zum Schlachten geschärft {And.: gezückt.}.21 Nimm dich zusammen nach rechts, richte dich nach links, wohin deine Schneide bestimmt ist!22 Und auch ich will meine Hände zusammenschlagen und meinen Grimm stillen. Ich, Jahwe, habe geredet.23 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:24 Und du, Menschensohn, machte dir zwei Wege, auf welchen das Schwert des Königs von Babel kommen soll {Eig. damit das Schwert ... komme (wie V.25).}: von einem Lande sollen sie beide ausgehen; und zeichne einen Wegweiser, am Anfang des Weges nach der Stadt zeichne ihn.25 Du sollst einen Weg machen, damit das Schwert nach Rabbath der Kinder Ammon komme, und nach Juda in das befestigte Jerusalem.26 Denn der König von Babel bleibt am Kreuzwege stehen, am Anfang der beiden Wege, um sich wahrsagen zu lassen {Eig. um Wahrsagung vorzunehmen.}; er schüttelt die Pfeile, befragt die Teraphim, beschaut die Leber.27 In seine Rechte fällt {Eig. wird, kommt.} die Wahrsagung {O. das Los.} "Jerusalem" {d.h. die Wahrsagung, die sich auf Jerusalem bezieht.}, dass er Sturmböcke aufstelle, den Mund auftue mit Geschrei, die Stimme erhebe mit Feldgeschrei, Sturmböcke gegen die Tore aufstelle, Wälle aufschütte und Belagerungstürme baue. -28 Und es wird ihnen wie eine falsche Wahrsagung in ihren Augen sein; Eide um Eide {Eig. Eide der Eide, d.h. die stärksten Eide.} haben sie; er aber wird die Ungerechtigkeit {O. Missetat, Schuld.} in Erinnerung bringen, auf dass sie ergriffen werden.29 Darum, so spricht der Herr, Jahwe: Weil ihr eure Ungerechtigkeit {O. Missetat, Schuld.} in Erinnerung bringet, indem eure Übertretungen offenbar werden, so dass eure Sünden in allen euren Handlungen zum Vorschein kommen - weil ihr in Erinnerung kommet, werdet ihr von der Hand {d.i. des Würgers (V.16).} ergriffen werden.30 Und du, Unheiliger, Gesetzloser, Fürst Israels, dessen Tag gekommen ist zur Zeit der Ungerechtigkeit des Endes!31 so spricht der Herr, Jahwe: Hinweg mit dem Kopfbund {d.h. des Hohenpriesters.} und fort mit der Krone! Dies wird nicht mehr sein {Eig. Dieses wird nicht mehr dieses sein.}. Das Niedrige werde erhöht und das Hohe erniedrigt!32 Umgestürzt, umgestürzt, umgestürzt will ich sie machen; auch dies wird nicht mehr sein - bis der kommt, welchem das Recht gehört: dem werde ich's geben.33 Und du, Menschensohn, weissage und sprich: So spricht der Herr, Jahwe, über die Kinder Ammon und über ihren Hohn; und sprich: Ein Schwert, ein Schwert, zur Schlachtung gezückt, geschliffen, damit es fresse, damit es blitze34 (während man dir Eitles {O. Nichtiges, Falsches; so auch Kap. 22,28.} schaut, während man dir Lügen wahrsagt), um dich zu den Hälsen der erschlagenen Gesetzlosen zu legen, deren Tag gekommen ist zur Zeit der Ungerechtigkeit des Endes!35 Stecke es wieder in seine Scheide! An dem Orte, wo du geschaffen bist, in dem Lande deines Ursprungs, werde ich dich richten.36 Und ich werde meinen Zorn über dich ausgiessen, das Feuer meines Grimmes wider dich anfachen; und ich werde dich in die Hand roher {Eig. viehischer.} Menschen geben, welche Verderben schmieden.37 Du wirst dem Feuer zum Frasse werden, dein Blut wird inmitten des Landes sein; deiner wird nicht mehr gedacht werden. Denn ich, Jahwe, habe geredet.

Kapitel 22

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Und du, Menschensohn, willst du richten, willst du richten die Stadt der Blutschuld? So tue ihr kund alle ihre Greuel3 und sprich: so spricht der Herr, Jahwe: Stadt, die Blut vergiesst in ihrer Mitte, damit ihre Zeit komme, und welche sich {Eig. bei sich.} Götzen macht, um sich zu verunreinigen!4 durch dein Blut, das du vergossen, hast du dich verschuldet, und durch deine Götzen, die du gemacht, hast du dich verunreinigt; und du hast deine Tage herbeigeführt und bist zu deinen Jahren gekommen. Darum habe ich dich den Nationen zum Hohne gemacht und allen Ländern zum Spott.5 Die Nahen und die von dir Entfernten werden dich verspotten als befleckten Namens {d.h. befleckten Rufes.} und reich an Verwirrung. -6 Siehe, in dir waren die Fürsten Israels, ein jeder nach seiner Kraft, um Blut zu vergiessen.7 Vater und Mutter verachteten sie {d.h. die ganze Bevölkerung; wie V.10. 12..} in dir, an dem Fremdling handelten sie gewalttätig in deiner Mitte, Waisen und Witwen bedrückten sie in dir.8 Meine heiligen Dinge hast du verachtet und meine Sabbate entweiht.9 Verleumder waren in dir, um Blut zu vergiessen; und auf den Bergen in dir haben sie {d.h. die ganze Bevölkerung; wie V.10. 12..} gegessen, sie haben in deiner Mitte Schandtaten verübt.10 In dir hat man die Blösse des Vaters aufgedeckt, in dir haben sie die Unreine in ihrer Unreinigkeit geschwächt.11 Und der eine hat Greuel verübt mit dem Weibe seines Nächsten, und der andere hat seine Schwiegertochter durch Schandtat verunreinigt, und ein anderer hat in dir seine Schwester, die Tochter seines Vaters, geschwächt.12 In dir haben sie Geschenke genommen, um Blut zu vergiessen; du hast Zins und Wucher {S. die Anm. zu Kap. 18,8.} genommen und deinen Nächsten mit Gewalt übervorteilt. Mich aber hast du vergessen, spricht der Herr, Jahwe.13 Und siehe, ich schlage in meine Hand {als Zeichen der Entrüstung.} wegen deines unrechtmässigen Gewinnes, den du gemacht hast, und über deine Blutschuld, die in deiner Mitte ist.14 Wird dein Herz feststehen, oder werden deine Hände stark sein an dem Tage, da ich mit dir handeln werde? Ich, Jahwe, habe geredet und werde es tun.15 Und ich werde dich versprengen unter die Nationen und dich zerstreuen in die Länder und deine Unreinigkeit gänzlich aus dir wegschaffen.16 Und du wirst durch dich selbst entweiht werden vor den Augen der Nationen; und du wirst wissen {O. erkennen, erfahren; so auch nachher.}, dass ich Jahwe bin.17 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:18 Menschensohn, das Haus Israel ist mir zu Schlacken geworden; sie alle sind Erz und Zinn und Eisen und Blei im Schmelzofen; Silberschlacken sind sie geworden.19 Darum, so spricht der Herr, Jahwe: Weil ihr alle zu Schlacken geworden seid, darum, siehe, werde ich euch in Jerusalem zusammentun.20 Wie man Silber und Erz und Eisen und Blei und Zinn in einen Schmelzofen zusammentut, um Feuer darüber anzublasen zum Schmelzen, also werde ich euch in meinem Zorn und in meinem Grimm zusammentun und euch hineinlegen und schmelzen.21 Und ich werde euch sammeln und das Feuer meines Grimmes über euch anblasen, dass ihr in Jerusalem {W. in ihr.} geschmolzen werdet.22 Wie Silber im Ofen geschmolzen wird, also werdet ihr in Jerusalem {W. in ihr.} geschmolzen werden. Und ihr werdet wissen, dass ich, Jahwe, meinen Grimm über euch ausgegossen habe.23 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:24 Menschensohn, sprich zu ihm: Du bist ein Land, das nicht beschienen {And. üb.: gereinigt.}, nicht beregnet wird {O. ist.} am Tage des Zornes.25 Verschwörung seiner Propheten {And. l.: seiner Fürsten.} ist in ihm; gleich einem brüllenden Löwen, der Beute zerreisst, fressen sie Seelen, nehmen Reichtum und Kostbarkeiten, mehren {Eig. haben sie gefressen ... nahmen ... haben gemehrt usw., bis Schluss von V.29.} seine Witwen in seiner Mitte.26 Seine Priester tun meinem Gesetze Gewalt an und entweihen meine heiligen Dinge; zwischen Heiligem und Unheiligem unterscheiden sie nicht, und den Unterschied zwischen Unreinem und Reinem tun sie nicht kund; und vor meinen Sabbaten verhüllen sie ihre Augen, und ich werde in ihrer Mitte entheiligt.27 Seine Fürsten in ihm sind wie Wölfe, die Beute zerreissen, indem sie Blut vergiessen, Seelen vertilgen, um unrechtmässigen Gewinn zu erlangen.28 Und seine Propheten bestreichen ihnen {den Priestern und den Fürsten.} alles mit Tünche, indem sie Eitles schauen und ihnen Lügen wahrsagen und sprechen: So spricht der Herr, Jahwe! und doch hat Jahwe nicht geredet.29 Das Volk des Landes {d.i. das geringe Volk.} verübt Erpressung {O. Gewalttat.} und begeht Raub; und den Elenden und Dürftigen bedrücken sie, und den Fremdling übervorteilen {O. vergewaltigen.} sie widerrechtlich.30 Und ich suchte einen Mann unter ihnen, der die Mauer zumauern und vor mir in den Riss treten möchte für das Land, auf dass ich es nicht verderbte; aber ich fand keinen.31 Und ich giesse meinen Zorn über sie aus, vernichte sie durch das Feuer meines Grimmes; ich bringe ihren Weg auf ihren Kopf, spricht der Herr, Jahwe.

Kapitel 23

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, es waren zwei Weiber, Töchter einer Mutter.3 Und sie hurten in Ägypten, in ihrer Jugend hurten sie; dort wurden ihre Brüste gedrückt, und dort betastete man ihren jungfräulichen Busen.4 Und ihre Namen sind Ohola {ihr Zelt.}, die grössere, und Oholiba {mein Zelt in ihr.}, ihre Schwester. Und sie wurden mein und gebaren Söhne und Töchter; und was ihre Namen betrifft: Samaria ist Ohola, und Jerusalem ist Oholiba.5 Und Ohola hurte, als sie unter mir war. Und sie entbrannte gegen ihre Buhlen, gegen die Assyrer, die nahe waren,6 gekleidet in Purpurblau, Landpfleger und Statthalter, allesamt anmutige Jünglinge {O. Auserlesene, d.h. junge, kräftige Männer; so auch V.12. 23..}, Reiter, auf Rossen reitend.7 Und sie richtete ihre Hurereien auf sie, die Auswahl der Söhne Assurs insgesamt; und mit allen, gegen welche sie entbrannte, mit allen deren Götzen verunreinigte sie sich.8 Und auch ihre Hurereien von Ägypten her liess sie nicht; denn sie hatten bei ihr gelegen in ihrer Jugend, und hatten ihren jungfräulichen Busen betastet und ihre Hurerei über sie ausgegossen.9 Darum habe ich sie in die Hand ihrer Buhlen gegeben, in die Hand der Söhne Assurs, gegen welche sie entbrannt war.10 Sie deckten ihre Blösse auf, nahmen ihre Söhne und ihre Töchter weg, und sie selbst töteten sie mit dem Schwerte; und so wurde sie berüchtigt unter den Weibern, und man übte Gerichte an ihr.11 Und ihre Schwester Oholiba sah es, und sie trieb ihre Lüsternheit ärger als sie, und ihre Hurereien weiter als die Hurereien ihrer Schwester.12 Sie entbrannte gegen die Söhne Assurs, Landpfleger und Statthalter, die nahe waren, prächtig gekleidet, Reiter, auf Rossen reitend, allesamt anmutige Jünglinge.13 Und ich sah, dass sie sich verunreinigt hatte: einerlei Weg hatten beide.14 Aber sie trieb ihre Hurereien noch weiter; denn sie sah Männer, an die Wand gezeichnet, Bilder von Chaldäern, mit Zinnober gezeichnet,15 mit Gürteln an ihren Hüften gegürtet, überhängende Mützen {O. Turbane.} auf ihren Häuptern, von Aussehen Ritter {O. vornehme Krieger.} insgesamt, ähnlich den Söhnen Babels in Chaldäa, ihrem Geburtslande;16 und sie entbrannte gegen sie, als ihre Augen sie sahen, und sie sandte Boten zu ihnen nach Chaldäa.17 Und die Söhne Babels kamen zu ihr zum Liebeslager und verunreinigten sie durch ihre Hurerei. Und als sie sich an ihnen verunreinigt hatte, riss sich ihre Seele von ihnen los.18 Und als sie ihre Hurereien aufdeckte und ihre Blösse aufdeckte, da riss sich meine Seele von ihr los, so wie meine Seele sich von ihrer Schwester losgerissen hatte.19 Und sie mehrte ihre Hurereien, indem sie der Tage ihrer Jugend gedachte, als sie im Lande Ägypten hurte.20 Und sie entbrannte gegen dessen Buhlen, deren Fleisch wie das Fleisch der Esel, und deren Erguss wie der Erguss der Rosse ist.21 Und du schautest dich um nach der Schandtat {O. Unzucht; so auch V.2729. 35 usw..} deiner Jugend, als die von Ägypten deinen Busen betasteten um deiner jugendlichen Brüste willen. -22 Darum Oholiba, so spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich erwecke wider dich deine Buhlen, von welchen deine Seele sich losgerissen hat, und lasse sie von ringsumher über dich kommen:23 Die Söhne Babels und alle Chaldäer, Pekod und Schoa und Koa {Babylonische Völkerschaften; and. üb.: Aufseher und Vornehme und Edle.}, alle Söhne Assurs mit ihnen, anmutige Jünglinge, Landpfleger und Statthalter insgesamt, Ritter {O. vornehme Krieger.} und Räte {Eig. Berufene; dasselbe Wort Wort wie 4. Mose 1,16.}, allesamt auf Rossen reitend.24 Und sie werden über dich kommen mit Waffen, Wagen und Rädern, und mit einer Schar von Völkern; Schild und Tartsche und Helm werden sie ringsum wider dich richten. Und ich werde ihnen das Gericht übergeben, und sie werden dich richten nach ihren Rechten.25 Und ich will meinen Eifer wider dich richten, und sie werden im Grimme mit dir verfahren: deine Nase und deine Ohren werden sie abschneiden, und was dir übrigbleibt wird durch das Schwert fallen; deine Söhne und deine Töchter werden sie wegnehmen, und was dir übrigbleibt wird durch das Feuer verzehrt werden.26 Und sie werden dir deine Kleider ausziehen und deine herrlichen Geschmeide nehmen.27 Und ich will machen, dass deine Schandtat von dir ablässt, und deine Hurerei vom Lande Ägypten, so dass du deine Augen nicht mehr zu ihnen erheben und Ägyptens nicht mehr gedenken wirst. -28 Denn so spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich gebe dich in die Hand derer, die du hassest, in die Hand derer, von welchen deine Seele sich losgerissen hat.29 Und sie werden im Hass mit dir verfahren, und deinen ganzen Erwerb wegnehmen und dich nackt und bloss lassen; und deine hurerische Blösse und deine Schandtat und deine Hurereien werden aufgedeckt werden.30 Solches wird dir geschehen, weil du den Nationen nachgehurt, weil du dich mit ihren Götzen verunreinigt hast.31 Auf dem Wege deiner Schwester hast du gewandelt, und so will ich ihren Becher in deine Hand geben. -32 So spricht der Herr, Jahwe: Du wirst den Becher deiner Schwester trinken, den tiefen und weiten: Zum Gelächter und zum Spott wird er gereichen, weil er so viel fasst.33 Voll Trunkenheit und Kummer wirst du werden; der Becher deiner Schwester Samaria ist ein Becher des Entsetzens und der Betäubung {Eig. des betäubten Hinstarrens. O. ein Becher der Wüste und der Verwüstung.}.34 Und du wirst ihn trinken und ausschlürfen, und wirst seine Scherben benagen und deine Brüste zerreissen; denn ich habe geredet, spricht der Herr, Jahwe. -35 Darum, so spricht der Herr, Jahwe: Weil du meiner vergessen und mich hinter deinen Rücken geworfen hast, so trage du auch deine Schandtat und deine Hurereien.36 Und Jahwe sprach zu mir: Menschensohn, willst du die Ohola und die Oholiba richten? so tue ihnen ihre Greuel kund.37 Denn sie haben Ehebruch getrieben, und Blut ist an ihren Händen; und mit ihren Götzen haben sie Ehebruch getrieben, und sogar ihre Kinder, die sie mir geboren, haben sie ihnen durch das Feuer gehen lassen zum Frass.38 Noch dieses haben sie mir getan: Sie haben mein Heiligtum verunreinigt an selbigem Tage und meine Sabbate entweiht.39 Denn wenn sie ihre Kinder ihren Götzen schlachteten, so kamen sie an demselben Tage in mein Heiligtum, es zu entweihen; und siehe, also haben sie getan inmitten meines Hauses.40 Ja, sie haben sogar zu Männern gesandt, die von ferne kommen sollten, - zu welchen ein Bote gesandt wurde, und siehe, sie kamen - für welche du dich badetest, deine Augen schminktest und dir Schmuck anlegtest,41 und dich auf ein prächtiges Polster setztest, vor welchem ein Tisch zugerichtet war; und darauf setztest du mein Räucherwerk und mein Öl.42 Und dabei war die Stimme einer sorglosen Menge. Und zu den Männern aus der Menschenmenge wurden Zecher {Nach and. Les.: Sabäer.} gebracht aus der Wüste; und sie legten Armringe an ihre {bezieht sich auf die beiden Weiber.} Hände und setzten prächtige Kronen auf ihre Häupter.43 Da sprach ich von der durch Ehebruch Entkräfteten: Wird sie, ja sie, jetzt noch ihre Hurereien treiben?44 Und man ging zu ihr ein, wie man zu einer Hure eingeht; so gingen sie ein zu Ohola und zu Oholiba, den lasterhaften Weibern.45 Aber gerechte Männer, die werden sie richten nach dem Rechte der Ehebrecherinnen und nach dem Rechte der Blutvergiesserinnen; denn sie sind Ehebrecherinnen, und Blut ist an ihren Händen. -46 Denn so spricht der Herr, Jahwe: Ich will eine Versammlung wider sie heraufführen, und sie zur Misshandlung und zur Beute übergeben.47 Und die Versammlung wird sie steinigen und sie mit ihren Schwertern zerhauen; ihre Söhne und ihre Töchter wird sie töten und ihre Häuser mit Feuer verbrennen.48 Und so werde ich die Schandtat wegschaffen aus dem Lande, damit alle Weiber sich zurechtweisen lassen und nicht nach eurer Schandtat tun.49 Und sie werden eure Schandtat auf euch bringen, und die Sünden eurer Götzen werdet ihr tragen. Und ihr werdet wissen {O. erkennen, erfahren; so auch Kap. 24,24 und später.}, dass ich der Herr, Jahwe, bin.

Kapitel 24

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir im neunten Jahre, im zehnten Monat, am Zehnten des Monats, also:2 Menschensohn, schreibe dir den Namen des Tages auf, dieses selbigen Tages! An diesem selbigen Tage rückt der König von Babel gegen Jerusalem heran.3 Und rede ein Gleichnis zu dem widerspenstigen Hause und sprich zu ihnen: So spricht der Herr, Jahwe: Setze den Topf auf, setze auf, und giesse auch Wasser darein.4 Tue seine Stücke zusammen darein, alle guten Stücke, Lende und Schulter; fülle ihn mit den besten {Eig. mit auserlesenen.} Knochen.5 Nimm das beste {Eig. auserlesenes.} Kleinvieh, und auch einen Holzstoss für die Knochen darunter; lass es tüchtig sieden, dass auch seine Knochen darin kochen. -6 Darum spricht der Herr, Jahwe, also: Wehe, Stadt der Blutschuld! Topf, an welchem sein Rost ist, und dessen Rost nicht von ihm abgeht! Stück für Stück hole sie {die Stadt, d.i. die Bevölkerung derselben.} heraus; nicht ist über sie das Los gefallen {so dass einzelne verschont bleiben würden.}.7 Denn ihr Blut ist in ihrer Mitte: sie hat es auf einen kahlen Felsen getan, sie hat es nicht auf die Erde gegossen, dass man es mit Staub bedecken könnte.8 Um Grimm heraufzuführen, um Rache zu üben, habe ich ihr Blut auf einen kahlen Felsen getan, damit es nicht bedeckt würde. -9 Darum, so spricht der Herr, Jahwe: Wehe, Stadt der Blutschuld! Auch ich werde den Holzstoss gross machen.10 Häufe das Holz, zünde das Feuer an, mache das Fleisch gar und lass die Brühe auskochen, und die Knochen sollen verbrennen!11 Und stelle ihn leer auf seine Kohlen, damit sein Erz heiss und glühend werde, und seine Unreinigkeit in ihm schmelze, sein Rost vergehe.12 Die Bemühungen hat er erschöpft, und sein vieler Rost geht nicht von ihm ab; ins Feuer mit seinem Rost! -13 In deiner Unreinigkeit ist Schandtat. Weil ich dich gereinigt habe und du nicht rein geworden bist, so wirst du von deiner Unreinigkeit nicht mehr rein werden, bis ich meinen Grimm an dir stille.14 Ich, Jahwe, habe geredet. Es kommt, und ich werde es tun; ich werde nicht nachlassen und werde kein Mitleid haben und es mich nicht gereuen lassen. Nach deinen Wegen und nach deinen Handlungen werden sie dich richten, spricht der Herr, Jahwe.15 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:16 Menschensohn, siehe, ich nehme die Lust deiner Augen von dir weg durch einen Schlag; und du sollst nicht klagen und nicht weinen, und keine Träne soll dir kommen.17 Seufze schweigend, Totenklage stelle nicht an; binde dir deinen Kopfbund um und ziehe deine Schuhe an deine Füsse, und deinen Bart sollst du nicht verhüllen und Brot der Leute nicht essen {d.h. Brot, welches man zur Bezeichnung seiner Teilnahme in das Trauerhaus zu schicken pflegte; vergl. 5. Mose 26,14; Jer. 16,7.}.18 Und ich redete zu dem Volke am Morgen, und am Abend starb mein Weib. Und ich tat am Morgen, wie mir geboten war.19 Da sprach das Volk zu mir: Willst du uns nicht kundtun, was dies uns bedeuten soll, dass du so tust?20 Und ich sprach zu ihnen: Das Wort Jahwes ist zu mir geschehen also:21 Sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich werde mein Heiligtum entweihen, den Stolz eurer Stärke {O. Macht.}, die Lust eurer Augen und das Verlangen eurer Seele; und eure Söhne und eure Töchter, die ihr zurückgelassen habt, werden durchs Schwert fallen.22 Dann werdet ihr tun, wie ich getan habe: den Bart werdet ihr nicht verhüllen und Brot der Leute nicht essen,23 und eure Kopfbunde werden auf euren Häuptern sein, und eure Schuhe an euren Füssen; ihr werdet nicht klagen und nicht weinen, sondern werdet hinschwinden in euren {O. wegen eurer.} Missetaten, und seufzen einer gegen den anderen.24 Und so wird euch Hesekiel zu einem Wahrzeichen sein: nach allem, was er getan hat, werdet ihr tun. Wenn es kommt, dann werdet ihr wissen, dass ich der Herr, Jahwe, bin.

Der Entronnene (Verheissung) (24,25ff)

25 Und du, Menschensohn, siehe, an dem Tage, da ich von ihnen wegnehmen werde ihre Stärke {Eig. Feste, Schutzwehr (vergl. V.21).}, die Freude ihrer Pracht, die Lust ihrer Augen und die Sehnsucht ihrer Seelen, ihre Söhne und ihre Töchter:26 an jenem Tage wird ein Entronnener zu dir kommen, um es deinen Ohren vernehmen zu lassen;27 an jenem Tage wird dein Mund aufgetan werden gegen den Entronnenen, und du wirst reden und nicht mehr verstummen {Vergl. Kap. 3,26. 27.}. Und so sollst du ihnen zu einem Wahrzeichen sein; und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin.

Teil 4: Weissagungen über die Nationen wegen Hochmut, Schadenfreude und Rachsucht (25-32)

Kapitel 25

Ammon (25)

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, richte dein Angesicht gegen die Kinder Ammon und weissage wider sie;3 und sprich zu den Kindern Ammon: Höret das Wort des Herrn, Jahwes! So spricht der Herr, Jahwe: Weil du Haha! sprichst über mein Heiligtum, dass es entweiht ist, und über das Land Israel, dass es verwüstet ist, und über das Haus Juda, dass sie in die Gefangenschaft zogen:4 darum siehe, werde ich dich den Kindern des Ostens zum Besitztum geben, und sie werden ihre Zeltlager in dir aufschlagen und ihre Wohnungen in dir errichten; sie werden deine Früchte essen, und sie werden deine Milch trinken.5 Und ich werde Rabba zur Trift {Trift: Weideplatz.} der Kamele machen, und die Kinder Ammon zum Lagerplatz der Herden {Eig. des Kleinviehes.}. Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin. -6 Denn so spricht der Herr, Jahwe: Weil du in die Hände geklatscht und mit dem Fusse gestampft und mit aller Verachtung deiner Seele dich über das Land Israel gefreut hast:7 darum, siehe, werde ich meine Hand wider dich ausstrecken und dich den Nationen zur Beute geben, und ich werde dich ausrotten aus den Völkern und dich aus den Ländern vertilgen; ich werde dich vernichten, und du wirst wissen, dass ich Jahwe bin.

Moab und Seir

8 So spricht der Herr, Jahwe: Weil Moab und Seir sprechen: Siehe, das Haus Juda ist wie alle Nationen;9 darum, siehe, werde ich die Seiten Moabs öffnen von den Städten her, von seinen Städten her, in seinem ganzen Umfange, die Zierde des Landes, Beth-Jesimoth, Baal-Meon und bis nach Kirjathaim hin,10 den Kindern des Ostens, zu den Kindern Ammon hinzu {S. Vers 4.}, und werde es ihnen zum Besitztum geben, auf dass der Kinder Ammon nicht mehr gedacht werde unter den Nationen.11 Und ich werde an Moab Gerichte üben; und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin.

Edom

12 So spricht der Herr, Jahwe: Weil Edom mit Rachsucht gegen das Haus Juda gehandelt, und sie sich sehr verschuldet haben, indem sie sich an ihnen rächten:13 darum, so spricht der Herr, Jahwe, werde ich meine Hand wider Edom ausstrecken und Menschen und Vieh aus ihm ausrotten; und ich werde es von Teman an zur Einöde machen, und bis nach Dedan hin werden sie durchs Schwert fallen.14 Und ich werde meine Rache über Edom bringen durch die Hand meines Volkes Israel {Vergl. 4. Mose 24,18.}, und sie werden an Edom handeln nach meinem Zorn und nach meinem Grimm. Und sie werden meine Rache kennen lernen, spricht der Herr, Jahwe.

Philister

15 So spricht der Herr, Jahwe: Weil die Philister mit Rachsucht gehandelt und Rache geübt haben mit Verachtung der Seele, zur Zerstörung in ewiger Feindschaft:16 darum, so spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich werde meine Hand wider die Philister ausstrecken, und werde die Kerethiter ausrotten und den Überrest an der Küste des Meeres vertilgen.17 Und ich werde durch Züchtigungen des Grimmes grosse Rache an ihnen üben. Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin, wenn ich meine Rache über sie bringe.

Kapitel 26

1 Und es geschah im elften Jahre, am Ersten des Monats, da geschah das Wort Jahwes zu mir also:2 Menschensohn, darum, dass Tyrus über Jerusalem spricht: Haha! zerbrochen ist die Pforte der Völker; sie hat sich mir zugewandt; ich werde erfüllt werden, sie ist verwüstet!

Tyrus

3 darum, so spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich will an dich, Tyrus! Und ich werde viele Nationen wider dich heraufführen, wie das Meer seine Wellen heraufführt.4 Und sie werden die Mauern von Tyrus zerstören und seine Türme abbrechen; und ich werde seine Erde von ihm wegfegen und es zu einem kahlen Felsen machen;5 ein Ort zum Ausbreiten der Netze wird es sein mitten im Meere {Tyrus lag auf einer Insel unweit des Festlandes.}. Denn ich habe geredet, spricht der Herr, Jahwe. Und es wird den Nationen zur Beute werden;6 und seine Töchter, die auf dem Gefilde sind {d.i. seine Tochterstädte auf dem Festlande.}, werden mit dem Schwerte getötet werden. Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin. -7 Denn so spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich werde Nebukadrezar, den König, von Babel, den König der Könige, von Norden her gegen Tyrus bringen, mit Rossen und Wagen und Reitern und mit einer grossen Volksschar.8 Er wird deine Töchter auf dem Gefilde mit dem Schwerte töten; und er wird Belagerungstürme gegen dich aufstellen und einen Wall gegen dich aufschütten und Schilde {d.h. Schilddächer.} gegen dich aufrichten,9 und wird seine Mauerbrecher wider deine Mauern ansetzen und deine Türme mit seinen Eisen niederreissen.10 Von der Menge seiner Rosse wird ihr Staub dich bedecken; vor dem Lärm der Reiter und Räder und Wagen werden deine Mauern erbeben, wenn er in deine Tore einziehen wird, wie man in eine erbrochene Stadt einzieht {Eig. wie die Einmärsche in eine erbrochene Stadt.}.11 Mit den Hufen seiner Rosse wird er alle deine Strassen zerstampfen; dein Volk wird er mit dem Schwerte töten, und die Bildsäulen deiner Stärke {d.i. die dem Baal geweihten Bild- oder Denksäulen.} werden zu Boden sinken.12 Und sie werden dein Vermögen rauben und deine Waren plündern, und deine Mauern abbrechen und deine Prachthäuser niederreissen; und deine Steine und dein Holz und deinen Schutt werden sie ins Wasser werfen.13 Und ich werde dem Getöne deiner Lieder ein Ende machen, und der Klang deiner Lauten wird nicht mehr gehört werden.14 Und ich werde dich zu einem kahlen Felsen machen; ein Ort zum Ausbreiten der Netze wirst du sein, du wirst nicht wieder aufgebaut werden. Denn ich, Jahwe, habe geredet, spricht der Herr, Jahwe. -15 So spricht der Herr, Jahwe, zu Tyrus: Werden nicht vom Gedröhne deines Sturzes, wenn der Erschlagene stöhnt, wenn in deiner Mitte gemordet wird, die Inseln erbeben?16 Und alle Fürsten des Meeres werden von ihren Thronen herabsteigen, und ihre Mäntel {Eig. Talare.} ablegen und ihre buntgewirkten Kleider ausziehen; in Schrecken werden sie sich kleiden, werden auf der Erde sitzen und jeden Augenblick erzittern und sich über dich entsetzen.17 Und sie werden ein Klagelied über dich erheben und zu dir sprechen: Wie bist du untergegangen, du von den Meeren her {Eig. aus dem Meeren heraus.} Bewohnte, du berühmte Stadt, die mächtig auf dem Meere war, sie und ihre Bewohner, welche allen, die darin wohnten, ihren Schrecken einflössten!18 Nun erzittern die Inseln, am Tage deines Sturzes; und die Inseln die im Meere sind, sind bestürzt wegen deines Ausgangs. -19 Denn so spricht der Herr, Jahwe: Wenn ich dich zu einer verwüsteten Stadt mache, den Städten gleich, die nicht mehr bewohnt werden; wenn ich die Flut über dich heraufführe, und die grossen Wasser dich bedecken:20 so werde ich dich hinabstürzen zu denen, welche in die Grube hinabgefahren sind, zu dem Volke der Urzeit, und werde dich wohnen lassen in den untersten Örtern der Erde, in den Trümmern von der Vorzeit her, mit denen, welche in die Grube hinabgefahren sind, auf dass du nicht mehr bewohnt werdest; und ich werde Herrlichkeit setzen {O. Herrliches schaffen.} in dem Lande der Lebendigen.21 Zum Schrecken {Eig. Zu Schrecknissen.} werde ich dich machen, und du wirst nicht mehr sein; und du wirst gesucht und in Ewigkeit nicht wiedergefunden werden, spricht der Herr, Jahwe.

Kapitel 27

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Und du, Menschensohn, erhebe ein Klagelied über Tyrus3 und sprich zu Tyrus: Die du wohnst an den Zugängen des Meeres und Handel treibst mit den Völkern nach vielen Inseln {Das hebr. Wort bedeutet sowohl Insel als Küstengebiet.} hin, so spricht der Herr, Jahwe: Tyrus, du sprichst: Ich bin vollkommen an Schönheit {Eig. der Schönheit Vollendung, wie Ps. 50,2; Klag. 2,15.}!4 Deine Grenzen sind im Herzen der Meere; deine Bauleute haben deine Schönheit vollkommen gemacht.5 Aus Zypressen von Senir {Der amoritische Name des Hermon oder Antilibanon (5. Mose 3,9).} bauten sie dir alles Doppelplankenwerk; sie nahmen Zedern vom Libanon, um dir {Eig. auf dir.} einen Mast zu machen;6 aus Eichen von Basan machten sie deine Ruder; dein Verdeck machten sie aus Elfenbein, eingefasst in Scherbinzeder von den Inseln der Kittäer {Hebr. Kittim, d.i. Cyprier; dann allgemeine Benennung der Bewohner der Inseln und Küstenländer des Mittelmeeres.}.7 Byssus in Buntwirkerei aus Ägypten war dein Segel, um dir als Flagge zu dienen; blauer und roter Purpur von den Inseln Elischas war dein Zeltdach {W. deine Decke.}.8 Die Bewohner von Zidon und Arwad waren deine Ruderer; deine Weisen {d.i. Kundigen, Erfahrenen.}, die in dir waren, Tyrus, waren deine Steuermänner;9 die Ältesten von Gebal und seine Weisen waren in dir als Ausbesserer deiner Lecke. Alle Schiffe des Meeres und ihre Seeleute waren in dir, um deine Waren einzutauschen.10 Perser und Lud und Put {Lud und Put waren nordafrikanische Völker.} waren in deinem Heere deine Kriegsleute; Schild und Helm hängten sie in dir auf, sie gaben dir Glanz.11 Die Söhne Arwads und dein Heer waren auf deinen Mauern ringsum, und Tapfere waren auf deinen Türmen; ihre Schilde hängten sie ringsum an deinen Mauern auf; sie machten deine Schönheit vollkommen.12 Tarsis {Älteste Niederlassung der Tyrer in Südspanien, berühmt durch ihre Silberbergwerke.} trieb Handel mit dir wegen der Menge von allerlei Gütern; mit Silber, Eisen, Zinn und Blei bezahlten sie deinen Absatz.13 Jawan {Griechenland.}, Tubal und Mesech {Tubal und Meschek waren ursprünglich Völkerstämme zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meere.} waren deine Kaufleute: mit Menschenseelen und ehernen Geräten trieben sie Tauschhandel mit dir.14 Die vom Hause Togarma {Wahrsch. Armenien.} zahlten Rosse und Reitpferde und Maulesel für deinen Absatz.15 Die Söhne Dedans waren deine Kaufleute. Viele Inseln {Das hebr. Wort bedeutet sowohl Insel als Küstengebiet.} standen in Handelsbeziehungen mit dir {W. waren Händler deiner Hand; so auch V.21.}: Elefantenzähne {W. Elfenbeinhörner.} und Ebenholz erstatteten sie dir als Zahlung.16 Aram {Eine allgemeine Benennung der in Syrien und Mesopotamien sesshaften Völker.} trieb Handel mit dir wegen der Menge deiner Erzeugnisse; mit Karfunkeln, rotem Purpur und Buntwirkerei und Byssus und Korallen und Rubinen bezahlten sie deinen Absatz.17 Juda und das Land Israel waren deine Kaufleute; mit Weizen von Minnith und süssem Backwerk und Honig und Öl und Balsam trieben sie Tauschhandel mit dir.18 Damaskus trieb Handel mit dir um die Menge deiner Erzeugnisse, wegen der Menge von allerlei Gütern, mit Wein von Chelbon und Wolle von Zachar.19 Wedan und Jawan von Usal zahlten bearbeitetes Eisen für deinen Absatz; Kassia und Würzrohr waren für deinen Tauschhandel.20 Dedan trieb Handel mit dir in Prachtdecken {Eig. Spreitdecken.} zum Reiten.21 Arabien und alle Fürsten Kedars {Arabische Beduinenstämme zwischen dem peträischen Arabien und Babylonien. Kedar war ein Sohn Ismaels.} standen in Handelsbeziehungen mit dir; mit Fettschafen und Widdern und Böcken, damit trieben sie Handel mit dir.22 Die Kaufleute von Scheba und Raghma {im südöstlichen Arabien.} waren deine Kaufleute; mit den vorzüglichsten Gewürzen und mit allerlei Edelsteinen und Gold bezahlten sie deinen Absatz.23 Haran und Kanne und Eden, die Kaufleute von Scheba, Assur und Kilmad waren deine Kaufleute.24 Sie handelten mit dir in Prachtgewändern, in Mänteln von blauem Purpur und Buntwirkerei, und in Schätzen von gezwirnten Garnen, in gewundenen und festen Schnüren, gegen deine Waren.25 Die Tarsisschiffe waren deine Karawanen für deinen {Viell. ist zu l.: dienten dir in Bezug auf deinen usw..} Tauschhandel. Und du wurdest angefüllt und sehr herrlich im Herzen der Meere.26 Deine Ruderer führten dich auf grossen Wassern; der Ostwind zerschellte dich im Herzen der Meere.27 Deine Güter und dein Absatz, deine Tauschwaren, deine Seeleute und deine Steuermänner, die Ausbesserer deiner Lecke und die deine Waren eintauschten, und alle deine Kriegsleute, die in dir sind, samt {Eig. und zwar samt.} deiner ganzen Schar, die in deiner Mitte ist, werden ins Herz der Meere fallen am Tage deines Sturzes.28 Von dem Getöse des Geschreies deiner Steuermänner werden die Gefilde {Wahrsch. das zu Tyrus gehörige Landgebiet.} erbeben.29 Und alle, die das Ruder führen, die Seeleute, alle Steuermänner des Meeres, werden aus ihren Schiffen steigen, werden ans Land treten;30 und sie werden ihre Stimme über dich hören lassen und bitterlich schreien; und sie werden Staub auf ihre Häupter werfen und sich in der Asche wälzen.31 Und sie werden sich deinethalben kahl scheren und sich Sacktuch umgürten und werden deinetwegen weinen mit Betrübnis der Seele in bitterer Klage.32 Und in ihrem Jammern werden sie ein Klagelied über dich erheben und über dich klagen: Wer ist wie Tyrus, wie die Vernichtete inmitten des Meeres!33 Als die Meere dir Absatz für deine Waren brachten {W. Als deine Waren aus den Meeren hervorgingen.}, hast du viele Völker gesättigt; mit der Menge deiner Güter und deiner Waren hast du die Könige der Erde bereichert.34 Jetzt, da du von den Meeren weg zerschellt bist in den Tiefen der Wasser, und deine Waren und deine ganze Schar in deiner Mitte gefallen sind {And. l.: Jetzt bist du zerschellt ..., und deine Waren ... sind gefallen usw..},35 entsetzen sich alle Bewohner der Inseln über dich, und ihre Könige schaudern, ihre Angesichter zittern;36 die Händler unter den Völkern zischen über dich. Ein Schrecken {Eig. Schrecknisse; so auch Kap. 28,19.} bist du geworden, und bist dahin auf ewig!

Kapitel 28

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, sprich zu dem Fürsten von Tyrus: So spricht der Herr, Jahwe: Weil dein Herz sich erhebt, und du sprichst: "Ich bin ein Gott, ich sitze auf einem Gottessitze im Herzen der Meere!" (da du doch ein Mensch bist und nicht Gott) und hegst einen Sinn wie eines Gottes Sinn; -3 siehe, du bist weiser als Daniel, nichts Verborgenes ist dunkel für dich;4 durch deine Weisheit und durch deinen Verstand hast du dir Reichtum {Zugl. Macht.} erworben, und hast Gold und Silber in deine Schatzkammern geschafft;5 durch die Grösse deiner Weisheit hast du mit deinem Handel deinen Reichtum gemehrt, und dein Herz hat sich wegen deines Reichtums erhoben; -6 darum, so spricht der Herr, Jahwe: Weil du einen Sinn hegst, wie eines Gottes Sinn,7 darum, siehe, werde ich Fremde, die Gewalttätigsten der Nationen, über dich bringen; und sie werden ihre Schwerter ziehen wider die Schönheit deiner Weisheit, und deinen Glanz entweihen.8 In die Grube werden sie dich hinabstürzen, und du wirst des Todes {Eig. der Tode: Mehrzahl, welche das Qualvolle der Todesart ausdrückt.} eines Erschlagenen sterben im Herzen der Meere.9 Wirst du wohl angesichts deines Mörders sagen: Ich bin ein Gott! da du doch ein Mensch bist, und nicht Gott, in der Hand derer, die dich erschlagen?10 Des Todes {Eig. der Tode: Mehrzahl, welche das Qualvolle der Todesart ausdrückt.} der Unbeschnittenen wirst du sterben durch die Hand der Fremden; denn ich habe geredet, spricht der Herr, Jahwe.11 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:12 Menschensohn, erhebe ein Klagelied über den König von Tyrus und sprich zu ihm: So spricht der Herr, Jahwe: Der du das Bild der Vollendung warst {Eig. Der du die Vollendung besiegeltest.}, voll von Weisheit und vollkommen an Schönheit,13 du warst in Eden, dem Garten Gottes; allerlei Edelgestein war deine Decke: Sardis, Topas und Diamant, Chrysolith, Onyx {O. Beryll.} und Jaspis, Saphir, Karfunkel und Smaragd und Gold. Das Kunstwerk deiner Tamburine und deiner Pfeifen war bei dir; an dem Tage, da du geschaffen wurdest, wurden sie bereitet.14 Du warst ein schirmender, gesalbter Cherub, und ich hatte dich dazu gemacht {O. ich hatte dich eingesetzt.}; du warst auf Gottes heiligem Berge, du wandeltest inmitten feuriger Steine.15 Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tage an, da du geschaffen worden, bis Unrecht an dir gefunden wurde.16 Durch die Grösse deines Handels wurde dein Inneres mit Gewalttat erfüllt, und du sündigtest; und ich habe dich entweiht vom Berge Gottes hinweg und habe dich, du schirmender Cherub, vertilgt aus der Mitte der feurigen Steine.17 Dein Herz hat sich erhoben ob deiner Schönheit, du hast deine Weisheit zunichte gemacht wegen deines Glanzes {O. samt deinem Glanze.}; ich habe dich zu Boden geworfen, habe dich vor Königen dahingegeben, damit sie ihre Lust an dir sehen.18 Durch die Menge deiner Missetaten, in der Unrechtlichkeit deines Handels, hast du deine Heiligtümer entweiht; darum habe ich aus deinem Innern ein Feuer ausgehen lassen, welches dich verzehrt hat, und ich habe dich zu Asche gemacht auf der Erde vor den Augen aller derer, die dich sehen.19 Alle, die dich kennen unter den Völkern, entsetzen sich über dich; ein Schrecken bist du geworden, und bist dahin auf ewig!

Zidon (28,20ff)

20 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:21 Menschensohn, richte dein Angesicht gegen Zidon und weissage wider dasselbe22 und sprich: So spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich will an dich, Zidon, und will mich verherrlichen in deiner Mitte; und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin, wenn ich Gerichte an ihm übe und mich an ihm heilige {d.h. heilig erweise; so auch V.25.}23 Und ich werde die Pest darein senden und Blut auf seine Strassen; und Erschlagene werden in seiner Mitte fallen durch das Schwert, welches ringsum wider dasselbe sein wird. Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin. -24 Und für das Haus Israel soll es nicht mehr einen stechenden Dorn und einen schmerzenden Stachel geben {Vergl. 4. Mose 33,55.} von allen um sie her, die sie verachteten. Und sie werden wissen, dass ich der Herr, Jahwe, bin.25 So spricht der Herr, Jahwe: Wenn ich das Haus Israel aus den Völkern sammeln werde, unter welche sie zerstreut worden sind, und ich mich an ihnen heilige vor den Augen der Nationen, dann werden sie in ihrem Lande wohnen, das ich meinem Knechte Jakob gegeben habe.26 Und sie werden in Sicherheit darin wohnen und Häuser bauen und Weinberge pflanzen; und sie werden in Sicherheit wohnen, wenn ich Gerichte geübt habe an allen, die sie verachteten aus ihrer Umgebung. Und sie werden wissen, dass ich Jahwe, ihr Gott, bin.

Kapitel 29

Pharao (29,1ff)

1 Im zehnten Jahre, im zehnten Monat, am Zwölften des Monats, geschah das Wort Jahwes zu mir also:2 Menschensohn, richte dein Angesicht wider den Pharao, den König von Ägypten, und weissage wider ihn und wider ganz Ägypten.3 Rede und sprich: So spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich will an dich, Pharao, König von Ägypten, du grosses Seeungeheuer, das in seinen Strömen {Das hier und V.4 usw. gebrauchte hebr. Wort bezeichnet stets die Arme und Kanäle des Nils.} liegt, das da spricht: Mein Strom gehört mir, und ich habe ihn mir gemacht.4 Und ich werde Haken in deine Kinnbacken legen und die Fische deiner Ströme an deine Schuppen sich hängen lassen, und werde dich aus deinen Strömen heraufziehen samt allen Fischen deiner Ströme, die an deinen Schuppen hängen.5 Und ich werde dich in die Wüste werfen, dich und alle Fische deiner Ströme; auf des Feldes Fläche wirst du fallen; du wirst nicht aufgelesen und nicht gesammelt werden: den Tieren der Erde und den Vögeln des Himmels habe ich dich zur Speise gegeben.6 Und alle Bewohner von Ägypten werden wissen, dass ich Jahwe bin. Weil sie dem Hause Israel ein Rohrstab gewesen sind -7 wenn sie dich mit der Hand erfassten, knicktest du und rissest ihnen die ganze Schulter auf; und wenn sie sich auf dich lehnten, zerbrachst du und machtest ihnen alle Hüften wanken8 darum, so spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich bringe das Schwert über dich und werde Menschen und Vieh aus dir ausrotten;9 und das Land Ägypten wird zur Wüste und Einöde werden. Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin. Weil der Pharao {W. er.} spricht: Der Strom ist mein, und ich habe ihn gemacht,10 darum, siehe, will ich an dich und an deine Ströme; und ich werde das Land Ägypten zu öden, wüsten Einöden machen, von Migdol {an der nordöstlichen Grenze Ägyptens (Vergl. 2. Mose 14,2.} bis nach Syene {in der Nähe des jetzigen Assuan.}, bis an die Grenze von Äthiopien.11 Der Fuss des Menschen wird es nicht durchwandern, und der Fuss des Tieres wird es nicht durchwandern, und es wird nicht bewohnt sein, vierzig Jahre.12 Und ich werde das Land Ägypten zu einer Wüste machen inmitten verwüsteter Länder, und seine Städte werden inmitten verödeter Städte eine Wüste sein, vierzig Jahre; und ich werde die Ägypter unter die Nationen versprengen und sie in die Länder zerstreuen. -13 Denn so spricht der Herr, Jahwe: Am Ende von vierzig Jahren werde ich die Ägypter aus den Völkern sammeln, wohin sie versprengt waren;14 und ich werde die Gefangenschaft der Ägypter wenden und sie in das Land Pathros {Oberägypten.}, in das Land ihres Ursprungs, zurückbringen, und daselbst werden sie ein niedriges Königreich sein.15 Und es wird niedriger sein als die anderen Königreiche und sich nicht mehr über die Nationen erheben; und ich will sie vermindern, dass sie nicht mehr über die Nationen herrschen.16 Und nicht soll es ferner dem Hause Israel zu einer Zuversicht sein, welche Missetat in Erinnerung bringt, indem sie sich nach ihnen hinwenden. Und sie werden wissen, dass ich der Herr, Jahwe, bin.17 Und es geschah im 27. Jahre, im ersten Monat, am Ersten des Monats, da geschah das Wort Jahwes zu mir also:18 Menschensohn, Nebukadrezar, der König von Babel, hat sein Heer eine schwere Arbeit tun lassen gegen Tyrus. Jedes Haupt ist kahl geworden, und jede Schulter ist abgerieben; und von Tyrus ist ihm und seinem Heere kein Lohn geworden für die Arbeit, welche er wider dasselbe getan hat.19 Darum, so spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich gebe Nebukadrezar, dem König von Babel, das Land Ägypten; und er wird seinen Reichtum wegtragen und seinen Raub rauben und seine Beute erbeuten, und das wird der Lohn sein für sein Heer.20 Als seine Belohnung, um welche er gearbeitet hat, habe ich ihm das Land Ägypten gegeben, weil sie für mich gearbeitet haben {Eig. für das was sie (Nebukadrezar und sein Heer) für mich getan haben.}, spricht der Herr, Jahwe. -21 An jenem Tage {O. In jener Zeit.} werde ich dem Hause Israel ein Horn hervorsprossen lassen, und dir werde ich den Mund auftun in ihrer Mitte; und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin.

Kapitel 30

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, weissage und sprich: So spricht der Herr, Jahwe: Heulet! Wehe der Tag!3 denn nahe ist der Tag; ja, der Tag Jahwes ist nahe, ein Tag des Gewölks: Die Zeit der Nationen wird er sein.4 Und das Schwert wird über Ägypten kommen; und im Lande Äthiopien wird grosse Angst sein, wenn Erschlagene in Ägypten fallen und man seinen Reichtum wegnimmt, und seine Grundfesten niedergerissen werden.5 Äthiopien und Put und Lud und alles Mischvolk und Kub und die Kinder des Bundeslandes werden mit ihnen durchs Schwert fallen. -6 So spricht Jahwe: Ja, die, welche Ägypten stützen, werden fallen, und hinsinken wird der Stolz seiner Kraft {O. Macht.}; von Migdol bis nach Syene werden sie darin durchs Schwert fallen, spricht der Herr, Jahwe.7 Und sie werden verwüstet liegen inmitten verwüsteter Länder, und seine Städte werden inmitten verödeter Städte sein.8 Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin, wenn ich Feuer anlege in Ägypten und alle seine Helfer zerschmettert werden.9 An jenem Tage werden Boten von mir {Eig. von vor mir.} in Schiffen ausfahren, um das sichere Äthiopien zu erschrecken; und grosse Angst wird unter ihnen sein am Tage {So nach der letzten krit. Ausgabe des hebr. Textes; mehrere Handschr. lesen: wie am Tage.} Ägyptens; denn siehe, es kommt! -10 So spricht der Herr, Jahwe: Ja, ich werde dem Getümmel {d.h. allem, wodurch der Wohlstand Ägyptens sich kundgab.} Ägyptens ein Ende machen durch die Hand Nebukadrezars, des Königs von Babel.11 Er und sein Volk mit ihm, die Gewalttätigsten der Nationen, werden herbeigeführt werden, um das Land zu verderben; und sie werden ihre Schwerter ziehen wider Ägypten und das Land mit Erschlagenen füllen.12 Und ich werde die Ströme {S. die Anm. zu Kap. 29,3.} trocken legen, und das Land in die Hand von Bösewichtern verkaufen, und das Land und seine Fülle durch die Hand Fremder verwüsten. Ich, Jahwe, habe geredet. -13 So spricht der Herr, Jahwe: Ja, ich werde die Götzen vertilgen und die Götzen {Eig. die Nichtigkeiten.} aus Noph {Memphis, die Hauptstadt Unterägyptens, ein Hauptsitz des Götzendienstes.} wegschaffen, und kein Fürst aus dem Lande Ägypten soll mehr sein; und ich werde Furcht bringen in das Land Ägypten.14 Und ich werde Pathros verwüsten, und Feuer anlegen in Zoan, und Gerichte üben an No {Theben, die Hauptstadt Oberägyptens.}.15 Und ich werde meinen Grimm ausgiessen über Sin {Pelusium.}, die Feste Ägyptens; und die Menge von No werde ich ausrotten.16 Und ich werde Feuer anlegen in Ägypten; Sin wird beben vor Angst, und No wird erbrochen werden, und Noph - Feinde bei Tage!17 Die Jünglinge von Awen {On (Griech. Heliopolis), der Hauptsitz des ägyptischen Sonnendienstes.} und Pi-Beseth {Ägypt. Pa-Bast (Bubasits), wo die Gottheit Bast verehrt wurde.} werden durch das Schwert fallen, und sie selbst werden in die Gefangenschaft ziehen.18 Und zu Tachpanches {Eine Grenzfestung gegen Syrien und Palästina, in der Nähe von Pelusium.} wird der Tag sich verfinstern, wenn ich daselbst die Joche Ägyptens zerbreche, und der Stolz seiner Kraft {O. Macht.} darin ein Ende nimmt; Gewölk wird es bedecken, und seine Tochterstädte werden in die Gefangenschaft ziehen.19 Und so werde ich Gerichte üben an Ägypten; und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin.20 Und es geschah im elften Jahre, im ersten Monat, am Siebten des Monats, da geschah das Wort Jahwes zu mir also:21 Menschensohn, den Arm des Pharao, des Königs von Ägypten, habe ich zerbrochen; und siehe, er ist nicht verbunden worden, dass man Heilmittel angewandt, dass man einen Verband angelegt hätte, ihn zu verbinden, um ihn zu stärken, damit er das Schwert fasse. -22 Darum spricht der Herr, Jahwe, also: Siehe, ich will an den Pharao, den König von Ägypten, und werde seine beiden Arme zerbrechen, den starken und den zerbrochenen, und werde das Schwert seiner Hand entfallen lassen.23 Und ich werde die Ägypter unter die Nationen versprengen und sie in die Länder zerstreuen.24 Und ich werde die Arme des Königs von Babel stärken und mein Schwert in seine Hand geben; und die Arme des Pharao werde ich zerbrechen, dass er wie ein Erschlagener {W. dass er Geächze eines Durchbohrten usw..} vor ihm ächzen wird.25 Und ich werde die Arme des Königs von Babel stärken, aber die Arme des Pharao werden sinken. Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin, wenn ich mein Schwert in die Hand des Königs von Babel gebe, und er es recken wird gegen das Land Ägypten.26 Und ich werde die Ägypter unter die Nationen versprengen und sie in die Länder zerstreuen; und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin.

Kapitel 31

1 Und es geschah im elften Jahre, im dritten Monat, am Ersten des Monats, da geschah das Wort Jahwes zu mir also:2 Menschensohn, sprich zu dem Pharao, dem König von Ägypten, und zu seiner Menge {O. zu seinem Getümmel; so auch V.18 (S. die Anm. zu Kap. 30,10).}: Wem gleichst du in deiner Grösse?3 Siehe, Assur war eine Zeder auf dem Libanon, mit schönen Zweigen, ein schattendes Dickicht und von hohem Wuchs; und sein Wipfel war zwischen den Wolken.4 Die Wasser zogen ihn gross, die Flut machte ihn hoch; ihre Ströme gingen rings um ihre {näml. der Flut.} Pflanzung, und sie entsandte ihre Kanäle zu allen Bäumen des Feldes;5 Darum wurde sein Wuchs höher als alle Bäume des Feldes; und seine Zweige wurden gross und seine Äste lang von den vielen Wassern, als er sich ausbreitete.6 Alle Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen, und alle Tiere des Feldes gebaren unter seinen Ästen; und in seinem Schatten wohnten alle grossen Nationen.7 Und er war schön in seiner Grösse und in der Länge seiner Schösslinge; denn seine Wurzeln waren an vielen Wassern.8 Die Zedern im Garten Gottes verdunkelten ihn nicht, Zypressen kamen seinen Zweigen nicht gleich, und Platanen waren nicht wie seine Äste; kein Baum im Garten Gottes kam ihm an Schönheit gleich.9 Ich hatte ihn schön gemacht in der Menge seiner Schösslinge; und es beneideten ihn alle Bäume Edens, die im Garten Gottes waren.10 Darum, so sprach der Herr, Jahwe: Weil du hoch geworden bist an Wuchs, und er seinen Wipfel bis zwischen die Wolken streckte, und sein Herz sich erhob wegen seiner Höhe:11 so werde ich ihn in die Hand des Mächtigen der Nationen geben; nach seiner Bosheit soll er mit ihm handeln; ich habe ihn verstossen.12 Und Fremde, die Gewalttätigsten der Nationen, hieben ihn um und warfen ihn hin; seine Schösslinge fielen auf die Berge und in alle Täler, und seine Äste wurden zerbrochen und geworfen in alle Gründe der Erde; und alle Völker der Erde zogen aus seinem Schatten hinweg und liessen ihn liegen;13 auf seinen umgefallenen Stamm {bedeutet zugleich im Hebr.: auf seinen Leichnam.} liessen sich alle Vögel des Himmels nieder, und über seine Äste kamen alle Tiere des Feldes:14 auf dass keine Bäume am Wasser wegen ihres Wuchses sich überheben und ihren Wipfel bis zwischen die Wolken strecken, und keine Wassertrinkenden {d.h. im Sinne des Bildes: Fürsten, welche durch reichliche Hilfsmittel zu grosser Macht gelangt sind..} auf sich selbst sich stützen wegen ihrer Höhe; denn sie alle sind dem Tode hingegeben in die untersten Örter der Erde, mitten unter den Menschenkindern, zu denen hin, welche in die Grube hinabgefahren sind. -15 So spricht der Herr, Jahwe: An dem Tage, da er in den Scheol hinabfuhr, machte ich ein Trauern; ich verhüllte um seinetwillen die Tiefe und hielt ihre Ströme zurück, und die grossen Wasser wurden gehemmt; und den Libanon hüllte ich in Schwarz um seinetwillen, und um seinetwillen verschmachteten alle Bäume des Feldes.16 Von dem Getöse seines Falles machte ich die Nationen erbeben, als ich ihn in den Scheol hinabfahren liess zu denen, welche in die Grube hinabgefahren sind. Und alle Bäume Edens, das Auserwählte und Beste des Libanon, alle Wassertrinkenden, trösteten sich in den untersten Örtern der Erde.17 Auch sie fuhren mit ihm in den Scheol hinab zu den vom Schwerte Erschlagenen, die als seine Helfer {Eig. und zwar die als sein Arm.} in seinem Schatten sassen unter den Nationen.18 Wem gleichst du {Vergl. V.2.} so an Herrlichkeit und an Grösse unter den Bäumen Edens? Und so sollst du mit {O. zu..} den Bäumen Edens hinabgestürzt werden in die untersten Örter der Erde, sollst unter den Unbeschnittenen liegen, bei den vom Schwerte Erschlagenen. Das ist der Pharao und seine ganze Menge, spricht der Herr, Jahwe.

Kapitel 32

1 Und es geschah im zwölften Jahre, im zwölften Monat, am Ersten des Monats, da geschah das Wort Jahwes zu mir also:2 Menschensohn, erhebe ein Klagelied über den Pharao, den König von Ägypten, und sprich zu ihm: Einem jungen Löwen unter den Nationen {Eig. der Nationen.} wurdest du verglichen; und doch warst du wie ein Seeungeheuer in den Meeren, und du brachst hervor in deinen Strömen und trübtest die Wasser mit deinen Füssen und wühltest ihre Ströme auf.3 So spricht der Herr, Jahwe: Daher werde ich mein Netz über dich ausbreiten durch eine Schar vieler Völker, und sie werden dich in meinem Garne heraufziehen.4 Und ich werde dich auf das Land werfen, werde dich auf das freie Feld schleudern; und ich werde machen, dass alle Vögel des Himmels sich auf dir niederlassen und die Tiere der ganzen Erde sich von dir sättigen.5 Und ich werde dein Fleisch auf die Berge bringen und die Täler mit deinem Aase {Eig. Leichenhaufen.} füllen.6 Und ich werde das Land bis an die Berge mit den Strömen {Eig. dem Ausfluss.} deines Blutes tränken, und die Gründe sollen von dir angefüllt werden. -7 Und ich werde, wenn ich dich auslösche, den Himmel bedecken und seine Sterne verdunkeln; ich werde die Sonne mit Gewölk bedecken, und der Mond wird sein Licht nicht scheinen lassen.8 Alle leuchtenden Lichter {Eig. Leuchter des Lichtes.} am Himmel werde ich deinetwegen verdunkeln, und ich werde Finsternis über dein Land bringen, spricht der Herr, Jahwe.9 Und ich werde das Herz vieler Völker traurig machen, wenn ich deinen Sturz {Eig. deinen Zusammenbruch, deine Zerschmetterung.} unter die Nationen ausbringe, in die Länder, die du nicht gekannt hast.10 Und ich werde machen, dass viele Völker sich über dich entsetzen, und ihre Könige werden über dich schaudern, wenn ich mein Schwert vor ihnen schwingen werde; und sie werden jeden Augenblick zittern, ein jeder für sein Leben, am Tage deines Falles. -11 Denn so spricht der Herr, Jahwe: Das Schwert des Königs von Babel wird über dich kommen.12 Durch die Schwerter von Helden werde ich deine Menge {S. die Anm. Kap. 31,2.} fällen: Die Gewalttätigsten der Nationen sind sie alle; und sie werden die Hoffart Ägyptens zerstören, und seine ganze Menge {S. die Anm. Kap. 31,2.} wird vertilgt werden.13 Und ich werde all sein Vieh an den vielen Wassern {Eig. von den vielen Wassern hinweg.} vernichten, dass der Fuss des Menschen sie nicht mehr trübe, noch sie trüben die Klauen des Viehes.14 Dann werde ich ihre Wasser sich klären {Eig. sich senken.} und ihre Flüsse wie Öl fliessen lassen, spricht der Herr, Jahwe.15 Wenn ich das Land Ägypten zu einer Wüste mache, und wenn das Land seiner Fülle beraubt wird {W. von seiner Fülle wüst wird..}, indem ich alle seine Bewohner schlage, so werden sie wissen, dass ich Jahwe bin.16 Das ist ein Klagelied, und man wird es klagend singen, die Töchter der Nationen werden es klagend singen; sie werden es klagend singen über Ägypten und über seine ganze Menge {S. die Anm. zu Kap. 31,2.}, spricht der Herr, Jahwe.17 Und es geschah im zwölften Jahre, am Fünfzehnten des Monats, da geschah das Wort Jahwes zu mir also:18 Menschensohn, wehklage über die Menge {S. die Anm. zu Kap. 31,2.} Ägyptens, und stürze sie hinab, sie {Eig. es (Ägypten).} und die Töchter herrlicher Nationen, in die untersten Örter der Erde, zu denen, welche in die Grube hinabgefahren sind.19 Wen übertriffst du an Lieblichkeit? Fahre hinab und werde zu den Unbeschnittenen hingelegt!20 Inmitten der vom Schwert Erschlagenen sollen sie fallen! Das Schwert ist übergeben {d.h. dem König von Babel (Kap. 31,11).}; schleppet Ägypten {W. es.} herbei und seine ganze Menge {S. die Anm. zu Kap. 31,2.}!21 Aus der Mitte des Scheols reden von ihm die Mächtigen der Helden mit seinen Helfern. Sie sind hinabgefahren, sie liegen da, die Unbeschnittenen, vom Schwert erschlagen!22 Dort ist Assur und seine ganze Schar; rings um ihn her ihre Gräber: Sie alle sind erschlagen, durchs Schwert Gefallene.23 Seine Gräber sind in der tiefsten Grube gemacht, und seine Schar ist rings um sein Grab. Sie alle sind erschlagen, durchs Schwert gefallen, welche Schrecken verbreiteten im Lande der Lebendigen.24 Dort ist Elam {Die persische Provinz, deren Hauptstadt Susa war..}, und seine ganze Menge rings um sein Grab. Sie alle sind erschlagen, durchs Schwert Gefallene, welche unbeschnitten hinabfuhren in die untersten Örter der Erde, welche ihren Schrecken verbreiteten im Lande der Lebendigen; und sie tragen ihre Schmach bei denen, welche in die Grube hinabgefahren sind.25 Mitten unter Erschlagenen hat man ihm ein Lager gegeben mit seiner ganzen Menge; rings um ihn her sind ihre Gräber. Sie alle, unbeschnitten, sind vom Schwert erschlagen, weil ihr Schrecken verbreitet war im Lande der Lebendigen; und sie tragen ihre Schmach bei denen, welche in die Grube hinabgefahren sind. Mitten unter Erschlagene ist er gelegt.26 Dort ist Mesech-Tubal und seine ganze Menge; rings um ihn her ihre Gräber. Sie alle, unbeschnitten, sind vom Schwert erschlagen, weil sie ihren Schrecken verbreiteten im Lande der Lebendigen.27 Und sie liegen nicht bei den Helden der Unbeschnittenen, die gefallen sind, welche in den Scheol hinabfuhren mit ihren Kriegswaffen, und denen man ihre Schwerter unter ihre Häupter legte. Und ihre Missetaten sind über ihre Gebeine gekommen, weil sie ein Schrecken der Helden waren im Lande der Lebendigen. -28 Auch du, Ägypten, wirst inmitten der Unbeschnittenen zerschmettert werden und bei den vom Schwert Erschlagenen liegen.29 Dort ist Edom, seine Könige und alle seine Fürsten, die trotz {Eig. in, bei; so auch V.30.} ihrer Macht {O. Tapferkeit.} zu den vom Schwert Erschlagenen gelegt wurden; sie liegen bei den Unbeschnittenen und bei denen, welche in die Grube hinabgefahren sind.30 Dort sind die Fürsten des Nordens insgesamt und alle Zidonier, welche zu den Erschlagenen hinabgefahren und trotz des Schreckens vor ihrer Macht {Eig. trotz des Schreckens vor ihnen wegen ihrer Macht (od. Tapferkeit).} zu Schanden geworden sind; und sie liegen unbeschnitten bei den vom Schwert Erschlagenen, und tragen ihre Schmach mit denen, welche in die Grube hinabgefahren sind.31 Der Pharao wird sie sehen und sich trösten über seine ganze Menge. Vom Schwert erschlagen sind der Pharao und sein ganzes Heer, spricht der Herr, Jahwe.32 Denn ich liess ihn seinen Schrecken verbreiten im Lande {Eig. Denn ich habe seinen Schrecken gelegt in das Land.} der Lebendigen; und so wird er hingelegt werden inmitten der Unbeschnittenen zu den vom Schwert Erschlagenen, der Pharao und seine ganze Menge, spricht der Herr, Jahwe.

Teil 5: a') Neues Leben - Wiederherstellung des Landes (33-39)

Kapitel 33

Sammlung der Nation (33,1ff)

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, rede zu den Kindern deines Volkes und sprich zu ihnen: Wenn ich das Schwert über ein Land bringe, und das Volk des Landes einen Mann aus seiner Gesamtheit nimmt und ihn für sich zum Wächter setzt,3 und er sieht das Schwert über das Land kommen, und stösst in die Posaune und warnt das Volk: -4 wenn einer den Schall der Posaune hört und sich nicht warnen lässt, so dass das Schwert kommt und ihn wegrafft, so wird sein Blut auf seinem Kopfe sein.5 Er hat den Schall der Posaune gehört und hat sich nicht warnen lassen: sein Blut wird auf ihm sein; denn hätte er sich warnen lassen, so würde er seine Seele errettet haben.6 Wenn aber der Wächter das Schwert kommen sieht, und er stösst nicht in die Posaune, und das Volk wird nicht gewarnt, so dass das Schwert kommt und von ihnen eine Seele wegrafft, so wird dieser wegen seiner Ungerechtigkeit weggerafft; aber sein Blut werde ich von der Hand des Wächters fordern. -7 Du nun, Menschensohn, ich habe dich dem Hause Israel zum Wächter gesetzt: du sollst das Wort aus meinem Munde hören und sie von meinetwegen warnen.8 Wenn ich zu dem Gesetzlosen spreche: Gesetzloser, du sollst gewisslich sterben! und du redest nicht, um den Gesetzlosen vor seinem Wege zu warnen, so wird er, der Gesetzlose, wegen seiner {O. durch seine; vergl. Kap. 3,18 usw..} Ungerechtigkeit sterben; aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern.9 Wenn du aber den Gesetzlosen vor seinem Wege warnst, damit er von demselben umkehre, und er von seinem Wege nicht umkehrt, so wird er wegen seiner Ungerechtigkeit sterben; du aber hast deine Seele errettet.10 Und du, Menschensohn, sprich zu dem Hause Israel: Also sprechet ihr und saget: Unsere Übertretungen und unsere Sünden sind auf uns, und in denselben {O. durch dieselben.} schwinden wir dahin; wie könnten wir denn leben?11 Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, ich habe kein Gefallen am Tode des Gesetzlosen, sondern dass der Gesetzlose von seinem Wege umkehre und lebe! Kehret um, kehret um von euren bösen Wegen! denn warum wollt ihr sterben, Haus Israel?12 Und du, Menschensohn, sprich zu den Kindern deines Volkes: Die Gerechtigkeit des Gerechten wird ihn nicht erretten am Tage seiner Übertretung; und die Gesetzlosigkeit des Gesetzlosen - er wird nicht durch dieselbe fallen an dem Tage, da er von seiner Gesetzlosigkeit umkehrt; und der Gerechte wird nicht durch seine Gerechtigkeit {W. durch dieselbe.} leben können an dem Tage, da er sündigt.13 Wenn ich dem Gerechten sage, dass er gewisslich leben soll, und er verlässt sich auf seine Gerechtigkeit und tut unrecht: so wird aller seiner gerechten Taten {W. Gerechtigkeiten.} nicht gedacht werden, und wegen seines Unrechts, das er getan hat, deswegen wird er sterben.14 Wenn ich aber zu dem Gesetzlosen spreche: Du sollst gewisslich sterben; und er kehrt von seiner Sünde um und übt Recht und Gerechtigkeit,15 so dass der Gesetzlose das Pfand zurückgibt, Geraubtes erstattet, in den Satzungen des Lebens wandelt, ohne unrecht zu tun, so soll er gewisslich leben, er soll nicht sterben;16 aller seiner Sünden, die er begangen hat, soll ihm nicht gedacht werden; Recht und Gerechtigkeit hat er geübt: er soll gewisslich leben. -17 Und die Kinder deines Volkes sprechen: Der Weg des Herrn ist nicht recht; aber ihr Weg ist nicht recht.18 Wenn der Gerechte von seiner Gerechtigkeit umkehrt und unrecht tut, so wird er deswegen sterben.19 Und wenn der Gesetzlose von seiner Gesetzlosigkeit umkehrt und Recht und Gerechtigkeit übt, so wird er um deswillen leben.20 Und doch sprechet ihr: Der Weg Jahwes ist nicht recht. Ich werde euch richten, einen jeden nach seinen Wegen, Haus Israel.

Die Nachricht des Entronnenen: Die Stadt Jerusalem ist geschlagen! (33,21ff)

21 Und es geschah im zwölften Jahre unserer Wegführung, im zehnten Monat, am Fünften des Monats, da kam ein Entronnener aus Jerusalem zu mir und sprach: 22 Und die Hand Jahwes war am Abend über mich gekommen vor der Ankunft des Entronnenen, und er hatte meinen Mund aufgetan, bis jener am Morgen zu mir kam; und so war mein Mund aufgetan, und ich verstummte nicht mehr {Vergl. Kap. 24,25-27.}. -
23 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:24 Menschensohn, die Bewohner jener Trümmer im Lande Israel sprechen und sagen: Abraham war ein einzelner, und er erhielt das Land zum Besitztum; wir aber sind viele, uns ist das Land zum Besitztum gegeben!25 Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr, Jahwe: Ihr esset mit dem Blute, und erhebet eure Augen zu euren Götzen und vergiesset Blut, und ihr solltet das Land besitzen?26 Ihr steifet euch auf euer Schwert, verübet Greuel und verunreiniget einer des anderen Weib, und ihr solltet das Land besitzen?27 So sollst du zu ihnen sprechen: So spricht der Herr, Jahwe: So wahr ich lebe, die in den Trümmern sind, sollen durchs Schwert fallen; und wer auf dem freien Felde ist, den gebe ich den wilden Tieren hin, dass sie ihn fressen; und die in den Festungen und in den Höhlen sind, sollen an der Pest sterben!28 Und ich werde das Land zur Wüste und Verwüstung machen, und der Stolz seiner Stärke {O. Macht; vergl. Kap. 24,21.} wird ein Ende haben; und die Berge Israels werden wüst sein, so dass niemand darüber hinwandert.29 Und sie werden wissen {O. erkennen, erfahren; so auch V.33 usw..}, dass ich Jahwe bin, wenn ich das Land zur Wüste und Verwüstung mache wegen all ihrer Greuel, die sie verübt haben.30 Und du, Menschensohn, die Kinder deines Volkes unterreden sich über dich an den Wänden und in den Türen der Häuser; und einer redet mit dem anderen, ein jeder mit seinem Bruder, und spricht: Kommet doch und höret, was für ein Wort von Jahwe ausgeht.31 Und sie kommen scharenweise {W. wie das Kommen eines Volkes.} zu dir und sitzen vor dir als mein Volk und hören deine Worte, aber sie tun sie nicht; sondern sie tun, was ihrem Munde angenehm ist {d.h. was ihrem Geschmack zusagt.}, ihr Herz geht ihrem Gewinne nach.32 Und siehe, du bist ihnen wie ein liebliches Lied, wie einer, der eine schöne Stimme hat und gut zu spielen versteht; und sie hören deine Worte, doch sie tun sie nicht.33 Wenn es aber kommt - siehe, es kommt! - so werden sie wissen, dass ein Prophet in ihrer Mitte war.

Kapitel 34

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, weissage wider die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen, den Hirten: So spricht der Herr, Jahwe: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden {Eig. weideten.}! Sollen die Hirten nicht die Herde {Eig. das Kleinvieh; dasselbe Wort wie "Schafe" (V.6); so auch V.3. 17. 31.} weiden?3 Ihr esset das Fett und kleidet euch mit der Wolle, das fette Vieh schlachtet ihr; die Herde weidet ihr nicht.4 Die Schwachen habt ihr nicht gestärkt und das Kranke nicht geheilt und das Verwundete nicht verbunden, und das Versprengte führtet ihr nicht zurück, und das Verlorene suchtet ihr nicht; und mit Strenge habt ihr über sie geherrscht und mit Härte.5 Und so wurden sie zerstreut, weil sie ohne Hirten waren; und sie wurden allen Tieren des Feldes zur Speise, und wurden zerstreut.6 Meine Schafe irren umher auf allen Bergen und auf jedem hohen Hügel; und über das ganze Land hin sind meine Schafe zerstreut worden, und da ist niemand, der nach ihnen fragt, und niemand, der sie sucht. -7 Darum, ihr Hirten, höret das Wort Jahwes!8 So wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe: Weil meine Schafe zur Beute und meine Schafe allen Tieren des Feldes zur Speise geworden sind, weil kein Hirte da ist, und meine Hirten nicht nach meinen Schafen fragen, und die Hirten sich selbst weiden, aber nicht meine Schafe weiden:9 darum, ihr Hirten, höret das Wort Jahwes!10 So spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich will an die Hirten, und ich werde meine Schafe von ihrer Hand fordern und machen, dass sie aufhören, die Schafe zu weiden, damit die Hirten nicht mehr sich selbst weiden; und ich werde meine Schafe von ihrem Munde erretten, dass sie ihnen nicht mehr zur Speise seien.11 Denn so spricht der Herr, Jahwe: 17 Und ihr, meine Herde, so spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich werde richten zwischen Schaf und Schaf, den Widdern und den Böcken.18 Ist es euch zu wenig, dass ihr die gute Weide abweidet und das Übrige eurer Weide mit euren Füssen zertretet, und dass ihr das abgeklärte Wasser trinket und das Übriggebliebene mit euren Füssen trübet?19 Und meine Schafe sollen abweiden, was mit euren Füssen zertreten, und trinken, was mit euren Füssen getrübt ist?20 Darum, so spricht der Herr, Jahwe, zu ihnen: Siehe, ich bin da, und ich werde richten zwischen fettem Schaf und magerem Schaf.21 Weil ihr all die Schwachen mit Seite und Schulter verdränget und mit euren Hörnern stosset, bis ihr sie nach aussen hin zerstreut habt,22 so will ich meine Schafe retten, damit sie nicht mehr zur Beute seien; und ich werde richten zwischen Schaf und Schaf.23 Und ich werde einen Hirten über sie erwecken, und er wird sie weiden - meinen Knecht David: der wird sie weiden, und der wird ihr Hirt {Eig. ihnen zum Hirten (zum Gott).} sein.24 Und ich, Jahwe, werde ihr Gott {Eig. ihnen zum Hirten (zum Gott).} sein, und mein Knecht David wird Fürst sein in ihrer Mitte. Ich, Jahwe, habe geredet.25 Und ich werde einen Bund des Friedens mit ihnen machen, und werde die bösen Tiere aus dem Lande vertilgen; und sie werden in der Wüste sicher wohnen und in den Wäldern schlafen.26 Und ich werde sie und die Umgebungen meines Hügels zum Segen machen; und ich werde den Regen fallen lassen zu seiner Zeit, Regen des Segens werden es sein.27 Und der Baum des Feldes wird seine Frucht geben, und das Land wird seinen Ertrag geben; und sie werden in ihrem Lande sicher sein. Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin, wenn ich die Stäbe ihres Joches zerbreche und sie aus der Hand derer errette, welche sie knechteten.28 Und sie werden nicht mehr den Nationen zur Beute sein, und die wilden Tiere der Erde werden sie nicht mehr fressen; sondern sie werden in Sicherheit wohnen, und niemand wird sie aufschrecken.29 Und ich werde ihnen eine Pflanzung erwecken zum Ruhme {Eig. zum Namen.}, und sie werden nicht mehr durch Hunger weggerafft werden im Lande und nicht mehr die Schmach der Nationen tragen.30 Und sie werden wissen, dass ich, Jahwe, ihr Gott, mit ihnen bin, und dass sie, das Haus Israel, mein Volk sind, spricht der Herr, Jahwe.31 Und ihr, meine Herde, Herde meiner Weide, ihr seid Menschen; ich bin euer Gott, spricht der Herr, Jahwe.

Kapitel 35

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, richte dein Angesicht wider das Gebirge Seir, und weissage wider dasselbe3 und sprich zu ihm: So spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich will an dich, Gebirge Seir; und ich werde meine Hand wider dich ausstrecken und dich zur Wüste und Verwüstung machen;4 und ich werde deine Städte zur Einöde machen, und du selbst wirst eine Wüste werden. Und du wirst wissen, dass ich Jahwe bin. -5 Weil du eine beständige Feindschaft hegtest und die Kinder Israel der Gewalt des Schwertes preisgabst zur Zeit ihrer Not, zur Zeit der Ungerechtigkeit des Endes:6 darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, werde ich dich zu Blut machen, und Blut wird dich verfolgen; weil du Blut nicht gehasst, so soll Blut dich verfolgen.7 Und ich werde das Gebirge Seir zur Wüstenei und Verwüstung machen, und den Hin- und Wiederziehenden aus ihm ausrotten.8 Und seine Berge werde ich mit seinen Erschlagenen füllen; auf deinen Hügeln und in deinen Tälern und in allen deinen Gründen sollen vom Schwert Erschlagene fallen.9 Zu ewigen Wüsteneien werde ich dich machen, und deine Städte sollen nicht mehr bewohnt werden. Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin. -10 Weil du sprachst: Die beiden Nationen und die beiden Länder sollen mein sein, und wir werden es {nämlich das Land.} in Besitz nehmen, da doch Jahwe daselbst war:11 darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr, Jahwe, werde ich handeln nach deinem Zorn und nach deiner Eifersucht, wie du infolge deines Hasses gegen sie gehandelt hast; und ich werde mich unter ihnen {O. an ihnen.} kundtun, sobald ich dich gerichtet habe.12 Und du wirst wissen, dass ich, Jahwe, alle deine Schmähungen gehört habe, welche du gegen die Berge Israels ausgesprochen hast, indem du sagtest: Sie sind verwüstet {Eig. es (das Land) ist verwüstet.}, uns sind sie zur Speise gegeben!13 Und ihr habt mit eurem Munde gegen mich grossgetan und eure Worte gegen mich gehäuft; ich habe es gehört. -14 So spricht der Herr, Jahwe: Wenn die ganze Erde sich freut, werde ich dir Verwüstung bereiten.15 Wie du deine Freude hattest an dem Erbteil des Hauses Israel, darum dass es verwüstet war, ebenso werde ich dir tun: eine Wüste sollst du werden, Gebirge Seir und ganz Edom insgesamt! Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin.

Kapitel 36

1 Und du, Menschensohn, weissage über die Berge Israels und sprich: Berge Israels, höret das Wort Jahwes!2 So spricht der Herr, Jahwe: Weil der Feind über euch spricht: Haha! und: Die ewigen Höhen, sie sind uns zum Besitztum geworden!3 darum weissage und sprich: So spricht der Herr, Jahwe: Darum, ja darum, dass man euch von allen Seiten her verwüstet und angeschnaubt {O. nach euch geschnappt.} hat, so dass ihr dem Überrest der Nationen ein Besitztum geworden und ins Gerede der Zunge und ins Geschwätz der Leute gekommen seid:4 darum, ihr Berge Israels, höret das Wort des Herrn, Jahwes! So spricht der Herr, Jahwe, zu den Bergen und zu den Hügeln, zu den Gründen und zu den Tälern, und zu den wüsten Trümmern und zu den verlassenen Städten, welche dem Überrest der Nationen ringsum zur Beute und zum Spott geworden sind -5 darum, so spricht der Herr, Jahwe: Wahrlich, im Feuer meines Eifers habe ich geredet wider den Überrest der Nationen und wider ganz Edom, die sich mein Land zum Besitztum gemacht haben, mit ganzer Herzensfreude, mit Verachtung der Seele, um es zur Plünderung auszuleeren!6 Darum weissage von dem Lande Israel und sprich zu den Bergen und zu den Hügeln, zu den Gründen und zu den Tälern: So spricht der Herr, Jahwe: Siehe, in meinem Eifer und in meinem Grimm habe ich geredet, weil ihr die Schmach der Nationen getragen habt.7 Darum, so spricht der Herr, Jahwe: Ich, ich habe meine Hand erhoben {d.i. zum Schwure.}: Wenn nicht die Nationen, welche rings um euch her sind, ihre eigene Schmach tragen sollen!8 Ihr aber, Berge Israels, ihr sollt meinem Volke Israel eure Zweige treiben und eure Frucht tragen, denn sie {d.h. die Zweige und die Frucht.} sind nahe daran zu kommen.9 Denn siehe, ich will zu euch kommen, und ich will mich zu euch wenden, und ihr sollt bebaut und besät werden.10 Und ich werde die Menschen auf euch vermehren, das ganze Haus Israel insgesamt; und die Städte sollen bewohnt und die Trümmer aufgebaut werden.11 Und ich werde Menschen und Vieh auf euch vermehren, und sie werden sich mehren und fruchtbar sein; und ich werde euch bewohnt machen, wie in euren Vorzeiten, und werde euch wohltun, mehr als in euren Anfängen. Und ihr werdet wissen, dass ich Jahwe bin.12 Und ich werde Menschen, mein Volk Israel, auf euch wandeln lassen, und sie werden dich {bezieht sich nach dem Hebr. auf das Gebirge Israels.} besitzen, und du wirst ihnen zum Erbteil sein; und du wirst sie hinfort nicht mehr der Kinder berauben. -13 So spricht der Herr, Jahwe: Weil sie zu euch sprechen: Du {bezieht sich nach dem Hebr. auf das Land.} verzehrst Menschen und hast deine Nation der Kinder beraubt,14 darum wirst du nicht mehr Menschen verzehren, und wirst deine Nation nicht mehr straucheln machen {Nach and. Lesart: der Kinder berauben.}, spricht der Herr, Jahwe.15 Und ich will dich nicht mehr die Schmähung der Nationen hören lassen, und den Hohn der Völker sollst du nicht mehr tragen; und du sollst deine Nation nicht mehr straucheln machen, spricht der Herr, Jahwe.16 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:17 Menschensohn, das Haus Israel wohnte in seinem Lande, und sie verunreinigten es durch ihren Weg und durch ihre Handlungen; ihr Weg war vor mir wie die Unreinigkeit eines unreinen Weibes.18 Da goss ich meinen Grimm über sie aus wegen des Blutes, das sie im Lande vergossen, und weil sie es durch ihre Götzen verunreinigt hatten.19 Und ich versprengte sie unter die Nationen, und sie wurden in die Länder zerstreut; ich richtete sie nach ihrem Wege und nach ihren Handlungen.20 Und als sie zu den Nationen kamen, wohin sie kamen, da entweihten sie meinen heiligen Namen, indem man von ihnen sagte: Jahwes Volk sind diese, und aus seinem Lande sind sie gezogen.21 Aber ich habe meinen heiligen Namen verschont {Eig. ich habe mich meines heiligen Namens erbarmt.}, welchen das Haus Israel entweiht hat unter den Nationen, wohin sie kamen. -22 Darum sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr, Jahwe: Nicht um euretwillen tue ich es, Haus Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entweiht habt unter den Nationen, wohin ihr gekommen seid.23 Und ich werde meinen grossen Namen heiligen, der entweiht ist unter den Nationen, welchen ihr entweiht habt in ihrer Mitte. Und die Nationen werden wissen, dass ich Jahwe bin, spricht der Herr, Jahwe, wenn ich mich vor ihren Augen an euch heilige {d.h. heilig erweise.}. -24 Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch sammeln aus allen Ländern und euch in euer Land bringen.25 Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von allen euren Unreinigkeiten und von allen euren Götzen werde ich euch reinigen.26 Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.27 Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechte bewahret und tut.28 Und ihr werdet in dem Lande wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe; und ihr werdet mein Volk, und ich werde euer Gott sein.29 Und ich werde euch befreien von allen euren Unreinigkeiten. Und ich werde das Getreide herbeirufen und es mehren, und keine Hungersnot mehr auf euch bringen;30 und ich werde die Frucht des Baumes und den Ertrag des Feldes mehren, auf dass ihr nicht mehr den Schimpf einer Hungersnot traget unter den Nationen.31 Und ihr werdet eurer bösen Wege gedenken und eurer Handlungen, die nicht gut waren, und werdet Ekel an euch selbst empfinden wegen eurer Missetaten und eurer Greuel.32 Nicht um euretwillen tue ich es, spricht der Herr, Jahwe, das sei euch kund; schämet euch und werdet beschämt vor euren Wegen, Haus Israel! -33 So spricht der Herr, Jahwe: An dem Tage, da ich euch reinigen werde von allen euren Missetaten, da will ich die Städte bewohnt machen, und die Trümmer sollen aufgebaut werden.34 Und das verwüstete Land soll bebaut werden, statt dass es eine Wüste war vor den Augen jedes Vorüberziehenden.35 Und man wird sagen: Dieses Land da, das verwüstete, ist wie der Garten Eden geworden, und die verödeten und verwüsteten und zerstörten Städte sind befestigt und bewohnt.36 Und die Nationen, welche rings um euch her übrigbleiben werden, werden wissen, dass ich, Jahwe, das Zerstörte aufbaue, das Verwüstete bepflanze. Ich, Jahwe, habe geredet und werde es tun. -37 So spricht der Herr, Jahwe: Auch noch um dieses werde ich mich vom Hause Israel erbitten {Eig. ersuchen.} lassen, dass ich es ihnen tue: Ich werde sie an Menschen vermehren wie eine Herde.38 Wie eine geheiligte Herde, wie die Herde Jerusalems an seinen Festen {Eig. bestimmten Zeiten, d.h. alle geheiligten Zeiten und Tage; so auch Kap. 44,24.}, also werden die verödeten Städte voll Menschenherden sein. Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin.

Kapitel 37

Die toten Gebeine werden lebendig: Das Volk Isreal war tot und ist wieder lebendig geworden (37,1ff)

1 Die Hand Jahwes kam über mich, und Jahwe führte mich im Geiste hinaus und liess mich nieder mitten im Tale {Vergl. Kap. 3,22.}; und dieses war voll Gebeine.2 Und er führte mich ringsherum an ihnen vorüber; und siehe, es waren sehr viele auf der Fläche des Tales, und siehe, sie waren sehr verdorrt.3 Und er sprach zu mir: Und ich sprach: 4 Da sprach er zu mir: 7 Und ich weissagte, wie mir geboten war. Da entstand ein Geräusch, als ich weissagte, und siehe, ein Getöse: und die Gebeine rückten zusammen, Gebein an Gebein.8 Und ich sah, und siehe, es kamen Sehnen über sie, und Fleisch wuchs, und Haut zog sich darüber obenher; aber es war kein Odem in ihnen.9 Und er sprach zu mir: 10 Und ich weissagte, wie er mir geboten hatte; und der Odem kam in sie, und sie wurden lebendig und standen auf ihren Füssen, ein überaus grosses Heer. -
11 Und er sprach zu mir: 15 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:

Kapitel 38

1 Und das Wort Jahwes geschah zu mir also:2 Menschensohn, richte dein Angesicht gegen Gog vom Lande Magog {Eig. vom Lande des Magogvolkes (1. Mose 10,2).}, den Fürsten von Rosch, Mesech und Tubal {O. den Hauptfürsten von Mesech und Tubal; so auch nachher.}, und weissage wider ihn3 und sprich: So spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich will an dich, Gog, Fürst von Rosch, Mesech und Tubal.4 Und ich werde dich herumlenken {O. verleiten, d.h. zum Kriege; so auch Kap. 39,2.} und Haken in deine Kinnbacken legen; und ich werde dich herausführen und dein ganzes Heer, Rosse und Reiter, allesamt prächtig gekleidet, eine grosse Schar mit Schild und Tartsche, welche Schwerter führen allesamt:5 Perser, Äthiopier und Put mit ihnen, allesamt mit Schild und Helm;6 Gomer und alle seine Haufen, das Haus Togarma im äussersten Norden und alle seine Haufen; viele Völker mit dir.7 Rüste dich und rüste dir zu, du und alle deine Scharen, die sich zu dir versammelt haben, und sei ihr Anführer!8 Nach vielen Tagen sollst du heimgesucht werden: am Ende der Jahre sollst du in das Land kommen, das vom Schwerte wiederhergestellt, das aus vielen Völkern gesammelt ist, auf die Berge Israels, welche beständig verödet waren; und es ist herausgeführt aus den Völkern, und sie wohnen in Sicherheit allesamt.

Sturm, Kriegsqualition (28,9ff)

9 Und du sollst heraufziehen, wie ein Sturm herankommen, sollst wie eine Wolke sein, um das Land zu bedecken, du und alle deine Haufen und viele Völker mit dir.10 So spricht der Herr, Jahwe: Und es wird geschehen an jenem Tage, da werden Dinge in deinem Herzen aufsteigen, und du wirst einen bösen Anschlag ersinnen11 und sprechen: Ich will hinaufziehen in das Land der offenen Städte, will über die kommen, welche in Ruhe sind, in Sicherheit wohnen, die allesamt ohne Mauern wohnen und Riegel und Tore nicht haben:12 um Raub zu rauben und Beute zu erbeuten, um deine Hand zu kehren gegen die wiederbewohnten Trümmer {O. Einöden.} und gegen ein Volk, das aus den Nationen gesammelt ist, welches Hab und Gut erworben hat, welches den Mittelpunkt {W. den Nabel.} der Erde bewohnt.13 Scheba und Dedan und die Kaufleute von Tarsis und alle ihre jungen Löwen {d.h. ihre raubgierigen Herrscher. (Vergl. Kap. 32,2).} werden zu dir sagen: Kommst du, um Raub zu rauben? hast du deine Scharen versammelt, um Beute zu erbeuten, um Silber und Gold wegzuführen, Hab und Gut wegzunehmen, um einen grossen Raub zu rauben? -14 Darum, weissage, Menschensohn, und sprich zu Gog: So spricht der Herr, Jahwe: Wirst du es an jenem Tage nicht wissen, wenn mein Volk Israel in Sicherheit wohnt?15 Und du wirst von deinem Orte kommen, vom äussersten Norden her, du und viele Völker mit dir, auf Rossen reitend allesamt, eine grosse Schar und ein zahlreiches Heer.16 Und du wirst wider mein Volk Israel heraufziehen wie eine Wolke, um das Land zu bedecken. Am Ende der Tage wird es geschehen, dass ich dich heranbringen werde wider {O. über.} mein Land, auf dass die Nationen mich kennen, wenn ich mich an dir, Gog, vor ihren Augen heilige {d.h. heilig erweise.}.17 So spricht der Herr, Jahwe: Bist du der, von welchem ich in vergangenen Tagen geredet habe durch meine Knechte, die Propheten Israels, welche in jenen Tagen Jahre lang weissagten, dass ich dich wider sie heranbringen würde?18 Und es wird geschehen an selbigem Tage, an dem Tage, wenn Gog in das Land Israel kommt, spricht der Herr, Jahwe, da wird mein Grimm in meiner Nase aufsteigen.19 Und in meinem Eifer, im Feuer meines Zornes habe ich geredet: Wahrlich, an selbigem Tage wird ein grosses Beben sein im Lande Israel!20 Und es werden vor mir beben die Fische des Meeres und die Vögel des Himmels und die Tiere des Feldes und alles Gewürm, das sich auf dem Erdboden regt, und alle Menschen, die auf der Fläche des Erdbodens sind; und die Berge werden niedergerissen werden, und die steilen Höhen werden einstürzen, und jede Mauer wird zu Boden fallen.21 Und ich werde nach allen meinen Bergen hin das Schwert über {O. wider.} ihn herbeirufen, spricht der Herr, Jahwe; das Schwert des einen wird wider den anderen sein.22 Und ich werde Gericht an ihm üben durch die Pest und durch Blut; und einen überschwemmenden Regen und Hagelsteine, Feuer und Schwefel werde ich regnen lassen auf ihn und auf seine Haufen und auf die vielen Völker, die mit ihm sind.23 Und ich werde mich gross und heilig erweisen, und werde mich kundtun vor den Augen vieler Nationen. Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin.

Kapitel 39

1 Und du, Menschensohn, weissage wider Gog und sprich: So spricht der Herr, Jahwe: Siehe, ich will an dich, Gog, Fürst von Rosch, Mesech und Tubal.2 Und ich werde dich herumlenken und herbeiführen, und dich heraufziehen lassen vom äussersten Norden her, und dich auf die Berge Israels bringen.3 Und ich werde dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen und deine Pfeile aus deiner rechten Hand werfen.4 Auf den Bergen Israels wirst du fallen, du und alle deine Haufen und die Völker, die mit dir sind; den Raubvögeln allerlei Gefieders und den Tieren des Feldes habe ich dich zur Speise gegeben;5 auf dem freien Felde sollst du fallen. Denn ich habe geredet, spricht der Herr, Jahwe.6 Und ich werde Feuer senden unter Magog und unter die, welche auf den Inseln {d.h. den Inseln und Küstenländern des Mittelländischen Meeres.} sicher wohnen. Und sie werden wissen, dass ich Jahwe bin.7 Und ich werde meinen heiligen Namen kundtun inmitten meines Volkes Israel, und werde meinen heiligen Namen nicht mehr entweihen lassen. Und die Nationen werden wissen, dass ich Jahwe bin, der Heilige {Eig. heilig.} in Israel.8 Siehe, es kommt und wird geschehen, spricht der Herr, Jahwe. Das ist der Tag, von welchem ich geredet habe.9 Und die Bewohner der Städte Israels werden hinausgehen, und werden Feuer machen und heizen mit Waffen und Tartschen und Schilden, mit Bogen und Pfeilen und mit Handstäben und Lanzen; und sie werden Feuer damit machen sieben Jahre lang.10 Und sie werden kein Holz vom Felde holen noch aus den Wäldern hauen, sondern werden Feuer machen mit den Waffen. Und sie werden ihre Räuber berauben und ihre Plünderer plündern, spricht der Herr, Jahwe.11 Und es wird geschehen an jenem Tage, da werde ich Gog eine Grabstätte geben in Israel, das Tal der Wanderer {O. der Durchziehenden.} auf der Ostseite {Eig. Vorderseite.} des Meeres; und es wird den Wanderern den Weg versperren. Und daselbst werden sie Gog und seine ganze Menge begraben, und sie werden es nennen: Tal der Menge Gogs {O. Tal Hamon-Gog.}.12 Und das Haus Israel wird sie begraben, um das Land zu reinigen, sieben Monate lang;13 und das ganze Volk des Landes wird sie begraben, und es wird ihnen zum Ruhme {Eig. zum Namen.} sein an dem Tage, da ich mich verherrlichen werde, spricht der Herr, Jahwe.14 Und sie werden Männer aussondern, die beständig im Lande umherziehen, und solche, welche mit den Umherziehenden die auf der Fläche des Landes Übriggebliebenen begraben, um es zu reinigen; nach Verlauf von sieben Monaten {Vergl. V.12.} werden sie es durchsuchen.15 Und die Umherziehenden werden im Lande umherziehen; und wenn einer ein Menschengebein sieht, so wird er ein Mal daneben errichten, bis die Totengräber es im Tale der Menge Gogs begraben.16 Und auch der Name der {O. einer.} Stadt soll Hamona {Menge, Getümmel; vergl. V.11.} sein. Und so werden sie das Land reinigen. -17 Und du, Menschensohn, so spricht der Herr, Jahwe: Sprich zu dem Gevögel allerlei Gefieders und zu allen Tieren des Feldes: Versammelt euch und kommet, sammelt euch von allen Seiten her zu meinem Schlachtopfer, das ich für euch schlachte, einem grossen Schlachtopfer auf den Bergen Israels, und fresset Fleisch und trinket Blut!18 Fleisch von Helden sollt ihr fressen, und Blut von Fürsten der Erde sollt ihr trinken: Widder, Fettschafe und Böcke und Farren, in Basan gemästet allesamt.19 Und Fett sollt ihr fressen bis zur Sättigung und Blut trinken bis zur Trunkenheit von meinem Schlachtopfer, das ich für euch geschlachtet habe.20 Und ihr sollt euch sättigen an meinem Tische von Rossen und Reitern, von Helden und allerlei Kriegsleuten, spricht der Herr, Jahwe.21 Und ich werde meine Herrlichkeit unter den Nationen erweisen {Eig. unter die Nationen setzen.}; und alle Nationen sollen mein Gericht sehen, welches ich gehalten, und meine Hand, die ich an sie gelegt habe.22 Und von jenem Tage an und hinfort wird das Haus Israel wissen, dass ich, Jahwe, ihr Gott bin.23 Und die Nationen werden wissen, dass das Haus Israel um seiner Ungerechtigkeit willen weggeführt wurde, weil sie treulos gegen mich gewesen sind, und ich mein Angesicht vor ihnen verborgen und sie in die Hand ihrer Bedränger gegeben habe, so dass sie allesamt durch das Schwert gefallen sind.24 Nach ihrer Unreinigkeit und nach ihren Übertretungen habe ich mit ihnen gehandelt, und habe mein Angesicht vor ihnen verborgen. -25 Darum, so spricht der Herr, Jahwe: Nun werde ich die Gefangenschaft Jakobs wenden und mich des ganzen Hauses Israel erbarmen, und werde eifern für meinen heiligen Namen.26 Und sie werden ihre Schmach tragen {S. Kap. 16,63.} und alle ihre Treulosigkeit, mit welcher sie treulos gegen mich gehandelt haben, wenn sie in ihrem Lande sicher wohnen und niemand sie aufschreckt,27 wenn ich sie aus den Völkern zurückgebracht und sie aus den Ländern ihrer Feinde gesammelt, und ich mich an ihnen geheiligt {d.h. heilig erwiesen.} habe vor den Augen der vielen Nationen.28 Und sie werden wissen, dass ich, Jahwe, ihr Gott bin, indem ich sie zu den Nationen weggeführt habe und sie wieder in ihr Land sammle und keinen mehr von ihnen dort übriglasse.29 Und ich werde mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen, wenn {O. weil.} ich meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen habe, spricht der Herr, Jahwe.

Teil 6: Neuer Tempel, neuer Gottesdienst, die Herrlichkeit des Herrn kommt zurück (40-48)

Kapitel 40

Der neue Tempel (40,1ff)

1 Im 25. Jahre unserer Wegführung, im Anfang des Jahres, am Zehnten des Monats, im 14. Jahre, nachdem die Stadt geschlagen war, an diesem selbigen Tage kam die Hand Jahwes über mich, und er brachte mich dorthin.2 In Gesichten Gottes brachte er mich in das Land Israel, und er liess mich nieder auf einen sehr hohen Berg; und auf demselben, gegen Süden, war es wie der Bau einer Stadt.3 Und er brachte mich dorthin; und siehe da, ein Mann, dessen Aussehen war wie das Aussehen von Erz; und in seiner Hand war eine leinene Schnur und eine Messrute; und er stand im Tore.4 Und der Mann redete zu mir:

Mauer des Vorhofes (40,5)

5 Und siehe, eine Mauer {die Ringmauer des äusseren Vorhofs.} war ausserhalb des Hauses ringsherum; und in der Hand des Mannes war eine Messrute von sechs Ellen, jede von einer Elle und einer Handbreite {die alte hebr. Elle von 7 Handbreiten.}. Und er mass die Breite des Baues: eine Rute, und die Höhe: eine Rute. -

Osttor und Zimmer für die Wache (40,6ff)

6 Und er ging zu dem Tore, das gegen Osten gerichtet war, und stieg dessen Stufen hinauf. Und er mass die Schwelle des Tores: eine Rute breit, und zwar die erste Schwelle eine Rute breit {der Dicke des Baues (d.h. der Mauer, V.5) entsprechend.};7 und jedes Wachtzimmer {für die Torwache.}: eine Rute lang und eine Rute breit, und zwischen den Wachtzimmern fünf Ellen; und die Torschwelle neben der Torhalle nach dem Hause hin {d.h. die zweite Schwelle am Ausgang des Torgebäudes in den äusseren Vorhof.}: eine Rute.

Torhalle (40,8ff)

8 Und er mass die Torhalle nach dem Hause hin: eine Rute {O. sechs Ellen, für die Tiefe des inneren Raumes.};9 und er mass die Torhalle: acht Ellen {für die Tiefe des äusseren Raumes.}, und ihre Pfeiler: zwei Ellen dick, und die Torhalle war nach dem Hause hin.10 Und der Wachtzimmer des Tores gegen Osten {d.h. des östlichen Torgebäudes (V.6).} waren drei auf dieser und drei auf jener Seite; ein Mass hatten alle drei, und ein Mass die Pfeiler auf dieser und auf jener Seite.

Breite der Toröffnung (40,11)

11 Und er mass die Breite der Toröffnung: zehn Ellen, und die Länge des Tores {d.h. viell. eines jeden der beiden bedeckten Teile des Torweges, in dessen Mitte ein unbedeckter Raum war..}: dreizehn Ellen.12 Und eine Grenzwehr {W. eine Grenze.} war vor den Wachtzimmern, von einer Elle auf dieser Seite; und eine Elle Grenzwehr war auf jener Seite. Und jedes Wachtzimmer war sechs Ellen auf dieser und sechs Ellen auf jener Seite.13 Und er mass das Tor vom Dache eines Wachtzimmers bis zum Dache des anderen: 25 Ellen Breite, Tür gegen Tür. {d.i. die Breite des ganzen Torgebäudes, die an beiden Seiten des Torweges befindlichen Wachtzimmer inbegriffen.}

Pfeiler

14 Und er bestimmte {Eig. machte.} die Pfeiler zu sechzig Ellen Höhe. Und an die Pfeiler stiess der Vorhof rings um das Torgebäude.15 Und von der Vorderseite des Eingangstores bis zur Vorderseite der Halle des inneren Tores waren fünfzig Ellen {Das war die Länge oder Tiefe des ganzen Osttorgebäudes.}.

Vergitterte Fenster an den Wachtzimmern / Palmen

16 Und vergitterte {Eig. geschlossen; vergl. 1. Kön. 6,4.} Fenster waren an den Wachtzimmern, und zwar an ihren Pfeilern, nach dem Inneren des Torgebäudes zu, ringsherum, und ebenso an den Wandvorsprüngen; und so waren Fenster ringsherum nach innen zu; und an den Pfeilern waren Palmen.

Äusserer Vorhof / Die 30 Zellen (40,17ff)

17 Und er brachte mich in den äusseren Vorhof. Und siehe, da waren Zellen und ein Steinpflaster ringsum am Vorhof gemacht; dreissig Zellen waren auf dem Steinpflaster.18 Und das Steinpflaster war zur Seite der Tore {d.h. die Breite des Pflasters innerhalb der Ringmauer entsprach der Tiefe der Torgebäude des äusseren Vorhofs.}, entsprechend der Länge der Tore, nämlich das untere {Der äussere Vorhof lag tiefer als der innere.} Steinpflaster.19 Und er mass die Breite von der Vorderseite des Tores {Eig. von vor dem Tore.} des unteren Vorhofs bis vor den inneren Vorhof, von aussen, hundert Ellen; so war es an der Ostseite und an der Nordseite. -

Nord-Tor (40,20ff)

20 Und das Tor, welches gegen Norden gerichtet war, am äusseren Vorhof: er mass seine Länge und seine Breite;21 und seine Wachtzimmer, drei auf dieser und drei auf jener Seite; und seine Pfeiler und seine Wandvorsprünge. Es war nach dem Masse des ersten Tores, fünfzig Ellen seine Länge und 25 Ellen die Breite {Vergl. V.13.}22 Und seine Fenster und seine Wandvorsprünge und seine Palmen waren nach dem Masse des Tores, das gegen Osten gerichtet war; und auf sieben Stufen stieg man hinauf, und seine Wandvorsprünge waren vor ihnen {d.h. vor den Stufen.}.23 Und ein Tor zum inneren Vorhof war dem Tore nach Norden und nach Osten gegenüber; und er mass von Tor zu Tor hundert Ellen {wie V.19.}. -

Süd-Tor (40,24ff)

24 Und er führte mich gegen Süden. Und siehe, da war ein Tor gegen Süden; und er mass seine Pfeiler und seine Wandvorsprünge nach jenen Massen.25 Und Fenster waren an ihm und an seinen Wandvorsprüngen ringsherum, gleich jenen Fenstern. Die Länge war fünfzig Ellen und die Breite 25 Ellen.26 Und sieben Stufen bildeten seine Stiege, und seine Wandvorsprünge waren vor ihnen; und es hatte Palmen an seinen Pfeilern, eine auf dieser und eine auf jener Seite.27 Und ein Tor zum inneren Vorhof war gegen Süden; und er mass vom Tore {d.h. von dem soeben beschriebenen Tore des äusseren Vorhofs.} zu dem Tore gegen Süden, hundert Ellen.

Der innere Vorhof (40,28ff)

28 Und er brachte mich durch das Südtor in den inneren Vorhof. Und er mass das Südtor nach jenen Massen,29 und seine Wachtzimmer und seine Pfeiler und seine Wandvorsprünge nach jenen Massen. Und Fenster waren an ihm und an seinen Wandvorsprüngen ringsherum. Die Länge war fünfzig Ellen und die Breite 25 Ellen.30 Und Wandvorsprünge waren ringsherum, die Länge 25 Ellen und die Breite fünf Ellen.31 Und seine Wandvorsprünge waren gegen den äusseren Vorhof hin; und Palmen waren an seinen Pfeilern; und acht Stufen bildeten seine Stiege. -

Ostseite des inneren Vorhofes (40,32ff)

32 Und er brachte mich in den inneren Vorhof gegen Osten. Und er mass das Tor nach jenen Massen,33 und seine Wachtzimmer und seine Pfeiler und seine Wandvorsprünge nach jenen Massen. Und Fenster waren an ihm und an seinen Wandvorsprüngen ringsherum. Die Länge war fünfzig Ellen und die Breite 25 Ellen.34 Und seine Wandvorsprünge waren gegen den äusseren Vorhof hin; und Palmen waren an seinen Pfeilern auf dieser und auf jener Seite; und acht Stufen bildeten seine Stiege. -

Nordtor (40,35ff)

35 Und er brachte mich zu dem Nordtore. Und er mass es nach jenen Massen:36 seine Wachtzimmer, seine Pfeiler und seine Wandvorsprünge. Und Fenster waren an ihm ringsherum. Die Länge war fünfzig Ellen und die Breite 25 Ellen.37 Und seine Pfeiler waren nach dem äusseren Vorhof zu; und Palmen waren an seinen Pfeilern auf dieser und auf jener Seite; und acht Stufen bildeten seine Stiege.38 Und eine Zelle und ihr Eingang war an den Pfeilern der Tore; daselbst spülte man das Brandopfer ab.

Tische (40,39ff)

39 Und in der Torhalle waren zwei Tische auf dieser und zwei Tische auf jener Seite, um auf dieselben das geschlachtete Brandopfer und Sündopfer und Schuldopfer zu legen {W. um auf dieselben hin das Brandopfer usw. zu schlachten; so auch V.41.}.40 Und draussen, an der dem zum Toreingang hinaufgehenden nördlich liegenden Seite {Eig. Schulter: der äussere Vorsprung, den die Torhalle bildete. (Diese Beschreibung bezieht sich auf alle drei Tore des inneren Vorhofs).}, waren zwei Tische; und an der anderen Seite {Eig. Schulter: der äussere Vorsprung, den die Torhalle bildete. (Diese Beschreibung bezieht sich auf alle drei Tore des inneren Vorhofs).} der Torhalle zwei Tische:41 vier Tische auf dieser und vier Tische auf jener Seite, an der Seite {Eig. auf jener Seite der Schulter.} des Tores: acht Tische, auf welche man das geschlachtete Fleisch legte.42 Und bei der Stiege waren vier Tische aus behauenen Steinen, anderthalb Ellen lang und anderthalb Ellen breit und eine Elle hoch; auf diese legte man die Geräte, womit man das Brandopfer und das Schlachtopfer schlachtete.43 Und die Doppelpflöcke {zum Aufhängen der geschlachteten Tiere.}, eine Handbreit lang, waren ringsherum am Torhause befestigt; und auf die Tische kam das Opferfleisch. -

Zellen für die Prister (40,44ff)

44 Und ausserhalb des inneren Tores waren zwei Zellen im inneren Vorhof: eine an der Seite {W. Schulter; wie V.18 und 40.} des Nordtores, und ihre Vorderseite gegen Süden; eine an der Seite {W. Schulter; wie V.18 und 40.} des Südtores {So nach der alexandr. Übersetzung. Im hebr. Texte steht: waren die Zellen der Sänger im inneren Vorhof, welcher an der Seite des Nordtores war, und ihre Vorderseite gegen Süden; eine an der Seite des Osttores.} in der Richtung gegen Norden.45 Und er sprach zu mir:

Vorhof: 100x100 Ellen (40,47ff)

47 Und er mass den Vorhof: die Länge hundert Ellen und die Breite hundert Ellen ins Geviert {Geviert: ein Viereck, ein Quadrat in diesem Fall.}. Und der Altar war vor dem Hause.48 Und er brachte mich zur Halle des Hauses. Und er mass den Pfeiler {d.h. das Pfeilerwerk: zwei Pfeiler von je fünf Ellen Breite.} der Halle: fünf Ellen auf dieser und fünf Ellen auf jener Seite; und die Breite des Tores: drei Ellen auf dieser und drei Ellen auf jener Seite.49 Die Länge der Halle war zwanzig Ellen und die Breite elf Ellen, und zwar an den Stufen, auf welchen man zu ihr hinaufstieg. Und Säulen waren an den Pfeilern, eine auf dieser und eine auf jener Seite.

Kapitel 41

Im Tempel drin (41,1ff)

1 Und er brachte mich in den Tempel. Und er mass die Pfeiler: sechs Ellen Breite auf dieser und sechs Ellen Breite auf jener Seite, die Breite des Zeltes {Wahrsch. wird hier der innere Tempelraum mit dem Zelte der Zusammenkunft verglichen.}.

Tür, Allerheiligstes (41,2ff)

2 Und die Breite der Tür war zehn Ellen, und die Türschultern fünf Ellen auf dieser und fünf Ellen auf jener Seite. Und er mass seine Länge: vierzig Ellen, und die Breite: zwanzig Ellen.3 Und er ging nach innen {d.h. ins Allerheiligste.}. Und er mass den Türpfeiler {d.h. das Pfeilerwerk der Tür: die Wandteile zu beiden Seiten, von je zwei Ellen Dicke.}: zwei Ellen; und die Tür: sechs Ellen Höhe, und die Breite der Tür: sieben Ellen.4 Und er mass seine Länge: zwanzig Ellen, und die Breite: zwanzig Ellen gegen den Tempel hin; und er sprach zu mir: 5 Und er mass die Wand des Hauses: sechs Ellen, und die Breite der Seitenzimmer {d.h. des ganzen Seitenstockwerks.}: vier Ellen, rings um das Haus herum.6 Und die Seitenzimmer waren Zimmer über Zimmer, drei, und zwar dreissigmal; und sie gingen in die Wand, welche das Haus ringsherum für die Seitenzimmer {O. nach den Seitenzimmern hin..} hatte, damit sie festgehalten würden; doch wurden sie nicht in der Wand des Hauses festgehalten {Die Mauer des Hauses hatte bei jedem Stockwerk einen Absatz, um dessen Breite sie zurücktrat.}.

Stockwerke (41,7ff)

7 Und die Erweiterung und Umgebung nahm nach oben hin mehr und mehr zu, hinsichtlich der Seitenzimmer; denn die Umgebung des Hauses vergrösserte sich nach oben hin mehr und mehr rings um das Haus {Der Anbau der Seitenstockwerke wurde nach oben hin immer breiter, während die Mauer in demselben Masse zurücktrat.}, wodurch Breite am Hause nach oben hin entstand. Und so stieg das untere Stockwerk zum oberen auf nach Verhältnis des mittleren.8 Und ich sah am Hause eine Erhöhung ringsherum: die Seitenzimmer hatten nämlich eine Grundlage von einer vollen Rute, sechs Ellen nach der Verbindung hin {Die vorspringende untere Grundlage war sechs Ellen hoch bis zu dem Punkte, wo die Stockwerksmauer begann.}.9 Die Breite der Wand, welche die Seitenzimmer nach aussen hatten, war fünf Ellen; und auch was freigelassen war am Seitenzimmergebäude des Hauses.10 Und zwischen den Zellen {d.h. zwischen dem Zellengebäude (Kap. 42,1 usw.) und dem freigelassenen Raume.} war eine Breite von zwanzig Ellen, rings um das Haus, ringsherum.11 Und die Tür der Seitenzimmer ging nach dem freigelassenen Raume, eine Tür gegen Norden und eine Tür gegen Süden. Und die Breite des freigelassenen Raumes war fünf Ellen ringsherum.12 Und das Bauwerk an der Vorderseite des abgesonderten Platzes {Hebr. Gisra (das Abgeschnittene), ein vom Heiligtum abgesonderter Platz auf der hinteren oder West-Seite des Tempels.}, an der gegen Westen gerichteten Seite {d.h. des Tempels.}, war siebzig Ellen breit, und die Mauer des Bauwerks fünf Ellen breit ringsherum, und seine Länge neunzig Ellen.13 Und er mass das Haus {den Tempel.}: die Länge hundert Ellen; und den abgesonderten Platz und das Bauwerk und seine Mauern: die Länge hundert Ellen;14 und die Breite der Vorderseite des Hauses und des abgesonderten Platzes gegen Osten: hundert Ellen.15 Und so mass er die Länge des an der Vorderseite des abgesonderten Platzes befindlichen Bauwerks, welches sich bis zu seiner Hinterseite hin erstreckte; und seine Galerien auf dieser und auf jener Seite: hundert Ellen; und den inneren Tempel {d.h. das Tempelgebäude im inneren Vorhof.} und die Hallen des Vorhofs. -

Schwellen und Fenster (41,16ff)

16 Die Schwellen und die vergitterten {S. die Anm. zu Kap. 40,16.} Fenster und die Galerien rings um diese drei Gebäude - den Schwellen gegenüber war getäfeltes Holz ringsherum {d.h. an der ganzen Türeinfassung.}, und vom {Eig. der.} Boden bis an die Fenster (und die Fenster waren verdeckt) -17 der Raum über den Türen und das ganze Haus, sowohl inwendig als auswendig, und der Raum an allen Wänden ringsherum, innen und aussen: alles hatte seine Masse.

Cherubim und Palmen (41,18ff)

18 Und Cherubim und Palmen waren gemacht, und zwar eine Palme zwischen Cherub und Cherub. Und der Cherub hatte zwei Angesichter:19 eines Menschen Angesicht gegen die Palme auf dieser, und eines Löwen Angesicht gegen die Palme auf jener Seite; so war es gemacht am ganzen Hause ringsherum.20 Vom Boden bis hinauf über die Tür waren die Cherubim und die Palmen gemacht, und zwar an der Wand des Tempels.21 Der Tempel hatte viereckige Türpfosten; und die auf der Vorderseite des Heiligtums {d.h. des Allerheiligsten.} hatten die gleiche Gestalt.

Der Räucheraltar (41,22ff)

22 Der Altar {der Räucheraltar.} war von Holz, drei Ellen hoch, und seine Länge zwei Ellen; und er hatte seine Ecken; und sein Gestell und seine Wände waren von Holz. Und er sprach zu mir: 23 Und der Tempel und das Heiligtum hatten zwei Flügeltüren.24 Und die Türflügel hatten zwei Flügelblätter, zwei drehbare Flügelblätter, zwei an dem einen Türflügel und zwei Flügelblätter an dem anderen.25 Und an ihnen, an den Flügeltüren des Tempels, waren Cherubim und Palmen gemacht, wie sie an den Wänden gemacht waren. Und ein hölzernes Dachgesims {O. Gebälk; so auch V.26. Die Bedeutung des hebr. Wortes ist ungewiss.} war an der Vorderseite der Halle draussen.26 Und vergitterte {S. die Anm. zu Kap. 40,16.} Fenster und Palmen waren auf dieser und auf jener Seite, an den Seitenwänden {W. den Schultern.} der Halle und an den Seitenzimmern des Hauses und den Dachgesimsen.

Kapitel 42

Äusserer Vorhof gegen Norden hin (42,1ff)

1 Und er führte mich hinaus in den äusseren Vorhof, des Weges gegen Norden. Und er brachte mich zu den Zellen {d.i. dem nördlichen Zellengebäude.}, welche dem abgesonderten Platze gegenüber und dem Bauwerk nach Norden gegenüber waren,2 vor die Langseite hin von hundert Ellen, mit dem Eingang gegen Norden, und die Breite fünfzig Ellen;3 gegenüber den zwanzig Ellen des inneren Vorhofs und gegenüber dem Pflaster des äusseren Vorhofs, Galerie gegen Galerie war im dritten Stockwerk.4 Und vor den Zellen war ein Gang von zehn Ellen Breite: nach dem inneren Vorhof hin ein Weg von hundert Ellen. Und ihre Türen waren gegen Norden gerichtet.5 Und weil die Galerien Raum von ihnen wegnahmen, waren die oberen Zellen schmäler als die unteren und die mittleren des Baues.6 Denn sie waren dreistöckig, hatten aber keine Säulen wie die Säulen der Vorhöfe; darum waren sie schmäler am Boden als die unteren und die mittleren.7 Und eine Mauer ausserhalb, gleichlaufend den Zellen, nach dem äusseren Vorhof hin, war an der Vorderseite der Zellen; ihre Länge war fünfzig Ellen.8 Denn die Länge der Zellen am äusseren Vorhof war fünfzig Ellen; und siehe, vor dem Tempel war sie hundert Ellen.9 Und unterhalb dieser Zellen war der Zugang von Osten her, wenn man zu ihnen ging, vom äusseren Vorhof her. -10 An der Breite der Mauer des Vorhofs gegen Süden, vor dem abgesonderten Platze und vor dem Bauwerk {S. Kap. 41,12.}, waren Zellen {das südliche Zellengebäude.} -11 und ein Weg vor ihnen - von gleicher Gestalt wie die Zellen, die gegen Norden waren, wie nach ihrer Länge so nach ihrer Breite, und nach allen ihren Ausgängen wie nach ihren Einrichtungen.12 Und wie ihre Eingänge, so waren auch die Eingänge der Zellen, welche gegen Süden waren: ein Eingang am Anfang des Weges, des Weges, welcher gegenüber der entsprechenden Mauer war gegen Osten, wenn man zu ihnen kam.13 Und er sprach zu mir: Die Zellen im Norden und die Zellen im Süden, welche vor dem abgesonderten Platze sind, sind die heiligen Zellen, wo die Priester, welche Jahwe nahen, die hochheiligen Dinge essen sollen. Dahin sollen sie die hochheiligen Dinge legen, sowohl das Speisopfer als auch das Sündopfer und das Schuldopfer; denn der Ort ist heilig.14 Wenn die Priester hineingehen, so sollen sie nicht aus dem Heiligtum in den äusseren Vorhof hinausgehen, sondern sollen dort ihre Kleider niederlegen, in welchen sie den Dienst verrichten; denn sie sind heilig; sie sollen andere Kleider anziehen und sich dem nahen, was für das Volk ist.15 Und als er die Masse des inneren Hauses vollendet hatte, führte er mich hinaus des Weges zum Tore, das gegen Osten gerichtet war; und er mass es {d.h. er mass einen Raum, welcher ausserhalb der Tore des äusseren Vorhofs war..} ringsherum.16 Er mass die Ostseite mit der Messrute, fünfhundert Ruten mit der Messrute ringsum.17 Er mass die Nordseite, fünfhundert Ruten mit der Messrute ringsum.18 Die Südseite mass er, fünfhundert Ruten mit der Messrute.19 Er wandte sich um nach der Westseite und mass fünfhundert Ruten mit der Messrute.20 Er mass es nach den vier Seiten {Eig. Winden.}. Es hatte eine Mauer ringsherum: die Länge war fünfhundert und die Breite fünfhundert, um zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen zu scheiden.

Kapitel 43

Ost-Tor (43,1ff)

Die Herrlichkeit Gottes

1 Und er führte mich zum Tore, dem Tore, das gegen Osten sah.2 Und siehe, die Herrlichkeit des Gottes Israels kam von Osten her; und ihr Rauschen war wie das Rauschen grosser Wasser, und die Erde leuchtete von seiner Herrlichkeit.3 Und das Ansehen des Gesichtes {O. der Erscheinung; so auch nachher.}, das ich sah, war wie das Gesicht, welches ich gesehen hatte, als ich kam, um die Stadt zu verderben; und es waren Gesichte wie das Gesicht, welches ich am Flusse Kebar gesehen hatte. Und ich fiel nieder auf mein Angesicht.4 Und die Herrlichkeit Jahwes kam in das Haus, den Weg des Tores, welches gegen Osten gerichtet war.5 Und der Geist hob mich empor und brachte mich in den inneren Vorhof; und siehe, die Herrlichkeit Jahwes erfüllte das Haus.6 Und ich hörte einen, der aus dem Hause zu mir redete; und ein Mann stand neben mir.7 Und er sprach zu mir:

Das Gesetz des Hauses (43,12ff)

Satzungen des Altars (43,18ff)

18 Und er sprach zu mir:

Kapitel 44

1 Und er führte mich zurück des Weges zum äusseren Tore des Heiligtums, welches gegen Osten sah; und es war verschlossen.2 Und Jahwe sprach zu mir: 4 Und er brachte mich auf dem Wege des Nordtores vor das Haus; und ich sah: und siehe, die Herrlichkeit Jahwes erfüllte das Haus Jahwes; und ich fiel nieder auf mein Angesicht.5 Und Jahwe sprach zu mir: 9 So spricht der Herr, Jahwe:

Kleider (44,17ff)

Kapitel 45

1 Und wenn ihr das Land als Erbteil verlosen werdet, sollt ihr für Jahwe ein Hebopfer heben, als Heiliges {O. Geheiligtes; so auch V.4.} vom Lande: die Länge 25000 Ruten lang, und die Breite 20000 {So nach der alexandr. Übersetzung. Im hebr. Texte steht: zehntausend. (Vergl. zu dieser Stelle Kap. 48.}; dasselbe soll heilig sein in seiner ganzen Grenze ringsum.2 Davon sollen zum Heiligtum {Eig. zum Heiligen.} gehören fünfhundert bei fünfhundert ins Geviert ringsum, und fünfzig Ellen Freiplatz dazu ringsum.3 Und von jenem Masse sollst du eine Länge messen von 25000 und eine Breite von 10000; und darin soll das Heiligtum, das Allerheiligste, sein.4 Dies soll ein Heiliges vom Lande sein; den Priestern, den Dienern des Heiligtums, soll es gehören, welche nahen, um Jahwe zu dienen, und es soll ihnen ein Platz für Häuser sein, und ein Geheiligtes für das Heiligtum.5 Und 25000 Ruten in die Länge und 10000 in die Breite soll den Leviten, den Dienern, des Hauses, gehören, ihnen zum Eigentum, als Städte zum Wohnen {Im hebr. Texte steht: zum Eigentum, zwanzig Zellen. And. l. mit geringerer Veränderung als oben: als Tore zum Wohnen.}.6 Und als Eigentum der Stadt sollt ihr 5000 in die Breite und 25000 in die Länge geben, gleichlaufend dem heiligen Hebopfer; dem ganzen Hause Israel soll es gehören.7 Und dem Fürsten sollt ihr geben auf dieser und auf jener Seite des heiligen Hebopfers und des Eigentums der Stadt, längs des heiligen Hebopfers und längs des Eigentums der Stadt, an der Westseite westwärts und an der Ostseite ostwärts, und der Länge nach {d.h. eigentlich der Breite nach, da es die Schmalseite ist; aber hier und in Kap. 48 bedeutet der Ausdruck "Länge" stets die von Osten nach Westen sich erstreckende Seite. S. die Anm. zu Kap. 48,21.} gleichlaufend einem der Stammteile,8 Als Land soll es ihm gehören, als Eigentum in Israel; und meine Fürsten sollen nicht mehr mein Volk bedrücken, sondern das Land dem Hause Israel nach seinen Stämmen überlassen {Eig. geben.}.9 So spricht der Herr, Jahwe: Lasst es euch genug sein, ihr Fürsten Israels! tut Gewalttat und Bedrückung hinweg, und übet Recht und Gerechtigkeit; höret auf, mein Volk aus seinem Besitze zu vertreiben, spricht der Herr, Jahwe.

Gewichtsmasse / "Fair Trade" (fährer Handel) (45,10ff)

10 Gerechte Waage und gerechtes Epha und gerechtes Bath sollt ihr haben.
11  {Es gilt: 1 Epha = 1 Bath, also: 1 Bath = 1/10 Homer und 1 Epha = 1/10 Homer.} Das Epha und das Bath sollen von einerlei Mass sein, so dass das Bath den zehnten Teil des Homer enthalte, und das Epha den zehnten Teil des Homer; nach dem Homer soll ihr Mass sein.
12 20 Gera = 1 Schekel,
(20+25+15=) 60 Schekel = 1 Mine {Die Gewichtseinheit Schekel wog zu Hesekiels Zeiten etwas mehr als 10g und das Gera demnach etwas mehr als 1/2g = 1/20 Teil des Schekels. 1 Mine wog 500-600g.}.

Hebopfer (45,13f)

13 Dies ist das Hebopfer, welches ihr heben sollt:
Weizen: 1/60 eurer Ernte,
Gerste: 1/60 eurer Ernte,
14 Öl: 1/100 eures Ertrags.
Messen sollt ihr es an Bath (10 Bath = 1 Homer = 1 Kor) {1 Bath (Epha): etwa 22 Liter, 1 Homer (Kor): etwa 220 Liter.}
{ELB: "12 Und der Sekel soll zwanzig Gera sein; zwanzig Sekel, 25 Sekel und fünfzehn Sekel soll euch die Mine sein. 13 Dies ist das Hebopfer, welches ihr heben sollt: ein sechstel Epha vom Homer Weizen und ein sechstel Epha vom Homer Gerste sollt ihr geben; 14 und die Gebühr an Öl, vom Bath Öl: ein zehntel Bath vom Kor [Kor ist eine spätere Benennung für Homer], von zehn Bath, von einem Homer, denn zehn Bath sind ein Homer;".}

Kleinvieh (45,15ff)

15 und ein Stück vom Kleinvieh, von zweihundert, von dem bewässerten Lande Israel: - zum Speisopfer und zum Brandopfer und zu den Friedensopfern, um Sühnung für sie zu tun, spricht der Herr, Jahwe.
16 Das ganze Volk des Landes soll zu diesem Hebopfer für den Fürsten in Israel gehalten sein.17 Und dem Fürsten sollen obliegen die Brandopfer und das Speisopfer und das Trankopfer an den Festen {Das hebr. Wort bezeichnet nur die grossen Jahresfeste.} und an den Neumonden und an den Sabbaten, zu allen Festzeiten {S. die Anm. zu Kap. 36,38.} des Hauses Israel. Er soll das Sündopfer und das Speisopfer und das Brandopfer und die Friedensopfer opfern, um Sühnung zu tun für das Haus Israel.18 So spricht der Herr, Jahwe: Im ersten Monat, am Ersten des Monats, sollst du einen jungen Farren ohne Fehl nehmen und das Heiligtum entsündigen.19 Und der Priester soll von dem Blute des Sündopfers nehmen, und es tun an die Türpfosten des Hauses und an die vier Ecken der Umwandung des Altars und an die Pfosten der Tore des inneren Vorhofs.20 Und ebenso sollst du tun am Siebten des Monats für den, der aus Versehen sündigt, und für den Einfältigen. Und so sollt ihr Sühnung tun für das Haus.21 Im ersten Monat, am vierzehnten Tage des Monats, soll euch das Passah sein, ein Fest von sieben Tagen; Ungesäuertes soll gegessen werden.22 Und der Fürst soll an selbigem Tage für sich und für das ganze Volk des Landes einen Farren als Sündopfer opfern.23 Und die sieben Tage des Festes soll er dem Jahwe sieben Farren und sieben Widder, ohne Fehl, täglich, die sieben Tage als Brandopfer opfern, und einen Ziegenbock täglich als Sündopfer.24 Und als Speisopfer soll er ein Epha Feinmehl zu jedem Farren und ein Epha zu jedem Widder opfern; und Öl, ein Hin zu jedem Epha.25 Im siebten Monat, am fünfzehnten Tage des Monats, am Feste {d.i. am Laubhüttenfeste.}, soll er desgleichen tun die sieben Tage, betreffs des Sündopfers wie des Brandopfers und betreffs des Speisopfers wie des Öles.

Kapitel 46

16 So spricht der Herr, Jahwe: 19 Und er brachte mich durch den Zugang, der an der Seite {W. Schulter, nämlich des nördlichen Binnentores.} des Tores war, zu den heiligen Zellen für die Priester, welche gegen Norden sahen; und siehe, daselbst war ein Ort an der äussersten Seite gegen Westen.20 Und er sprach zu mir: 21 Und er führte mich hinaus in den äusseren Vorhof und liess mich an den vier Ecken des Vorhofs vorübergehen; und siehe, in jeder Ecke des Vorhofs war ein Hof.22 In den vier Ecken des Vorhofs waren geschlossene Höfe, vierzig Ellen lang und dreissig breit; alle vier Eckhöfe hatten einerlei Mass.23 Und in denselben war eine Mauerreihe ringsherum bei allen vieren; und Kochherde waren unter den Mauerreihen angebracht ringsum.24 Und er sprach zu mir:

Kapitel 47

1 Und er führte mich zurück zu der Tür des Hauses {d.h. zum Eingang in das Heilige.}; und siehe, Wasser flossen unter der Schwelle des Hauses hervor gegen Osten, denn die Vorderseite des Hauses war gegen Osten; und die Wasser flossen herab von unten, von der rechten Seite {W. Schulter.} des Hauses her, südlich vom Altar.2 Und er führte mich hinaus durch das Nordtor, und führte mich draussen herum zum äusseren Tore, des Weges zu dem gegen Osten gerichteten Tore; und siehe, Wasser rieselten von der rechten Torseite {W. Schulter.} her.3 Und als der Mann gegen Osten hinausging, war eine Messschnur in seiner Hand. Und er mass tausend Ellen, und liess mich durch die Wasser gehen - Wasser bis an die Knöchel;4 und er mass tausend Ellen, und liess mich durch die Wasser gehen - Wasser bis an die Knie; und er mass tausend Ellen, und liess mich hindurchgehen - Wasser bis an die Hüften;5 und er mass tausend Ellen - ein Fluss, durch den ich nicht gehen konnte; denn die Wasser waren hoch, Wasser zum Schwimmen, ein Fluss, der nicht zu durchgehen war.6 Und er sprach zu mir: Und er führte mich wieder zurück an dem Ufer des Flusses.7 Als ich zurückkehrte, siehe, da standen an dem Ufer des Flusses sehr viele Bäume auf dieser und auf jener Seite.8 Und er sprach zu mir:

Das Erbe / Die Grenzen des Landes (47,13ff)

13 So spricht der Herr, Jahwe:

Kapitel 48