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Altes Testament
17 Geschichtsbücher

5 Lehrbücher

17 Prophetische Bücher
Neues Testament
5 Geschichtsbücher

21 Lehrbücher

1 Prophetisches Buch
P T H 1 Genesis (1. Mose)
P T H 2 Exodus (2. Mose)
P T H 3 Levitikus (3. Mose)
P T H 4 Numeri (4. Mose)
P T H 5 Deuteronomium (5. Mose)
P T H 6 Josua
P T H 7 Richter
P T H 8 Ruth
P T H 9 1. Samuel
P T H 10 2. Samuel
P T H 11 1. Könige
P T H 12 2. Könige
P T H 13 1. Chronik
P T H 14 2. Chronik
P T H 15 Esra
P T H 16 Nehemia
P T H 17 Ester
P T H 18 Hiob
P T H 19 Psalmen
P T H 20 Sprüche
P T H 21 Prediger
P T H 22 Hohelied
P T H 23 Jesaja
P T H 24 Jeremia
P T H 25 Klagelieder
P T H 26 Hesekiel
P T H 27 Daniel
P T H 28 Hosea
P T H 29 Joel
P T H 30 Amos
P T H 31 Obadja
P T H 32 Jona
P T H 33 Micha
P T H 34 Nahum
P T H 35 Habakuk
P T H 36 Zephanja
P T H 37 Haggai
P T H 38 Sacharja
P T H 39 Maleachi
P T G 40 Matthäus
P T G 41 Markus
P T G 42 Lukas
P T G 43 Johannes
P T G 44 Apostelgeschichte
P T G 45 Römer
P T G 46 1. Korinther
P T G 47 2. Korinther
P T G 48 Galater
P T G 49 Epheser
P T G 50 Philipper
P T G 51 Kolosser
P T G 52 1. Thessalonicher
P T G 53 2. Thessalonicher
P T G 54 1. Timotheus
P T G 55 2. Timotheus
P T G 56 Titus
P T G 57 Philemon
P T G 58 Hebräer
P T G 59 Jakobus
P T G 60 1. Petrus
P T G 61 2. Petrus
P T G 62 1. Johannes
P T G 63 2. Johannes
P T G 64 3. Johannes
P T G 65 Judas
P T G 66 Offenbarung

2. Korinther

Inhaltsübersicht I
Inhaltsübersicht II

Kapitel 1

Teil 1: Paulus erörtert seinen Dienst (1-7)

# Briefeinleitung (Präskript) (1,1f)

1 Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Timotheus, der Bruder,
der Versammlung Gottes, die in Korinth ist, samt allen Heiligen, die in ganz Achaja sind:
2 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

# Briefüberleitung (Proömium) (1,3ff)

a) Trost in aller Drangsal (1,3-7)

3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmungen und Gott alles Trostes,4 der uns tröstet in all unserer Drangsal, auf dass wir die trösten können, die in allerlei Drangsal sind, durch den Trost, mit welchem wir selbst von Gott getröstet werden;5 weil, gleichwie die Leiden des Christus gegen uns überschwenglich sind, also auch durch den Christus unser Trost überschwenglich ist.6 Es sei aber, wir werden bedrängt, so ist es um eures Trostes und Heiles willen, das bewirkt wird im Ausharren in denselben Leiden, die auch wir leiden7 (und unsere Hoffnung für euch ist fest); es sei wir werden getröstet, so ist es um eures Trostes und Heiles willen, indem wir wissen, dass, gleichwie ihr der Leiden teilhaftig seid, also auch des Trostes.8 Denn wir wollen nicht, dass ihr unkundig seid, Brüder, was unsere Drangsal betrifft, die uns in Asien widerfahren ist, dass wir übermässig beschwert wurden, über Vermögen, so dass wir selbst am Leben verzweifelten {verzweifelten. Meint: Wir fanden überhaupt keinen Ausweg.}.9 Wir selbst aber hatten das Urteil des Todes in uns selbst {das Urteil des Todes in uns selbst. Meint: Wir hielten dafür das wir sterben müssten. Oder: Wir hatten das Todesurteil selbst über uns gefällt.}, auf dass unser Vertrauen nicht auf uns selbst wäre, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt,10 welcher uns von so grossem Tode errettet hat und errettet, auf welchen wir unsere Hoffnung gesetzt haben, dass er uns auch ferner erretten werde;11 indem auch ihr durch das Flehen für uns mitwirket, auf dass für die mittelst vieler Personen uns verliehene Gnadengabe durch viele für uns Danksagung dargebracht werde.

b) Dienst und die Gemeinschaft unter den Glaubenden (1,12-2,13)

12 Denn unser Rühmen ist dieses: das Zeugnis unseres Gewissens, dass wir in Einfalt und Lauterkeit Gottes, nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in der Gnade Gottes unseren Verkehr gehabt haben in der Welt, am meisten aber bei euch.13 Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr kennet oder auch anerkennet; ich hoffe aber, dass ihr es bis ans Ende anerkennen werdet,14 gleichwie ihr auch uns zum Teil anerkannt habt, dass wir euer Ruhm sind, so wie auch ihr der unsrige seid an dem Tage des Herrn Jesus.
15 Und in diesem Vertrauen wollte ich vorher zu euch kommen, auf dass ihr eine zweite Gnade hättet,16 und bei euch hindurch nach Mazedonien reisen, und wiederum von Mazedonien zu euch kommen und von euch nach Judäa geleitet werden.17 Habe ich nun, indem ich mir dieses vornahm, mich etwa der Leichtfertigkeit bedient? Oder was ich mir vornehme, nehme ich mir das nach dem Fleische vor, auf dass bei mir das Ja Ja auch Nein Nein wäre? {ELB: '...auf dass bei mir das Ja Ja und das Nein Nein wäre?'. / Griechisch 'kai' (und) kann auch mit 'auch' übersetzt werden.}18 Gott aber ist treu, dass unser Wort an euch nicht Ja und Nein ist.19 Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, wurde nicht Ja und Nein, sondern es ist Ja in ihm.20 Denn so viele der Verheissungen Gottes sind, in ihm ist das Ja und in ihm das Amen, Gott zur Herrlichkeit durch uns.21 Der uns aber mit euch befestigt in Christus und uns gesalbt hat, ist Gott,22 der uns auch versiegelt hat und hat das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben.23 Ich aber rufe Gott zum Zeugen an auf meine Seele, dass ich, um euer zu schonen, noch nicht nach Korinth gekommen bin.24 Nicht dass wir über euren Glauben herrschen, sondern wir sind Mitarbeiter an eurer Freude; denn ihr stehet durch den Glauben.

Kapitel 2

1 Ich habe aber bei mir selbst dieses beschlossen, nicht wieder in Traurigkeit zu euch zu kommen.2 Denn wenn ich euch traurig mache, wer ist es auch, der mich fröhlich mache, wenn nicht der, welcher durch mich traurig gemacht wird?3 Und eben dieses habe ich euch geschrieben, auf dass ich nicht, wenn ich komme, von denen Traurigkeit habe, deren ich mich freuen sollte; indem ich euch allen vertraue, dass meine Freude die euer aller ist.4 Denn aus vieler Drangsal und Herzensangst schrieb ich euch mit vielen Tränen, nicht auf dass ihr traurig gemacht werden solltet, sondern auf dass ihr die Liebe erkennen möchtet, die ich überschwenglicher zu euch habe.
5 Wenn aber jemand traurig gemacht hat, so hat er nicht mich traurig gemacht, sondern in gewissem Masse (auf dass ich nicht beschwere) euch alle.6 Genügend ist einem solchen diese Strafe,7 die von den vielen ist, so dass ihr im Gegenteil vielmehr vergeben und ermuntern solltet, damit nicht etwa ein solcher durch übermässige Traurigkeit verschlungen werde.8 Darum ermahne ich euch, Liebe gegen ihn zu betätigen.9 Denn dazu habe ich auch geschrieben, auf dass ich eure Bewährung kennen lerne, ob ihr in allem gehorsam seid.10 Wem ihr aber etwas vergebet, dem vergebe auch ich; denn auch ich, was ich vergeben, wenn ich etwas vergeben habe, habe ich um euretwillen vergeben in der Person Christi,11 auf dass wir nicht vom Satan übervorteilt werden; denn seine Gedanken sind uns nicht unbekannt.
12 Als ich aber nach Troas kam für das Evangelium des Christus und mir eine Tür aufgetan wurde im Herrn,13 hatte ich keine Ruhe in meinem Geiste, weil ich Titus, meinen Bruder, nicht fand, sondern ich nahm Abschied von ihnen und zog fort nach Mazedonien.
14 Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzuge umherführt in Christus und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem Orte durch uns offenbart!15 Denn wir sind Gott ein Wohlgeruch Christi in denen, die errettet werden, und in denen, die verloren gehen;16 den einen ein Geruch vom Tode zum Tode, den anderen aber ein Geruch vom Leben zum Leben. Und wer ist dazu tüchtig?17 Denn wir verfälschen nicht, wie die vielen, das Wort Gottes, sondern als aus Lauterkeit, sondern als aus Gott, vor Gott, reden wir in Christus. {EXE: Wir können das Evangelium nicht allen schmackhaft machen (dem Verständnis der Menschen anpassen), sonst schmeckt es niemandem mehr und taugt zu nichts. Evangelium ist kein Marketingproblem - Gott ist es, der rettet. Unsere Sache ist, Christus zu verkündigen.}

Kapitel 3

c) Die Herrliche Botschaft (3-4)

1 Fangen wir wiederum an, uns selbst zu empfehlen? Oder bedürfen wir etwa, wie etliche, Empfehlungsbriefe an euch oder Empfehlungsbriefe von euch?2 Ihr seid unser Brief, eingeschrieben in unsere Herzen, gekannt und gelesen von allen Menschen;3 die ihr offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, angefertigt durch uns im Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geiste des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens.
4 Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott:5 nicht dass wir von uns selbst aus tüchtig sind, etwas zu denken, als aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit ist von Gott,6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.
7 (Wenn aber der Dienst des Todes, mit Buchstaben in Steine eingegraben, in Herrlichkeit begann, so dass die Söhne Israels das Angesicht Moses' nicht unverwandt anschauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Angesichts, die hinweggetan werden sollte,8 wie wird nicht vielmehr der Dienst des Geistes in Herrlichkeit bestehen?9 Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit ist, so ist vielmehr der Dienst der Gerechtigkeit überströmend in Herrlichkeit.10 Denn auch das Verherrlichte ist nicht in dieser Beziehung verherrlicht worden, wegen der überschwenglichen Herrlichkeit.11 Denn wenn das, was hinweggetan werden sollte, mit Herrlichkeit eingeführt wurde, wieviel mehr wird das Bleibende in Herrlichkeit bestehen!
12 Da wir nun eine solche Hoffnung haben, so gebrauchen wir grosse Freimütigkeit,13 und tun nicht gleichwie Moses, der eine Decke über sein Angesicht legte, auf dass die Söhne Israels nicht anschauen möchten das Ende dessen, was hinweggetan werden sollte.14 Aber ihr Sinn ist verstockt worden, denn bis auf den heutigen Tag bleibt beim Lesen des alten Bundes dieselbe Decke unaufgedeckt, die in Christus weggetan wird.15 Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Moses gelesen wird, liegt die Decke auf ihrem Herzen.16 Wenn es aber zum Herrn umkehren wird, so wird die Decke weggenommen.)
17 Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit.18 Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauend, werden verwandelt nach demselben Bilde von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als durch den Herrn, den Geist.

Kapitel 4

1 Darum, da wir diesen Dienst haben, wie wir begnadigt worden sind, ermatten wir nicht;2 sondern wir haben den geheimen Dingen der Scham entsagt, indem wir nicht Arglist wandeln, noch das Wort Gottes verfälschen, sondern durch die Offenbarung der Wahrheit uns selbst jedem Gewissen der Menschen empfehlen vor Gott.3 Wenn aber auch unser Evangelium verdeckt ist, so ist es in denen verdeckt, die verloren gehen,4 in welchen der Gott dieser Welt den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus, welcher das Bild Gottes ist.5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus als Herrn, uns selbst aber als eure Knechte um Jesu willen.6 Denn der Gott, der aus Finsternis Licht leuchten hiess, ist es, der in unsere Herzen geleuchtet hat zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi.
7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefässen, auf dass die Überschwenglichkeit der Kraft sei Gottes und nicht aus uns.8 Allenthalben bedrängt, aber nicht eingeengt; keinen Ausweg sehend, aber nicht ohne Ausweg;9 verfolgt, aber nicht verlassen; niedergeworfen, aber nicht umkommend;10 allezeit das Sterben Jesu am Leibe umhertragend, auf dass auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde.11 Denn wir, die wir leben, werden allezeit dem Tode überliefert um Jesu willen, auf dass auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleische offenbar werde.12 So denn wirkt der Tod in uns, das Leben aber in euch.13 Da wir aber denselben Geist des Glaubens haben (nach dem, was geschrieben steht (Psalm 116,10): so glauben auch wir, darum reden wir auch,14 indem wir wissen, dass der, welcher den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns mit Jesu auferwecken und mit euch darstellen wird;15 denn alles ist um euretwillen, auf dass die Gnade, überreich geworden durch die Vielen, die Danksagung zur Herrlichkeit Gottes überströmen lasse.
16 Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äusserer Mensch verfällt, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.17 Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Drangsal bewirkt uns ein über die Massen überschwengliches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit,18 indem wir nicht das anschauen, was man sieht, sondern das, was man nicht sieht; denn das, was man sieht, ist zeitlich, das aber, was man nicht sieht, ewig.

Kapitel 5

* Über das Ende des Todes hinaus (5)

1 Denn wir wissen, dass, wenn unser irdisches Haus, die Hütte, zerstört wird, wir einen Bau von Gott haben, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, ein ewiges, in den Himmeln.2 Denn in diesem freilich seufzen wir, uns sehnend, mit unserer Behausung, die aus dem Himmel ist, überkleidet zu werden;3 so wir anders, wenn wir auch bekleidet sind, nicht nackt erfunden werden.4 Denn wir freilich, die in der Hütte sind, seufzen beschwert, wiewohl wir nicht entkleidet, sondern überkleidet werden möchten, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben.5 Der uns aber eben hierzu bereitet hat, ist Gott, der uns auch das Unterpfand des Geistes gegeben hat.6 So sind wir nun allezeit gutes Mutes und wissen, dass, während einheimisch in dem Leibe, wir von dem Herrn ausheimisch sind7 (denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen);8 wir sind aber gutes Mutes und möchten lieber ausheimisch von dem Leibe und einheimisch bei dem Herrn sein.9 Deshalb beeifern wir uns auch, ob einheimisch oder ausheimisch, ihm wohlgefällig zu sein.10 Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, auf dass ein jeder empfange, was er in dem Leibe getan, nach dem er gehandelt hat, es sei Gutes oder Böses.

d) Geheiligte Gefässe (5,11-7,1)

11 Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, so überreden wir die Menschen, Gott aber sind wir offenbar geworden; ich hoffe aber, auch in euren Gewissen offenbar geworden zu sein.12 Denn wir empfehlen uns selbst euch nicht wiederum, sondern geben euch Anlass zum Ruhm unserethalben, auf dass ihr ihn habet bei denen, die sich nach dem Ansehen rühmen und nicht nach dem Herzen.13 Denn sei es, dass wir ausser uns sind, so sind wir es Gott; sei es dass wir vernünftig sind euch.14 Denn die Liebe des Christus drängt uns, indem wir also geurteilt haben, dass einer für alle gestorben ist und somit alle gestorben sind.15 Und er ist für alle gestorben, auf dass die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben ist und ist auferweckt worden.16 Daher kennen wir von nun an niemand nach dem Fleische; wenn wir aber auch Christus nach dem Fleische gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr also.17 Daher, wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden.18 Alles aber von dem Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und hat uns den Dienst der Versöhnung gegeben:19 nämlich dass Gott in Christus war, die Welt mit sich selbst versöhnend, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnend, und hat in uns das Wort der Versöhnung niedergelegt.20 So sind wir nun Gesandte für Christus, als ob Gott durch uns ermahnte; wir bitten an Christi Statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!21 Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.

Kapitel 6

1 Mitarbeitend aber ermahnen wir auch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfanget2 (denn er spricht (Jesaja 49,8): Siehe, jetzt ist die wohlangenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils);3 indem wir in keiner Sache irgend einen Anstoss geben, auf dass der Dienst nicht verlästert werde,4 sondern in allem uns erweisen als Gottes Diener, in vielem Ausharren, in Drangsalen, in Nöten, in Ängsten,5 in Streichen, in Gefängnissen, in Aufständen, in Mühen, in Wachen, in Fasten;6 in Reinheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Gütigkeit, im Heiligen Geiste, in ungeheuchelter Liebe;7 im Worte der Wahrheit, in der Kraft Gottes; durch die Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken;8 durch Ehre und Unehre, durch böses Gerücht und gutes Gerücht, als Verführer und Wahrhaftige;9 als Unbekannte und Wohlbekannte; als Sterbende, und siehe, wir leben; als Gezüchtigte und nicht getötet;10 als Traurige, aber allezeit uns freuend; als Arme, aber viele reich machend; als nichts habend und alles besitzend.

e) Absonderung und Heiligung für Gottes Sache engt nicht ein, sondern gibt ein weites Herz (6,11-7,1)

11 Unser Mund ist zu euch aufgetan, ihr Korinther; unser Herz ist weit geworden.12 Ihr seid nicht verengt in uns, sondern ihr seid verengt in eurem Innern.13 Zur gleichen Vergeltung aber (ich rede als zu Kindern) werdet auch ihr weit.
14 Seid nicht in einem ungleichen Joche mit Ungläubigen. Denn welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis?15 und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?16 Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. {Vergleiche 3. Mose 26,11.12; Hesekiel 37,27.}17 Darum gehet aus ihrer Mitte aus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen;18 und ich werde euch zum Vater sein, und ihr werdet mir zu Söhnen und Töchtern sein, spricht der Herr, der Allmächtige. {Vergleiche Jesaja 52,11.}

Kapitel 7

1 Da wir nun diese Verheissungen haben, Geliebte, so lasst uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes {Befleckung des Fleisches. Saufen und Huren etc. Befleckung des Geistes. Hochmut, auf andere hinab schauen, Richten, etc..}, indem wir die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.

f) Freude bei aller Drangsal (7,2-16)

2 Nehmet uns auf; wir haben niemand unrecht getan, wir haben niemand verderbt, wir haben niemand übervorteilt.3 Nicht zur Verurteilung rede ich; denn ich habe vorhin gesagt, dass ihr in unseren Herzen seid, um mit zu sterben und mit zu leben.4 Gross ist meine Freimütigkeit gegen euch, gross mein Rühmen eurethalben; ich bin mit Trost erfüllt, ich bin ganz überströmend in der Freude bei all unserer Drangsal.
5 Denn auch als wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, sondern überall waren wir bedrängt; von aussen Kämpfe, von innen Befürchtungen.6 Der aber die Niedrigen tröstet, Gott, tröstete uns durch die Ankunft des Titus.7 Nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, womit er eurethalben getröstet wurde, als er uns kundtat eure Sehnsucht, euer Wehklagen, euren Eifer für mich, so dass ich mich um so mehr freute.8 Denn wenn ich euch auch durch den Brief {den Brief. Gemeint ist der 1. Korintherbrief.} betrübt habe, so reut es mich nicht, wenn es mich auch gereut hat; denn ich sehe, dass jener Brief, wenn auch nur für eine Zeit, euch betrübt hat.9 Jetzt freue ich mich, nicht dass ihr betrübt worden, sondern dass ihr zur Busse betrübt worden seid; denn ihr seid Gott gemäss betrübt worden, auf dass ihr in nichts von uns Schaden erlittet.10 Denn die Betrübnis Gott gemäss bewirkt eine nie zu bereuende Busse zum Heil; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod.11 Denn siehe, eben dieses, dass ihr Gott gemäss betrübt worden seid, wieviel Fleiss hat es bei euch bewirkt! Sogar Verantwortung, sogar Unwillen, sogar Furcht, sogar Sehnsucht, sogar Eifer, sogar Vergeltung. Ihr habt euch in allem erwiesen, dass ihr an der Sache rein seid.12 So denn, wenn ich euch auch geschrieben habe, so geschah es nicht um des Beleidigers, noch um des Beleidigten willen, sondern um deswillen, damit unser Fleiss für euch bei euch offenbar werde vor Gott.13 Deswegen sind wir getröstet worden; vielmehr aber freuten wir uns bei unserem Troste noch überschwenglicher über die Freude des Titus, weil sein Geist durch euch alle erquickt worden ist.14 Denn wenn ich ihm etwas über euch gerühmt habe, so bin ich nicht zu Schanden geworden; sondern wie wir alles in Wahrheit zu euch geredet haben, also ist auch unser Rühmen gegen Titus Wahrheit geworden;15 und seine innerlichen Gefühle sind überströmender gegen euch, indem er an euer aller Gehorsam gedenkt, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern empfangen habt.16 Ich freue mich, dass ich in allem Zuversicht betreffs euer habe.

Kapitel 8

# Briefhauptteil (Korpus) (8,1ff)

Teil 2: Über das Geben (8-9)

1 Wir tun euch aber kund, Brüder, die Gnade Gottes, die in den Versammlungen Mazedoniens gegeben worden ist,2 dass bei grosser Drangsalsprüfung die Überströmung ihrer Freude und ihre tiefe Armut übergeströmt ist in den Reichtum ihrer Freigebigkeit.3 Denn nach Vermögen, ich bezeuge es, und über Vermögen waren sie aus eigenem Antriebe willig,4 indem sie mit vielem Zureden uns um die Gnade und die Gemeinschaft des Dienstes für die Heiligen baten.5 Und nicht wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst zuerst dem Herrn und uns durch Gottes Willen,6 so dass wir Titus zugeredet haben, dass er wie er zuvor angefangen hatte, also auch bei euch auch diese Gnade vollbringen möchte.7 Aber so wie ihr in allem überströmend seid: in Glauben und Wort und Erkenntnis und allem Fleiss und in eurer Liebe zu uns, dass ihr auch in dieser Gnade überströmend sein möget.8 Nicht befehlsweise spreche ich, sondern wegen des Fleisses der anderen, und indem ich die Echtheit eurer Liebe prüfe.9 Denn ihr kennet die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet.10 Und ich gebe hierin eine Meinung; denn dies ist euch nützlich, die ihr nicht allein das Tun, sondern auch das Wollen vorher angefangen habt seit vorigem Jahre.11 Nun aber vollbringet auch das Tun, damit, gleichwie die Geneigtheit zum Wollen, also auch das Vollbringen da sei nach dem, was ihr habt.12 Denn wenn die Geneigtheit vorliegt, so ist einer annehmlich nach dem er hat, und nicht nach dem er nicht hat.13 Denn nicht auf dass andere Erleichterung haben, ihr aber Bedrängnis, sondern nach der Gleichheit:14 in der jetzigen Zeit diene euer Überfluss für den Mangel jener, auf dass auch jener Überfluss für euren Mangel diene, damit Gleichheit werde; wie geschrieben steht (2. Mose 16,18):16 Gott aber sei Dank, der denselben Eifer für euch in das Herz des Titus gegeben hat;17 denn er nahm zwar das Zureden an, aber weil er sehr eifrig war, ist er aus eigenem Antriebe zu euch gegangen.18 Wir haben aber den Bruder mit ihm gesandt, dessen Lob im Evangelium durch alle Versammlungen verbreitet ist.19 Aber nicht allein das, sondern er ist auch von den Versammlungen gewählt worden zu unserem Reisegefährten mit dieser Gnade, die von uns bedient wird zur Herrlichkeit des Herrn selbst und als Beweis unserer Geneigtheit;20 indem wir dies verhüten, dass uns nicht jemand übel nachrede dieser reichen Gabe halben, die von uns bedient wird;21 denn wir sind vorsorglich für das, was ehrbar ist, nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen.22 Wir haben aber unseren Bruder mit ihnen gesandt, den wir oft in vielen Stücken erprobt haben, dass er eifrig ist, nun aber noch viel eifriger durch grosse Zuversicht, die er zu euch hat.23 Sei es, was Titus betrifft, er ist mein Genosse und in Bezug auf euch mein Mitarbeiter; seien es unsere Brüder, sie sind Gesandte der Versammlungen, Christi Herrlichkeit.24 So beweiset nun gegen sie, angesichts der Versammlungen, den Beweis eurer Liebe und unseres Rühmens über euch.

Kapitel 9

1 Denn was den Dienst für die Heiligen betrifft, so ist es überflüssig für mich, euch zu schreiben.2 Denn ich kenne eure Geneigtheit, deren ich mich eurethalben gegen die Mazedonier rühme, dass Achaja seit vorigem Jahre bereit gewesen ist; und der von euch ausgegangene Eifer hat viele angereizt.3 Ich habe aber die Brüder gesandt, auf dass nicht unser Rühmen über euch in dieser Beziehung zunichte würde, auf dass ihr, wie ich gesagt habe, bereit seid,4 damit nicht etwa, wenn die Mazedonier mit mir kommen und euch unbereit finden, wir, dass wir nicht sagen ihr, in dieser Zuversicht zu Schanden würden.5 Ich hielt es daher für nötig, die Brüder zu bitten, dass sie zu euch vorauszögen und diesen euren zuvor angekündigten Segen vorher zubereiteten, dass er also bereit sei als Segen, und nicht als Habsucht.
6 Dies aber sage ich: Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten, und wer segensreich sät, wird auch segensreich ernten.7 Ein jeder, wie er sich in seinem Herzen vorsetzt: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.8 Gott aber ist mächtig, jede Gnade gegen euch überströmen zu lassen, auf dass ihr in allem, allezeit alle Genüge habend, überströmend seid zu jedem guten Werke;9 wie geschrieben steht (Psalm 112,9): 10 Der aber Samen darreicht dem Sämann und Brot zur Speise, wird eure Saat darreichen und überströmend machen und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen,11 indem ihr in allem reich geworden seid zu aller Freigebigkeit, welche durch uns Gott Danksagung bewirkt.12 Denn die Bedienung dieses Dienstes ist nicht nur eine Erfüllung des Mangels der Heiligen, sondern ist auch überströmend durch viele Danksagungen gegen Gott;13 indem sie durch die Bewährung dieses Dienstes Gott verherrlichen wegen der Unterwürfigkeit eures Bekenntnisses zum Evangelium des Christus und wegen der Freigebigkeit der Mitteilung gegen sie und gegen alle;14 und in ihrem Flehen für euch, die sich nach euch sehnen wegen der überschwenglichen Gnade Gottes an euch.15 Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!

Kapitel 10

Teil 3: Paulus muss seinen Dienst verteidigen (10)

1 Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch durch die Sanftmut und Gelindigkeit des Christus, der ich unter euch gegenwärtig zwar demütig, abwesend aber kühn gegen euch bin.2 Ich flehe aber, dass ich anwesend nicht kühn sein müsse mit der Zuversicht, mit welcher ich gedenke, gegen etliche dreist zu sein, die uns als nach dem Fleische wandelnd erachten.3 Denn obwohl wir im Fleische wandeln, kämpfen wir nicht nach dem Fleische;4 denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern göttlich mächtig zur Zerstörung von Festungen;5 indem wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und jeden Gedanken gefangen nehmen unter den Gehorsam des Christus,6 und bereit stehen, allen Ungehorsam zu rächen, wenn euer Gehorsam erfüllt sein wird.
7 Sehet ihr auf das, was vor Augen ist? Wenn jemand sich selbst zutraut, dass er Christi sei, so denke er dies wiederum bei sich selbst, dass, gleichwie er Christi ist, also auch wir.8 Denn falls ich mich auch etwas mehr über unsere Gewalt rühmen wollte, die uns der Herr zur Auferbauung und nicht zu eurer Zerstörung gegeben hat, so werde ich nicht zu Schanden werden,9 auf dass ich nicht scheine, als wolle ich euch durch die Briefe schrecken.
10 Denn die Briefe, sagt man, sind gewichtig und kräftig, aber die Gegenwart des Leibes ist schwach und die Rede verächtlich.11 Ein solcher denke dieses, dass, wie wir abwesend im Worte durch Briefe sind, wir solche auch anwesend in der Tat sein werden.
12 Denn wir wagen nicht, uns selbst etlichen derer beizuzählen oder zu vergleichen, die sich selbst empfehlen; sie aber, indem sie sich an sich selbst messen und sich mit sich selbst vergleichen, sind unverständig.13 Wir aber wollen uns nicht ins Masslose rühmen, sondern nach dem Masse des Wirkungskreises, den der Gott des Masses uns zugeteilt hat, um auch bis zu euch zu gelangen.
14 Da ihr nun innerhalb dieser Grenzen seid, sind wir nicht über sie hinausgegangen, als wir mit dem Evangelium Christi zu euch kamen.15 Und deshalb rühmen wir uns nicht zügellos mit der Arbeit anderer, welche über die von Gott gesteckten Grenzen hinausgegangen sind. Nein, wir erwarten fest, dass euer Glaube wächst und wir bei euch ein viel grösseres Werk tun können, und zwar in dem Gebiet, dass Gott uns zugewiesen hat.16 Von euch aus können wir dann das Evangelium in andere Länder tragen, hinaus über eure Grenzen. Damit wird es nicht nötig sein, dass wir uns mit einer fremden Arbeit brüsten, die dort schon fertiggestellt ist.18 Denn wirklich bewährt ist nicht derjenige, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt. {ELB: '14 Denn wir strecken uns selbst nicht zu weit aus, als gelangten wir nicht bis zu euch (denn wir sind auch bis zu euch gekommen in dem Evangelium des Christus), 15 indem wir uns nicht ins Masslose rühmen in fremden Arbeiten, aber Hoffnung haben, wenn euer Glaube wächst, unter euch vergrössert zu werden nach unserem Wirkungskreise, 16 um noch überströmender das Evangelium weiter über euch hinaus zu verkündigen, nicht in fremdem Wirkungskreise uns dessen zu rühmen, was schon bereit ist. 17 "Wer sich aber rühmt, rühme sich des Herrn". 18 Denn nicht wer sich selbst empfiehlt, der ist bewährt, sondern den der Herr empfiehlt.'.}

Kapitel 11

1 Ich wollte, ihr möchtet ein wenig Torheit von mir ertragen; doch ertraget mich auch.2 Denn ich eifere um euch mit Gottes Eifer; denn ich habe euch einem Manne verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau dem Christus darzustellen.3 Ich fürchte aber, dass etwa, wie die Schlange Eva durch ihre List verführte, also auch euer Sinn verderbt und abgewandt werde von der Einfalt gegen den Christus.4 Denn wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfanget, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertrüget ihr es gut.
5 Denn ich achte, dass ich in nichts den ausgezeichnetsten Aposteln {ausgezeichnetsten Aposteln. Super-Hyper-Apostel (ironisch gemeint).} nachstehe.6 Wenn ich aber auch ein Unkundiger in der Rede bin, so doch nicht in der Erkenntnis; sondern in jeder Weise sind wir in allen Stücken gegen euch offenbar geworden.7 Oder habe ich eine Sünde begangen, indem ich mich selbst erniedrigte, auf dass ihr erhöht würdet, weil ich euch das Evangelium Gottes umsonst verkündigt habe?8 Andere Versammlungen habe ich beraubt, indem ich Lohn empfing zu eurer Bedienung.9 Und als ich bei euch anwesend war und Mangel litt, fiel ich niemand zur Last (denn meinen Mangel erstatteten die Brüder, die aus Mazedonien kamen), und ich hielt mich in allem euch unbeschwerlich, und werde mich also halten.10 Die Wahrheit Christi ist in mir, dass mir dieses Rühmen in den Gegenden von Achaja nicht verwehrt werden soll!11 Warum? Weil ich euch nicht liebe? Gott weiss es.
12 Was ich aber tue, werde ich auch tun, auf dass ich denen die Gelegenheit abschneide, die eine Gelegenheit wollen, auf dass sie, worin sie sich rühmen, erfunden werden wie auch wir.

x) Falsche, betrügerische Arbeiter (11,13ff)

13 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, welche die Gestalt von Aposteln Christi annehmen.14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an;15 es ist daher nichts Grosses, wenn auch seine Diener die Gestalt als Diener der Gerechtigkeit annehmen, deren Ende nach ihren Werken sein wird.
16 Wiederum sage ich: Niemand halte mich für töricht; wenn aber nicht, so nehmet mich doch auf als einen Törichten, auf dass auch ich mich ein wenig rühmen möge.17 Was ich rede, rede ich nicht nach dem Herrn, sondern als in Torheit, in dieser Zuversicht des Rühmens.18 Weil viele sich nach dem Fleische rühmen, so will auch ich mich rühmen.19 Denn ihr ertraget gern die Toren, da ihr klug seid.20 Denn ihr ertraget es, wenn jemand euch knechtet, wenn jemand euch aufzehrt, wenn jemand von euch nimmt, wenn jemand sich überhebt, wenn jemand euch ins Gesicht schlägt.21 Ich rede bezüglich der Unehre, als ob wir schwach gewesen wären.
Worin aber irgend jemand dreist ist (ich rede in Torheit), bin auch ich dreist.22 Sind sie Hebräer? Ich auch. Sind sie Israeliten? Ich auch. Sind sie Abrahams Same? Ich auch.23 Sind sie Diener Christi? (ich rede als von Sinnen) Ich über die Massen. In Mühen überschwenglicher, in Schlägen übermässig, in Gefängnissen überschwenglicher, in Todesgefahren oft.24 Von den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche weniger einen. {Vergleiche 5.Mose 25,3.}25 Dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; dreimal habe ich Schiffbruch gelitten, einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht;26 oft auf Reisen, in Gefahren auf Flüssen, in Gefahren von Räubern, in Gefahren von meinem Geschlecht, in Gefahren von den Nationen, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meere, in Gefahren unter falschen Brüdern;27 in Arbeit und Mühe, in Wachen oft, in Hunger und Durst, in Fasten oft, in Kälte und Blösse;28 ausser dem, was aussergewöhnlich ist, noch das, was täglich auf mich andringt: die Sorge um alle Versammlungen.29 Wer ist schwach, und ich bin nicht schwach? Wer wird geärgert, und ich brenne nicht?30 Wenn es gerühmt sein muss, so will ich mich dessen rühmen, was meine Schwachheit betrifft. {Keine Ironie. Ernst.}31 Der Gott und Vater des Herrn Jesus, der gepriesen ist in Ewigkeit, weiss, dass ich nicht lüge.
32 In Damaskus verwahrte der Landpfleger des Königs Aretas die Stadt der Damaszener, indem er mich greifen wollte,33 und ich wurde durch ein Fenster in einem Korbe an der Mauer hinabgelassen und entrann seinen Händen. {Siehe Apg.9.}

Kapitel 12

In Christus erhöht (12,1ff)

1 Zu rühmen nützt mir wahrlich nicht; denn ich will auf Gesichte und Offenbarungen des Herrn kommen.2 Ich kenne einen Menschen in Christus, vor vierzehn Jahren (ob im Leibe, weiss ich nicht, oder ausser dem Leibe, weiss ich nicht; Gott weiss es), einen Menschen, der entrückt wurde bis in den dritten Himmel.3 Und ich kenne einen solchen Menschen (ob im Leibe oder ausser dem Leibe, weiss ich nicht; Gott weiss es),4 dass er in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, welche der Mensch nicht sagen darf.5 Über einen solchen werde ich mich rühmen; über mich selbst aber werde ich mich nicht rühmen, es sei denn meiner Schwachheiten.6 Denn wenn ich mich rühmen will, werde ich nicht töricht sein, denn ich werde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, auf dass nicht jemand höher von mir denke, als was er an mir sieht, oder was er von mir hört.7 Und auf dass ich mich nicht durch die Überschwenglichkeit der Offenbarungen überhebe, wurde mir ein Dorn für das Fleisch gegeben, ein Engel Satans, auf dass er mich mit Fäusten schlage, auf dass ich mich nicht überhebe.8 Für dieses flehte ich dreimal zum Herrn, auf dass er von mir abstehen möge.9 Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht. Daher will ich am allerliebsten mich vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, auf dass die Kraft des Christus über mir wohne.10 Deshalb habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Schmähungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten für Christus; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.
11 Ich bin ein Tor geworden; ihr habt mich dazu gezwungen. Denn ich hätte von euch empfohlen werden sollen, denn ich habe in nichts den ausgezeichnetsten Aposteln {ausgezeichnetsten Aposteln. Super-Hyper-Apostel. Ironisch gemeint.} nachgestanden, wenn ich auch nichts bin.12 Die Zeichen des Apostels sind ja unter euch vollbracht worden in allem Ausharren, in Zeichen und Wundern und mächtigen Taten.13 Denn was ist es, worin ihr gegen die anderen Versammlungen verkürzt worden seid, es sei denn, dass ich selbst euch nicht zur Last gefallen bin? Oh, verzeihet mir dieses Unrecht! {Redestil: Ironie. / ELB: 'Denn was ist es, worin ihr gegen die anderen Versammlungen verkürzt worden seid, es sei denn, dass ich selbst euch nicht zur Last gefallen bin? Verzeihet mir dieses Unrecht.'.}
14 Siehe, dieses dritte Mal stehe ich bereit, zu euch zu kommen, und werde nicht zur Last fallen, denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn die Kinder sollen nicht für die Eltern Schätze sammeln, sondern die Eltern für die Kinder.15 Ich will aber sehr gern alles verwenden und völlig verwendet werden für eure Seelen, wenn ich auch, je überschwenglicher ich euch liebe, um so weniger geliebt werde.16 Doch es sei so, ich habe euch nicht beschwert; weil ich aber schlau bin, so habe ich euch mit List gefangen.17 Habe ich euch etwa durch einen von denen übervorteilt, die ich zu euch gesandt habe?18 Ich habe Titus gebeten und den Bruder mit ihm gesandt; hat etwa Titus euch übervorteilt? Haben wir nicht in demselben Geiste gewandelt? nicht in denselben Fussstapfen?
19 Seit langem seid ihr der Meinung, dass wir uns vor euch verantworten. Wir reden vor Gott in Christus, alles aber, Geliebte, zu eurer Auferbauung.20 Denn ich fürchte, dass, wenn ich komme, ich euch etwa nicht als solche finde, wie ich will, und dass ich von euch als solcher erfunden werde, wie ihr nicht wollet:
dass etwa Streitigkeiten, Neid, Zorn,
Zänkereien, Verleumdungen, Ohrenbläsereien {Ohrenbläsereien. Tratsch, Verleumdung, Rufmord.},
Aufgeblasenheit, Unordnungen vorhanden seien;
21 dass, wenn ich wiederkomme, mein Gott mich eurethalben demütige, und ich über viele trauern müsse, die zuvor gesündigt und nicht Busse getan haben über die Unreinigkeit und Hurerei und Unzucht, die sie getrieben haben.

Kapitel 13

# Briefschluss (13,1ff)

1 Dieses dritte Mal komme ich zu euch: aus zweier oder dreier Zeugen Mund wird jede Sache bestätigt werden. {Vergleiche 5. Mose 19,15.}2 Ich habe zuvor gesagt und sage zuvor, als wie das zweite Mal anwesend und jetzt abwesend, denen, die zuvor gesündigt haben, und den übrigen allen, dass, wenn ich wiederum komme, ich nicht schonen werde.

Wirkt denn Christus überhaupt durch Paulus? (13,3ff)

3 Weil ihr einen Beweis suchet, dass Christus in mir redet (der gegen euch nicht schwach ist, sondern mächtig unter euch;4 denn wenn er auch in Schwachheit gekreuzigt worden ist, so lebt er doch durch Gottes Kraft; denn auch wir sind schwach in ihm, aber wir werden mit ihm leben durch Gottes Kraft gegen euch),

Wirkt denn Christus überhaupt durch Paulus? - Ja! Wir haben unseren Glauben ja von Paulus! (13,3ff)

5 so prüfet euch selbst, ob ihr im Glauben seid, untersuchet euch selbst; oder erkennet ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr etwa unbewährt seid.6 Ich hoffe aber, dass ihr erkennen werdet, dass wir nicht unbewährt sind. {'Ich hoffe aber...' ironisch gemeint.}7 Wir beten aber zu Gott, dass ihr nichts Böses tun möget; nicht auf dass wir bewährt erscheinen, sondern auf dass ihr tuet, was recht ist, wir aber wie Unbewährte seien.8 Denn wir vermögen nichts wider die Wahrheit, sondern für die Wahrheit.9 Denn wir freuen uns, wenn wir schwach sind, ihr aber mächtig seid; um dieses bitten wir auch, um eure Vervollkommnung.10 Deswegen schreibe ich dieses abwesend, auf dass ich anwesend nicht Strenge gebrauchen müsse, nach der Gewalt, die der Herr mir gegeben hat zur Auferbauung und nicht zur Zerstörung.
11 Übrigens, Brüder, freuet euch, werdet vollkommen, seid getrost, seid eines Sinnes, seid in Frieden, und der Gott der Liebe und des Friedens wird mit euch sein.12 Grüsset einander mit heiligem Kuss. Es grüssen euch die Heiligen alle.13 Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! {Gottes Sohn Jesus Christus und Gott Vater und Heiliger Geist. Einzige Stelle im Neuen Testament, die den Sohn Jesus Christus, Gott Vater und Heiliger Geist in einem einzige Satz nennt.}